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Labyrinth – Elixier des Todes

 

Labyrinth - Elixier des Todes

Klappentext:

Ein Toter aus der Vergangenheit

Vor seinem Haus in New York findet Special Agent Aloysius Pendergast einen seiner unversöhnlichsten Feinde tot auf. Pendergast hat keine Ahnung, wer ihm die Leiche vor die Tür gelegt haben könnte – und warum. Aber es gibt ein rätselhaftes Indiz: einen Türkis, der bei der Obduktion im Magen des Opfers gefunden wird. Der Edelstein führt Pendergast zu einer verlassenen Mine am Ufer eines Salzsees in Südkalifornien – und tief in die eigene Familiengeschichte.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Als Pendergast die Türe öffnete, hatte er keine Vorstellung davon, was ihn erwartete. Schnell konnte er feststellen, dass der Mann tot war, aber schlimmer noch – er kannte das Opfer. Bei der Obduktion wurde ein Edelstein gefunden und Pendergast konnte die Verbindung zu einer Mine herstellen. Was er nicht wusste – er wurde dort schon erwartet. Trotz aller Vorsicht steckte er in der Falle – die Rache konnte ihren Lauf nehmen.

Inzwischen, versucht Lieutenant D’Agosta einen neuen Mordfall im Museum aufzuklären. Er bittet dabei Margo Green um Hilfe, eine Anthropologin, die er von der Zeit der Museumsmorde kennt. Allerdings nicht ahnend, dass das Skelett mit der Vergeltung an Pendergast in Verbindung steht.

Dessen Tage sind gezählt, denn gegen das Elixier gibt es kein Gegenmittel. Bis Constance ein Tagebuch in den Händen hält, dessen Zeilen eine Heilung bringen könnte, aber die Zeit wird knapp.

„Wieder war das Ergebnis höchst befriedigend. Diese Dusche war nicht so genau gezielt wie die erste, sodass die Säure auf den Kopf des Mannes und eine Schulter und auch die umgebende Vegetation pladderte. Trotzdem zeigte sie sofortige Wirkung. Es schien, als ob der Kopf des Mannes mit ihm verschmolz und dabei ein wolkiges, fettiges Gas ausstieß. Mit einem Aufschrei animalischen Schreckens sank Glatze auf die Knie, seine Hände packten den Schädel, noch während sich dieser auflöste, panische Finger stießen durch sich verflüssigende Knochen und Gehirnmasse, ehe er umkippte und in die gleichen, sonderbaren Zuckungen verfiel wie Tattoo.“

Mehr verrate ich nicht!

 

 

Meine Meinung:

Ich gebe es zu – Agent Pendergast ist meine Lieblingsserie, denn die Geschichten sind bisher alle spannend.

Auch diesmal ist die Dramatik bis zum Schluss vorhanden. Durch verschiedene Begebenheiten, Intrigen und Komplikationen werden die Protagonisten mehr als gefordert. Sie überzeugen in ihrer Darstellung, ebenso Details der Gegebenheit oder der Wissenschaft. Ebenso sind Protagonisten aus vorherigen Geschichten zugegen.

Der Aspekt von Liebe und deren Einfluss auf einen Menschen ist in dieser Geschichte ebenso eingebunden, wie die Rache, weil man einen geliebten Menschen verloren hat.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und man verliert auch nicht den Faden, wenn sich die Hergänge ändern. Die Geschichte ist in Kapiteln angelegt, das Cover und der Titel lassen Bedrohliches erahnen.

Wer diese Reihe kennt, weiß genau, dass die Geschichte eine bunte Mischung aus Krimi, Thriller, Abenteuer und Fantasie ist. Es wird jedes Genre bedient.

 

Fazit:

Eine hypothetische Geschichte, effektive Dramatik und überzeugende Protagonisten machen aus diesem Thriller ein echtes Lesevergnügen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, deswegen bekommt es 5 Sterne von mir.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer Verlag

Taschenbuch, Knaur TB
01.02.2017, 528 S.
ISBN: 978-3-426-51495-5

€ 9,99 (D)

https://www.droemer-knaur.de/buch/7907012/labyrinth-elixier-des-todes

 

Autoren:

Lincoln Child wurde 1957 in Westport, Connecticut, geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur arbeitete er zunächst als Verlagslektor und später für einige Zeit als Programmierer und System-Analytiker. Während der Recherchen zu einem Buch über das »American Museum of Natural History« in New York lernte er Douglas Preston kennen und entschloss sich nach dem Erscheinen des gemeinsam verfassten Thrillers »Relic«, Vollzeit-Schriftsteller zu werden. Obwohl die beiden Erfolgsautoren 500 Meilen voneinander entfernt leben, schreiben sie ihre Megaseller gemeinsam: per Telefon, Fax und Internet. Lincoln Child publiziert darüber hinaus auch eigene Bücher (»Das Patent«, »Eden«). Er lebt mit Frau und Tochter in New Jersey.

Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim »American Museum of Natural History« in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, »Relic«, dem viele weitere internationale Bestseller folgten. Douglas Preston schreibt auch Solo-Bücher (»Der Codex«, »Der Canyon«, »Credo«, »Der Krater«) und verfasst regelmäßig Artikel für diverse Magazine. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern an der Ostküste der USA.

 

Übersetzung: Michael Benthack

Zerbrochen

Zerbrochen

Klappentext:

True-Crime-Thriller

Der dritte True-Crime-Thriller von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und SPIEGEL-Bestseller-Autor Michael Tsokos – basierend auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners.

Ein besonderer Tag für Rechtsmediziner Dr. Fred Abel: Viele Monate, nachdem er bei einem brutalen Überfall fast zu Tode kam, tritt er erstmals wieder seinen Dienst an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn der BKA-Einheit »Extremdelikte« in Beschlag genommen: Der sogenannte »Darkroom-Killer«, ein Psychopath ohne Skrupel, hält Polizei und Bevölkerung in Atem.
All dies verblasst jedoch, als Abels gerade neu gefundenes Familienglück auf dem Spiel steht: Seine 16-jährigen Zwillinge, Kinder aus einer längst vergangenen Affäre, besuchen ihn in Berlin – und werden Opfer einer Entführung. Wer hat mit Abel noch eine Rechnung offen?

 

„Vorsicht Spoiler!“

Monate ist es her, als der Rechtsmediziner Dr. Abel bei einem Überfall schwer verletzt wurde. Jetzt fängt er wieder an, zu arbeiten. Es fällt ihm nicht leicht, denn er leidet noch unter Verfolgungswahn. Als bei einer Obduktion sein Blickwinkel auf den Täter hinweist, steckt er schon wieder in der Bedrängnis. Der Täter lässt nichts unversucht, um ihn zu töten. Als seine Kinder entführt werden, weist alles auf den Darkroom-Killer hin. Dr. Abel bittet sein Freund Moewig um Hilfe. Die Suche geht bis nach Guadeloupe, der Heimat seiner Kinder. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass ein Fall aus der Vergangenheit ihn einholt.

„Nur die Eisenkette über seinem Kopf war nagelneu. Das Licht brach sich auf den rundlichen Kettengliedern, die wie poliert funkelten. Mit dem oberen Ende war die Kette um eine rostige Deckenstrebe geschlungen, am unteren Ende hing er selbst.“

Und wieder ist Dr. Abel in der Hand eines Psychopathen.

Mehr verrate ich nicht, denn das ist nur eine Kurzzusammenfassung.

 

Meine Meinung:

Der dritte Teil dieser Serie um den Rechtsmediziner Dr. Abel ist fesselnd, allerdings nicht so, wie die ersten beiden Teile. Diesmal fehlt mir die Brutalität der Taten bzw. Opferbeschreibungen.

Dr. Abel ist wieder der Hauptprotagonist und die Charakteristik passt genau zu ihm. Die Handlungsstränge stützen sich diesmal auf die Ermittlungen. Die Obduktionen stehen nicht im Mittelpunkt, sondern sind begleitend. Die Szenen sind effektiv beschrieben, sodass man eine sehr gute Vorstellungskraft der Gegebenheiten bekommt.

Es gibt viele Bestandteile in dem Geschehen. Z. B. Mord, Raub, Erpressung, minderjährige Flüchtlinge, Rücksichtslosigkeit, Quälen, Betrug, Entführung, Geheimdienst, Triebtäter – um ein paar zu nennen.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Sie verliert nicht an Dramatik und Neugier am Geschehen. Der Verlauf ist in Kapiteln angelegt, die mit Standort und Zeitabschnitt versehen sind. Die Schauplätze und Protagonisten haben viele Fiktionen, die allesamt glaubhaft dargestellt sind.

Der Titel passt hervorragend, denn der Rechtsmediziner zerbricht fast, als er feststellen muss, dass seine Kinder in der Hand eines Psychopathen sind.

Ich finde diese Serie aus der True-Crime-Reihe sehr gut. Jede Geschichte um Dr. Abel variiert in der Gestaltung entsprechender Vorgänge. Man kann sich kaum vorstellen, dass das Geschehen auch auf echte Fälle beruht.

    

Fazit:

Mir fehlt diesmal das Entsetzen, was man empfindet, wenn man die Charakterisierung entsprechender Handlungen lesen kann. Das war bei den ersten beiden Geschichten herausgehoben.

Aber trotzdem ist die Mischung aus Thriller und Krimi ereignisreich und spannend, denn es ist ein sehr vielseitiger Werdegang vorhanden.

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-51970-7

Klappenbroschur, Knaur TB, 432 Seiten

€ 14,99 (D)

Link: https://www.droemer-knaur.de/buch/9048988/zerbrochen

 

Autoren:

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.

Demon – Sumpf der Toten

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Klappentext:

In der Kleinstadt Exmouth an der Küste von Massachusetts soll Special Agent Pendergast den Raub einer wertvollen Weinsammlung aufklären. Im Weinkeller stößt er überraschend auf eine frisch zugemauerte Nische. Hinter der Wand sind Ketten zu finden, außerdem ein menschlicher Fingerknochen. Offenbar wurde hier vor langer Zeit jemand lebendig eingemauert. Die Einbrecher haben das Verlies geöffnet, das Skelett herausgeholt und die Mauer wieder geschlossen – der Weinraub war anscheinend reine Ablenkung. Schnell muss Pendergast lernen, dass Exmouth eine äußerst dunkle Vergangenheit hat. Das Skelett ist nur der erste Hinweis auf eine Verfehlung aus alter Zeit, die bis heute ungesühnt ist.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Die Ruhe wurde gestört, als ein Künstler Pendergast um die Aufklärung seines Weindiebstahls bat. Erst wollte der Agent ablehnen, aber der Preis war eine Flasche seltenen Weines. Mit Constance machte er sich auf den Weg nach Exmouth. Dort stellte er fest, dass der Weindiebstahl nur vorgetäuscht war. Die Täter entwendeten ein Skelett, das in einer zugemauerten Spalte war. Mit akribischer Sorgfalt, versuchte Pendergast die Tat aufzuklären. Die Bewohner machten es ihm dabei nicht leicht, denn die Stadt steckte tief im Verbrechen drin. Außerdem war da noch der Hexenzirkel, deren er keine Beachtung schenkte, bis dass Monster auch vor ihm keinen Halt machte.

Dies ist die Kurzfassung der Geschichte.

 

Meine Meinung:

Das ist ein neuer Fall für Special Agent Pendergast. Diesmal ermittelt er privat und steckt zum Schluss in Schwierigkeiten, weil er einer Sache wenig Beachtung schenkte. Trotz seiner Gabe der schnellen Gedankenspiele.

Die Geschichte beinhaltet überraschende Begebenheiten, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Es ist zwar ein Thriller, der aber gespickt ist mit Abenteuer. Die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben, ebenso das Umfeld. Es passt einfach zu dem exentrischen Ermittler.

Man hat ebenso eine gute Vorstellungskraft – z. B. wenn ein Schiff auf den Klippen zerschellt. Auch das Monster, welches Mordent durch die Stadt zieht, ist gut getroffen.

Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, die mit Tybanezeichnungen beginnen. Das hat mit den Hexen zu tun, aber mehr verrate ich nicht.

Auch diesmal werden Morde begangen, weil die Gier nach Macht und Reichtum groß ist. Entsetzt war ich wegen des Endes, aber ich hoffe auf positive Aufklärung beim nächsten Teil.

Das Cover zieht zwar fesselnd aus, aber ich hätte ein anderes gewählt, was zur Geschichte passt. Der Text lässt sich flüssig lesen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ich liebe diese Reihe um Agent Pendergast, denn die Geschichten sind spannend und ein wenig abenteuerlich. Ich bin jedes Mal fasziniert, denn die Themen sind immer anders und nie langweilig. Diesmal sogar faktischer als sonst.

Leider muss ich warten, bis ich weiß, wie es mit Agent Pendergast weiter geht.

 

Fazit:

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist facettenreich, spannend und hat einige Begebenheiten, die erst einer Demaskierung bedürfen.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-65402-6

Hardcover, 416 Seiten

€ 19,99 (D)

 https://www.droemer-knaur.de/buch/9048641/demon-sumpf-der-toten

 

Autoren: Douglas Preston wohnt mit seiner Familie an der US-Ostküste. Er hat studiert und schreibt inzwischen mit seinem Freund Lincoln Child zusammen Bücher.

Lincoln Child wohnt mit seiner Familie in New Jersey.  Auch er hat studiert und ist inzwischen Vollzeitschriftsteller. Zusammen arbeiten sie an der Reihe um Agent Pendergast. Die Bücher landen alle als Bestseller im Buchhandel.

Wenn du mich siehst

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Klappentext:

Erkenne die Liebe. Erkenne die Gefahr.

Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße hat die 28-jährige Maria eine Reifenpanne. Ein Wagen hält, ein bedrohlich muskelbepackter Mann mit Schlägervisage steigt aus – und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?

 

„Vorsicht Spoiler“!

In der Dunkelheit hat Maria eine Reifenpanne. Als ein Auto hält und ein tätowierter Kraftprotz sich ihr nähert, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Aber der Typ hilft ihr und fährt weiter. Das bringt Marias Schwester auf eine Idee. Natürlich ganz zufällig treffen sie diesen Burschen in einer Bar. Er verdient sich seine Studiengebühren dort. Sie kommen in ein Gespräch und Maria muss feststellen, dass sie solche Typen früher in den Knast gebracht hat. Trotz seiner Vergangenheit fühlt sie sich von ihm angezogen. Ihm geht es ebenso, obwohl er weiß, dass Anwältinnen nichts für ihn sind. Günstige Umstände führt sie zusammen. Aber bald muss sie feststellen, dass Colin sich nicht immer unter Kontrolle hat. Auch ein übereifriger Polizist will Colin dorthin bringen, wo er nach seiner Meinung hingehört – in den Knast! Als ein Verrückter versucht, Maria und ihre Familie zu attackieren, gerät alles außer Kontrolle.

 

Meine Meinung:

Diesmal hat Nicholas Sparks einen Liebesroman mit Thrillerelementen verbunden. Die Romanze beginnt zwischen zwei total unterschiedlichen Menschen. Er ist tätowiert, hat viel Muskeln und eine dunkle Vergangenheit. Sie ist das ganze Gegenteil. Familienbezogen, beständig, hübsch und gebildet. Die Protagonisten sind überzeugend dargestellt. Genauso der Wandel, den sie durchleben. Ebenso das Gefühlschaos, das beide erleben. Die Liebe kann jeden treffen, man hat jedoch die Wahl, ob man die Chance wahrnimmt oder nicht. Hier versuchen zwei ungleiche Menschen eine Beziehung aufzubauen, obwohl das Leben genügend Stolpersteine zur Hand hat. Maria hat das Glück, dass ihre Familie zur Seite steht. Bei Colin sind das seine Freunde, die Vertrauen zu ihm haben und ihn jederzeit unterstützen – trotz seiner Zügellosigkeit.

Ebenfalls hat der Autor die sexuelle Belästigung aufgegriffen und das Thema gekonnt verarbeitet.  Desgleichen der Stalker, der alles zerstört. Gleichzeitig geht es aber auch um Einwanderung und die Anstrengung sich in die Gesellschaft einzugliedern.

Wie immer stehen Emotionen und Täuschungen in den Geschichten von Nicholas Sparks hoch im Kurs. Allerdings regen sie auch zum Nachdenken an. Jeder Mensch kann sich ändern – wenn er will!

Detaillierte Beschreibungen, spannende Szenen und viel Gefühl lassen aus dieser Geschichte faszinierende Lesestunden werden.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, sie ist in Kapiteln angelegt und wird von den Protagonisten jeweils erzählt. Das Cover passt zum Geschehen. Ebenso finde ich den Titel passend.

So wie: „Wenn du mich siehst – dann renne lieber weg!“

„Eine Minute vorher, als sein Auto langsam an ihrem vorbeigefahren war, hatte sie gesehen, wie er sie anstarrte, anzüglich fast, als begutachtete er sie. Ihr erster Gedanke war gewesen, dass er eine Maske trug, was schon furchterregend genug war, aber immer noch deutlich angenehmer als die schlagartige Erkenntnis, dass das in  Wirklichkeit sein Gesicht war. Überall Blutergüsse, ein Auge zugeschwollen, das andere leuchtend rot. Sie war ziemlich sicher, dass ihm Blut von der Stirn tropfte, und hatte sich nur mit Mühe einen Schrei verkneifen können. Bitte, lieber  Gott, hatte sie gedacht, lass ihn vorbeifahren. Halt bloß nicht an.“

 

Fazit:

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn das Geschehen setzt sich aus verschiedenen Themen gekonnt zusammen.

 

5 Sterne!

 

https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-du-mich-siehst/Nicholas-Sparks/Heyne/e418178.rhd

 

Verlag: Heyne Verlag

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten

ISBN: 978-3-453-26876-0

€ 19,99 [D

 

Autor: Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in über 50 Sprachen erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt „Kein Ort ohne dich”.

 

Übersetzung: Astrid Finke

Der Giftzeichner

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Klappentext:

Seine Worte gehen unter die Haut. Und sie sind tödlich.

In einem düsteren Versorgungstunnel wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, angestrahlt vom Schein einer Taschenlampe. Auf ihrer Haut eine Botschaft, eintätowiert mit Gift anstatt mit Tinte. Vom Mörder keine Spur. Nur einen einzigen Hinweis entdeckt Amelia Sachs, als sie den unheimlichen Tunnel absucht: ein zusammengeknülltes Stück Papier, das diesen Mord mit einem lange zurückliegenden Fall verbindet, den Amelia und Lincoln Rhyme nie vergessen haben. Ein eiskalter, akribisch vorgehender Serienkiller versetzt New York schon bald in Angst und Schrecken – ein Killer, der dem legendären Knochenjäger in seiner skrupellosen Grausamkeit eindeutig das Wasser reichen kann.

 

„Vorsicht Spoiler“

Ein Serienkiller tötet Frauen durch ein Tattoo. Anstatt Tinte verwendet er Gift. Alles weißt daraufhin, dass er durch den Knochenjägerfall inspiriert ist. Jedes Tattoo ist eine Botschaft an Lincoln Rhyme und sein Team. Verzweifelt versuchen sie, eine Spur zu finden. Immer wenn sie kurz davor stehen, ihn zu fassen, kann er wieder entwischen. Währenddessen wird jeder Einzelne aus ihrem Team zu einem Opfer. Was sie allerdings nicht wissen, dass der Täter intensiv einen Terroralarm plant.

„Wärme breitete sich aus, die Angst ließ nach. Während es allmählich wieder dunkler um sie wurde und die Geräusche verstummten, sah sie seine gelben Finger, seine Raupenfinger, seine Insektenklauen abermals in den Rucksack greifen und behutsam ein Kästchen daraus hervorholen. Er stellte es mit so großer Ehrfurcht neben ihrer bloßen Haut ab, dass sie unwillkürlich an den Priester letzten Sonntag denken musste, wie er beim heiligen Abendmahl den silbernen Kelch mit dem Blut Christi ebenso respektvoll auf dem Altar platziert hatte.“

Das ist eine sehr kurze Zusammenfassung ohne das ich Details verrate. Es steckt in diesem Thriller ein breites Spektrum an Handlungen und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man den Ablauf schon kennt.


Meine Meinung:

Der Autor hat mit diesem Teil eine Vielfalt an verschiedenen Spannungsbögen geboten. Nicht nur der Serienkiller, der Morde begeht, sondern die Mission betrifft auch andere Gebiete.

Manchmal etwas bizarr, aber es ist aufeinander abgestimmt.

Die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt. Lincoln Rhyme der zwar gelähmt ist, aber sein Denkvermögen ist brillant. Genauso die Forensikexpertin Amelia Sachs, die zwar auch Ängste hat, die sie jedoch versucht zu überwinden. Ebenso überzeugend ist die Ermittlungsarbeit des Teams, welche auch in jede Einzelheit beschrieben ist.

Das Thema ist eigenwillig und hat mich nicht ganz überzeugt. Das Ende ist nicht wie erwartet, sondern die Entwicklung nimmt einen Verlauf auf den nächsten Teil.

Der Titel passt perfekt zur Geschichte, das Cover ist augenfällig. Der Klappentext hat mich mehr überzeugt, als die eigentliche Geschichte. Alles ist zwar detailliert beschrieben, aber für mich einfach nicht logisch zwingend.

Das Buch ist aus einer Reihe von Lincoln Rhyme. Es ist mein erstes Buch davon, aber trotz das ich die anderen Teile nicht kenne, konnte ich mich gut in die Geschichte hineinlesen.

 

Fazit:

Der Thriller ist spannend, die Ermittler sind erstklassig und die Teamarbeit überzeugend. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Alles in einem ein guter Thriller.

 

4 Sterne

 

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Giftzeichner/Jeffery-Deaver/Blanvalet-Hardcover/e467456.rhd

 

Verlag: Blanvalet Verlag

Taschenbuch, 576 Seiten

ISBN: 978-3-7341-0395-7

9,99 € (D)

 

Autor: Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffrey Deaver sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht.

 

Übersetzung: Thomas Haufschild

30 Sekunden zu spät

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Klappentext:

„Der 10. September 2016. Ich weiß, dass ich gerade im Seniorenheim stehe. Ich weiß, dass ich meinen Opa besuche. Ich weiß, wer ich bin. Nepomuk. Ich bin Nepomuk. Mein Opa weiß es nicht.
Meine Freundin holt mich ab, Miranda. Wir packen unsere Sachen und fahren los, Richtung Nordsee. Einfach so, von einem Moment auf den anderen, ganz spontan. Ich hasse Spontanität!
Wir kommen in Büsum an, mein Kopf tut weh, immer öfter, immer stärker. Miranda fühlt sich verfolgt, immer öfter, immer stärker. Doch ich nehme sie nicht ernst, bin abgelenkt, suche etwas. Etwas. Etwas stimmt nicht, etwas ist seltsam – was läuft hier falsch? Ich weiß es nicht.
Und dann … Tod. Zu spät. Nur ein wenig, nur 30 Sekunden. Nur 30 Sekunden früher, dann wäre … Vielleicht wäre dann alles anders.“

 

Inhalt:

Nepomuk besucht seinen Großvater im Seniorenheim, der Demenz hatte. Seine Verwirrung wechselt sich mit Klarheit ab, trotzdem ist Nepo immer depressiv, wenn er seinen Großvater verlässt. Auf dem Flur begegnet er Liliana, mit der er einen Kaffee trank, bis seine Freundin Miranda auftauchte. Nach einiger Zeit hatte Nepo die Idee, ans Meer zu fahren – nach Büsum. Er überzeugte seine Freundin, mit ihm diese Tour zu unternehmen. Alsbald machten sich die Beiden auf den Weg. In Büsum angekommen, passierten Ereignisse, die keinen guten Verlauf nahmen.

 

Meine Meinung:

Dieser Thriller ist ein All-Age-Roman, d. h., er ist für verschiedene Altersgruppen geeignet. Die Geschichte hat einen doppelsinnigen Text, der individuell wahrgenommen werden kann. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Es gibt dadurch veränderte Anfangsbedingungen, die im Laufe der Ereignisse eine andere Entwicklung hervorrufen. Die Veränderungen haben Auswirkung auf das Morgen.

Die Texte sind unterteilt in Datum und Uhrzeit. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und das Cover passt auch dazu.

Mir persönlich gefällt die Geschichte nicht so, obwohl sie ein altersübergreifendes Thema hat. Aber jeder hat einen anderen Geschmack.

 

Fazit:

Kleine Abweichungen am Anfang der jeweiligen Geschichte ergeben eine neue Veränderung im Verlauf der Entwicklung. Metapher ansprechend in diesem Thriller dargestellt.

Trotz gutem Thema, doppeldeutigem Text und klarer Ausführung konnte mich das Buch nicht überzeugen.

 

3 Sterne

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/30-sekunden-zu-spaet/

 

All-Age-Roman

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

Edition 211
ISBN 978-3-95669-075-4
176 Seiten, Klappenbroschur mit Lesezeichen
12,95 Euro

 

Autorin: Kaja Bergmann, Jahrgang 1992, studiert derzeit Deutsch und Kunst auf Lehramt in Marburg. Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Gabriel“, erschienen 2013 bei Bookspot, präsentierte die junge Autorin mit „Der Mephisto-Deal“ und “Mnemophobia” zwei spannende All-Age-Thriller. Auch ihr neuer Roman „30 Sekunden zu spät“ wird Leser ab 14 Jahren mit unerwarteten Wendungen fesseln.

Kindertotenlied

kindertotenlied

Klappentext:

Hochsommerliche Hitze und heftige Gewitter belasten die Menschen im Süden Frankreichs, als ein brutaler Mord geschieht. Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student: ausgerechnet der Sohn von Kommissar Servaz` Jugendliebe. Die Ermittlungen führen den Kommissar zu einem mysteriösen Studentenzirkel und zwingen ihn zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Amicus mihi Plato, sed magis amica veritas – Platon ist mir lieb, aber noch lieber ist mir die Wahrheit, lautet sein Motto. Doch die Wahrheit wird ihn in diesem Fall schmerzhaft an die Grenzen des Vorstellbaren bringen.

 

Zusammenfassung:

Als das Handy klingelte, stutzte Servaz. Er hatte nicht damit gerechnet, die Stimme von Marianne zu vernehmen. Seit seiner Studienzeit ist seine Exfreundin ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen, trotz des Vertrauensverlustes. Ihr Sohn wurde an einem Tatort verhaftet und Servaz sollte ihm helfen. Also schaltete Commandant Servaz als Kripo Toulouse sich in die Ermittlungen ein, nicht wissend, welche Irreführungen ihn an den Abgrund bringen.

Das Opfer eine Professorin der Ellite-Universität Marsac, an welcher auch seine Tochter studierte. Der Junge würde als Täter infrage kommen, wenn ihn nicht die Musik von Mahler irritierte. Denn die erinnerte in an den verschwundenen Serientäter. Immer mehr Details beunruhigten Servaz, außerdem hat er mit seiner eigenen Vergangenheit an dieser Ellite-Universität zu kämpfen. Zudem hat er Angst um seine Tochter, falls Hirtmann wirklich dahinter steckte. Der Serientäter könnte es auf sie abgesehen haben.

Angestiftet von einem Studienkollegen versucht die Tochter mit ihm, Nachforschungen aufzunehmen, denn die Freunde von Hugo sind ihr nicht geheuer.

Die Ermittlungen sind schwierig, denn immer mehr Faktoren kommen dazu. Servaz gerät an seine Grenzen, denn nicht nur sein Leben wird bedroht.

 

Meine Meinung:

Erst nach dem Lesen habe ich bemerkt, dass es schon ein Buch von dem Commandant Servaz gab. Es hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Geschichte, denn es gab genügend Bemerkungen und Andeutungen. Die Geschichte hat viele Begebenheiten und unterschiedliche Ereignisse, die im Laufe des Geschehens aufgedeckt werden.

Servaz als melancholischer Polizist ist brillant und die Rolle sehr glaubhaft. Auch die Figur der Polizistin Ziegler ist genial. Sie geht wie Servaz in ihrer Rolle auf und versucht ihre Chance zu ergreifen. Er hat kein richtiges Privatleben, weil er in einer Sackgasse steckt. Sie muss ihr Privatleben für sich behalten, weil es ihr vor eingestaubten Verhaltensweisen graut.

Gut finde ich auch die Darstellung von Opfern eines tragischen Unglücks. Sie sind in ihrer Psyche immer Leidtragende und können oft damit nicht umgehen, ebenso die Personen von Quälerei durch Familienangehörige.

Die Geschichte wird mit jedem Tag, der charakterisiert wird, spannender. Der Täter ist nicht eindeutig, denn es gibt viele Ereignisse, die eine Rolle spielen. Ebenso düster und bewegend ist das Leiden einer jungen Frau, die Hirtmann in seiner Gewalt hat.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, der Titel passt perfekt und auch das Cover kommt gut an. Die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt, ebenso das soziale Umfeld und die Umgebung.

 

Fazit:

Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Es gibt genügend Spannung und Dramatik, die mit jeder Seite besser wird. Ich würde jederzeit wieder eine Geschichte aus dieser Reihe lesen.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

Taschenbuch, Knaur TB
03.08.2015, 656 S.
ISBN: 978-3-426-30447-1

(€ 9,99)

Auch als E-Book erhältlich

 

http://www.droemer-knaur.de/buch/8130401/kindertotenlied

 

Autor: Bernard Minier, Jahrgang 1960, ist im Südwesten Frankreichs, in den Ausläufern der Pyrenäen, aufgewachsen. Für seine Thriller wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Neben dem Spannungsliteraturpreis Prix Polar de Cognac gewann er unter anderem den Prix polar pourpre sowie den Publikumsleserpreis der Zeitschrift Elle. Monatelang standen „Schwarzer Schmetterling“ und „Kindertotenlied“ in Frankreich auf der Bestsellerliste. Auch in Deutschland hat Bernard Minier erfolgreich den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Paris.

 

Übersetzung: Thorsten Schmidt

 

Der erste Teil von Commandant Servaz: http://www.droemer-knaur.de/buch/7774657/schwarzer-schmetterling

 

Der dritte Teil seit 1.8.16: http://www.droemer-knaur.de/buch/8190864/wolfsbeute