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Zerbrochen

Zerbrochen

Klappentext:

True-Crime-Thriller

Der dritte True-Crime-Thriller von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und SPIEGEL-Bestseller-Autor Michael Tsokos – basierend auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners.

Ein besonderer Tag für Rechtsmediziner Dr. Fred Abel: Viele Monate, nachdem er bei einem brutalen Überfall fast zu Tode kam, tritt er erstmals wieder seinen Dienst an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn der BKA-Einheit »Extremdelikte« in Beschlag genommen: Der sogenannte »Darkroom-Killer«, ein Psychopath ohne Skrupel, hält Polizei und Bevölkerung in Atem.
All dies verblasst jedoch, als Abels gerade neu gefundenes Familienglück auf dem Spiel steht: Seine 16-jährigen Zwillinge, Kinder aus einer längst vergangenen Affäre, besuchen ihn in Berlin – und werden Opfer einer Entführung. Wer hat mit Abel noch eine Rechnung offen?

 

„Vorsicht Spoiler!“

Monate ist es her, als der Rechtsmediziner Dr. Abel bei einem Überfall schwer verletzt wurde. Jetzt fängt er wieder an, zu arbeiten. Es fällt ihm nicht leicht, denn er leidet noch unter Verfolgungswahn. Als bei einer Obduktion sein Blickwinkel auf den Täter hinweist, steckt er schon wieder in der Bedrängnis. Der Täter lässt nichts unversucht, um ihn zu töten. Als seine Kinder entführt werden, weist alles auf den Darkroom-Killer hin. Dr. Abel bittet sein Freund Moewig um Hilfe. Die Suche geht bis nach Guadeloupe, der Heimat seiner Kinder. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass ein Fall aus der Vergangenheit ihn einholt.

„Nur die Eisenkette über seinem Kopf war nagelneu. Das Licht brach sich auf den rundlichen Kettengliedern, die wie poliert funkelten. Mit dem oberen Ende war die Kette um eine rostige Deckenstrebe geschlungen, am unteren Ende hing er selbst.“

Und wieder ist Dr. Abel in der Hand eines Psychopathen.

Mehr verrate ich nicht, denn das ist nur eine Kurzzusammenfassung.

 

Meine Meinung:

Der dritte Teil dieser Serie um den Rechtsmediziner Dr. Abel ist fesselnd, allerdings nicht so, wie die ersten beiden Teile. Diesmal fehlt mir die Brutalität der Taten bzw. Opferbeschreibungen.

Dr. Abel ist wieder der Hauptprotagonist und die Charakteristik passt genau zu ihm. Die Handlungsstränge stützen sich diesmal auf die Ermittlungen. Die Obduktionen stehen nicht im Mittelpunkt, sondern sind begleitend. Die Szenen sind effektiv beschrieben, sodass man eine sehr gute Vorstellungskraft der Gegebenheiten bekommt.

Es gibt viele Bestandteile in dem Geschehen. Z. B. Mord, Raub, Erpressung, minderjährige Flüchtlinge, Rücksichtslosigkeit, Quälen, Betrug, Entführung, Geheimdienst, Triebtäter – um ein paar zu nennen.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Sie verliert nicht an Dramatik und Neugier am Geschehen. Der Verlauf ist in Kapiteln angelegt, die mit Standort und Zeitabschnitt versehen sind. Die Schauplätze und Protagonisten haben viele Fiktionen, die allesamt glaubhaft dargestellt sind.

Der Titel passt hervorragend, denn der Rechtsmediziner zerbricht fast, als er feststellen muss, dass seine Kinder in der Hand eines Psychopathen sind.

Ich finde diese Serie aus der True-Crime-Reihe sehr gut. Jede Geschichte um Dr. Abel variiert in der Gestaltung entsprechender Vorgänge. Man kann sich kaum vorstellen, dass das Geschehen auch auf echte Fälle beruht.

    

Fazit:

Mir fehlt diesmal das Entsetzen, was man empfindet, wenn man die Charakterisierung entsprechender Handlungen lesen kann. Das war bei den ersten beiden Geschichten herausgehoben.

Aber trotzdem ist die Mischung aus Thriller und Krimi ereignisreich und spannend, denn es ist ein sehr vielseitiger Werdegang vorhanden.

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-51970-7

Klappenbroschur, Knaur TB, 432 Seiten

€ 14,99 (D)

Link: https://www.droemer-knaur.de/buch/9048988/zerbrochen

 

Autoren:

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.

Das Haus in der Nebelgasse

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Klappentext:

London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Die Lehrerin Matilda Gray unterrichtet an einer Mädchenschule. Als die Schülerin Laura zum Unterrichtsbeginn nicht mehr erscheint, macht sie sich Gedanken. Als sie eine Karte von der Reise des Mädchens erhält, sind ihre Sorgen groß, denn sie muss sich Mühe geben, die Nachricht aufzuschlüsseln. Dabei hilft ihr ihre Vermieterin Mrs. Westlake, Mr. Arkwright und ganz besonders Professor Fleming. Matilda hätte nie gedacht, dass diese Nachricht sie in die Geschichte von Londons entführt. Jahrhunderte später muss sie ein Geheimnis aufklären, um die Existenz eines Mädchens zu retten. Sie verliert dabei ihren Job, findet aber die Liebe.

Das ist eine Kurzzusammenfassung, ohne Details zu verraten.


Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt 1665 mit einer Notiz eines Mädchens. Die Schrift ist in kursiv, sodass man jederzeit ein handgeschriebenes Schriftstück erkennt. Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt, versehen mit einer Überschrift, in der man das Jahrhundert erkennt. Die Historik ist in zwei verschiedenen Jahrhunderten angesiedelt, und zwar 1665 und 1900. Es gibt zwei Handlungsstränge, die aber einen Werdegang verfolgen.

Die Protagonisten sind effektiv beschrieben. Matilda, die selbstbewusst ist und nicht in das Rollenbild der damaligen Frau passt. Sie versucht als Lehrerin, den Mädchen den Wert zur Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu vermitteln. Was jedoch nicht gern gesehen wird.

Matilda ist von sich selbst überzeugt, aber dennoch angreifbar. Sie ist couragiert, obwohl sie damit Anstoß erregt.

Auch Professor Fleming überzeugt in seinem Gesamtbild. Er ist studiert, selbstsicher und mit der Zeit gehend.

Oder der Vormund von Laura, Mr. Easterbrook, der für seinen Hass sogar über Leichen geht.

Ferner ist das Umfeld überzeugend dargestellt, ebenso ist das Milieu der betreffenden Zeit anschaulich beschrieben. Die Autorin hat den Zusammenschluss verschiedener Jahrhunderte gut gemeistert.

Der Titel passt perfekt, ebenso das Cover des Buches.

Die Geschichte liest sich flüssig. Sie fängt etwas langatmig an, aber dann wird sie immer spannender.

Es ist alles in der Geschichte enthalten, was Auswirkung in der Geschichte hat – Historik, Verrat, Hass, Mord, Emanzipation und Liebe.

 

Fazit:

Eine gelungene Geschichte, die die Historik von London gut aufzeigt und mit ihrem Werdegang überzeugt.

 

4 Sterne


Link: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-in-der-Nebelgasse/Susanne-Goga/Diana/e485443.rhd#info

 

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten,

ISBN: 978-3-453-35885-0

€ 9,99 [D]

Dianaverlag

 

Autorin: Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Sie wurde mit dem DeLiA-Literaturpreis sowie dem Goldenen Homer ausgezeichnet und ist seit 2016 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Im Licht der Korallenblüte

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Klappentext:

Die australische Anwältin Cassie befindet sich in einer Lebenskrise. In einem kleinen Dörfchen an der australischen Küste will sie zur Ruhe kommen und in einem alten Bootshaus ein Restaurant eröffnen.
Als sie dem attraktiven Tierarzt Michael begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Alles scheint gut, doch als ein reicher Geschäftsmann, Ricardo d’Aquino, ihr unerwartet eine hohe Summe vermacht, zieht sie den Zorn seiner einflussreichen Familie auf sich. Gemeinsam mit Michael ergründet Cassie, wie es zu der Erbschaft kam – und stößt dabei auf das wohl gehütete Familiengeheimnis, das ihren Vater und die d’Aquinos verbindet …

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Giuseppe kennt nichts anderes als seine kleine Insel in Italien. Bisher war er damit zufrieden, denn seine Familie sind geachtete Fischer. Bis er den Schäfer der Insel und seine Tochter kennenlernt. Alfonso hatte die Welt gesehen, bis er sich auf der Insel niedergelassen hatte. Er war belesen und klug, was er auch an seine Tochter weitergegeben hatte. Giuseppe führte nicht nur lange Gespräche mit Alfonso, sondern der brachte ihm auch lesen bei. Der Erste Weltkrieg beeinflusste nicht nur Italien, sondern auch Giuseppe. Er wollte die Insel verlassen und in Amerika sein Glück versuchen. Mithilfe seiner Familie konnte er eine Passage auf einem Schiff buchen. Aber anstatt nach Amerika bestieg Giuseppe ein Schiff nach Australien. Auf dem Schiff lernte er auch andere Italiener kennen, ebenso Bridget, auf die in Australien ein Ehemann wartete. Sie verlieren sich aus den Augen, als das Schiff in Australien landet.

Als Cassie sich von ihrem Job und Mann trennt, versucht sie in Whitby Point zur Ruhe zu kommen. Das gelingt ihr auch, dabei ist ihr ein zugelaufener Hund eine große Hilfe. Durch ihn lernt sie einen netten Tierarzt kennen, der sie unterstützt. Auf einer Erkundung des Areals findet sie ein altes Bootshaus und sie ist davon begeistert. Cassie möchte daraufhin ein Restaurant eröffnen. Bei einer Familienfeier stellt Michael ihr seine Familie vor, allesamt Italiener. Die Eröffnung des Restaurants läuft prima und Cassie ist glücklich, bis eines Tages Michaels Onkel Riccardo verstirbt. Der hatte ihr ein Vermögen hinterlassen und Michaels Familie ist außer sich vor Wut. Cassie kann es selbst nicht fassen und versucht die Hintergründe aufzudecken.

 

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein Roman, der sich mit Auswanderung und Eingliederung beschäftigt. Der Zeitraum umfasst nicht nur den Ersten Weltkrieg, sondern auch den Zweiten. Anhand einer Familie wird eine Geschichte erzählt, die nicht nur die Vergangenheit umfasst, sondern auch das Morgen. Inwieweit eine Entscheidung auch die zukünftige Generation einschließt und es Konsequenzen gibt.

Die Autorin hat nicht nur Australien als Ort gewählt, sondern die Geschichte beginnt in Italien. Die Umgebung ist in beiden Ländern gut beschrieben, als wenn man das Meer sehen könnte, so groß ist die Fiktion, welche die Schrift in Bilder umsetzt.

Die Protagonisten sind gut gewählt, sie sind glaubhaft dargestellt und überzeugen in ihrer Rolle. Gerade Giuseppe, der nur seine kleine Insel kennt und damit zufrieden ist, bis er die Augen geöffnet bekommt. Damit verändert sich nicht nur seine Sichtweise, sondern er selbst auch.

Es gibt zwei Handlungsstränge, die in verschiedenen Zeiträumen angesiedelt sind und sich dennoch miteinander verbinden. Die Familiengeschichte beinhaltet ein großes Spektrum – Auswanderung, Neuanfang, Krieg, Liebe, Schuld und Sühne. Dazu malerische Orte, welche ein Hauch Abenteuer vermitteln.

Das Cover passt zur Handlung und vermittelt die Exotik des Landes.

 

Fazit:

Eine eindrucksvolle Geschichte, in der die Familie im Vordergrund steht. Atemberaubende Landschaften und tief greifende Gefühle geben dem Geschehen eine besondere Note.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

 

5 Sterne

 

Link: https://www.droemer-knaur.de/buch/8376125/im-licht-der-korallenbluete

 

Verlag: Knaur Verlag

Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN: 978-3-426-51800-7

€ 9,99

 

Autorin: Di Morrissey ist die erfolgreichste Autorin Australiens. Als Journalistin arbeitete sie für Frauenmagazine, Radio und Fernsehen, schrieb Drehbücher und Theaterstücke und wirkte an zahlreichen TV-Produktionen mit. Sie lebt heute auf einer Farm in Byron Bay, New South Wales.

 

Übersetzung: Sonja Schuhmacher, Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiß, Kollektiv Druck-Reif

 

Demon – Sumpf der Toten

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Klappentext:

In der Kleinstadt Exmouth an der Küste von Massachusetts soll Special Agent Pendergast den Raub einer wertvollen Weinsammlung aufklären. Im Weinkeller stößt er überraschend auf eine frisch zugemauerte Nische. Hinter der Wand sind Ketten zu finden, außerdem ein menschlicher Fingerknochen. Offenbar wurde hier vor langer Zeit jemand lebendig eingemauert. Die Einbrecher haben das Verlies geöffnet, das Skelett herausgeholt und die Mauer wieder geschlossen – der Weinraub war anscheinend reine Ablenkung. Schnell muss Pendergast lernen, dass Exmouth eine äußerst dunkle Vergangenheit hat. Das Skelett ist nur der erste Hinweis auf eine Verfehlung aus alter Zeit, die bis heute ungesühnt ist.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Die Ruhe wurde gestört, als ein Künstler Pendergast um die Aufklärung seines Weindiebstahls bat. Erst wollte der Agent ablehnen, aber der Preis war eine Flasche seltenen Weines. Mit Constance machte er sich auf den Weg nach Exmouth. Dort stellte er fest, dass der Weindiebstahl nur vorgetäuscht war. Die Täter entwendeten ein Skelett, das in einer zugemauerten Spalte war. Mit akribischer Sorgfalt, versuchte Pendergast die Tat aufzuklären. Die Bewohner machten es ihm dabei nicht leicht, denn die Stadt steckte tief im Verbrechen drin. Außerdem war da noch der Hexenzirkel, deren er keine Beachtung schenkte, bis dass Monster auch vor ihm keinen Halt machte.

Dies ist die Kurzfassung der Geschichte.

 

Meine Meinung:

Das ist ein neuer Fall für Special Agent Pendergast. Diesmal ermittelt er privat und steckt zum Schluss in Schwierigkeiten, weil er einer Sache wenig Beachtung schenkte. Trotz seiner Gabe der schnellen Gedankenspiele.

Die Geschichte beinhaltet überraschende Begebenheiten, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Es ist zwar ein Thriller, der aber gespickt ist mit Abenteuer. Die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben, ebenso das Umfeld. Es passt einfach zu dem exentrischen Ermittler.

Man hat ebenso eine gute Vorstellungskraft – z. B. wenn ein Schiff auf den Klippen zerschellt. Auch das Monster, welches Mordent durch die Stadt zieht, ist gut getroffen.

Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, die mit Tybanezeichnungen beginnen. Das hat mit den Hexen zu tun, aber mehr verrate ich nicht.

Auch diesmal werden Morde begangen, weil die Gier nach Macht und Reichtum groß ist. Entsetzt war ich wegen des Endes, aber ich hoffe auf positive Aufklärung beim nächsten Teil.

Das Cover zieht zwar fesselnd aus, aber ich hätte ein anderes gewählt, was zur Geschichte passt. Der Text lässt sich flüssig lesen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ich liebe diese Reihe um Agent Pendergast, denn die Geschichten sind spannend und ein wenig abenteuerlich. Ich bin jedes Mal fasziniert, denn die Themen sind immer anders und nie langweilig. Diesmal sogar faktischer als sonst.

Leider muss ich warten, bis ich weiß, wie es mit Agent Pendergast weiter geht.

 

Fazit:

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist facettenreich, spannend und hat einige Begebenheiten, die erst einer Demaskierung bedürfen.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-65402-6

Hardcover, 416 Seiten

€ 19,99 (D)

 https://www.droemer-knaur.de/buch/9048641/demon-sumpf-der-toten

 

Autoren: Douglas Preston wohnt mit seiner Familie an der US-Ostküste. Er hat studiert und schreibt inzwischen mit seinem Freund Lincoln Child zusammen Bücher.

Lincoln Child wohnt mit seiner Familie in New Jersey.  Auch er hat studiert und ist inzwischen Vollzeitschriftsteller. Zusammen arbeiten sie an der Reihe um Agent Pendergast. Die Bücher landen alle als Bestseller im Buchhandel.

Der Giftzeichner

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Klappentext:

Seine Worte gehen unter die Haut. Und sie sind tödlich.

In einem düsteren Versorgungstunnel wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, angestrahlt vom Schein einer Taschenlampe. Auf ihrer Haut eine Botschaft, eintätowiert mit Gift anstatt mit Tinte. Vom Mörder keine Spur. Nur einen einzigen Hinweis entdeckt Amelia Sachs, als sie den unheimlichen Tunnel absucht: ein zusammengeknülltes Stück Papier, das diesen Mord mit einem lange zurückliegenden Fall verbindet, den Amelia und Lincoln Rhyme nie vergessen haben. Ein eiskalter, akribisch vorgehender Serienkiller versetzt New York schon bald in Angst und Schrecken – ein Killer, der dem legendären Knochenjäger in seiner skrupellosen Grausamkeit eindeutig das Wasser reichen kann.

 

„Vorsicht Spoiler“

Ein Serienkiller tötet Frauen durch ein Tattoo. Anstatt Tinte verwendet er Gift. Alles weißt daraufhin, dass er durch den Knochenjägerfall inspiriert ist. Jedes Tattoo ist eine Botschaft an Lincoln Rhyme und sein Team. Verzweifelt versuchen sie, eine Spur zu finden. Immer wenn sie kurz davor stehen, ihn zu fassen, kann er wieder entwischen. Währenddessen wird jeder Einzelne aus ihrem Team zu einem Opfer. Was sie allerdings nicht wissen, dass der Täter intensiv einen Terroralarm plant.

„Wärme breitete sich aus, die Angst ließ nach. Während es allmählich wieder dunkler um sie wurde und die Geräusche verstummten, sah sie seine gelben Finger, seine Raupenfinger, seine Insektenklauen abermals in den Rucksack greifen und behutsam ein Kästchen daraus hervorholen. Er stellte es mit so großer Ehrfurcht neben ihrer bloßen Haut ab, dass sie unwillkürlich an den Priester letzten Sonntag denken musste, wie er beim heiligen Abendmahl den silbernen Kelch mit dem Blut Christi ebenso respektvoll auf dem Altar platziert hatte.“

Das ist eine sehr kurze Zusammenfassung ohne das ich Details verrate. Es steckt in diesem Thriller ein breites Spektrum an Handlungen und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man den Ablauf schon kennt.


Meine Meinung:

Der Autor hat mit diesem Teil eine Vielfalt an verschiedenen Spannungsbögen geboten. Nicht nur der Serienkiller, der Morde begeht, sondern die Mission betrifft auch andere Gebiete.

Manchmal etwas bizarr, aber es ist aufeinander abgestimmt.

Die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt. Lincoln Rhyme der zwar gelähmt ist, aber sein Denkvermögen ist brillant. Genauso die Forensikexpertin Amelia Sachs, die zwar auch Ängste hat, die sie jedoch versucht zu überwinden. Ebenso überzeugend ist die Ermittlungsarbeit des Teams, welche auch in jede Einzelheit beschrieben ist.

Das Thema ist eigenwillig und hat mich nicht ganz überzeugt. Das Ende ist nicht wie erwartet, sondern die Entwicklung nimmt einen Verlauf auf den nächsten Teil.

Der Titel passt perfekt zur Geschichte, das Cover ist augenfällig. Der Klappentext hat mich mehr überzeugt, als die eigentliche Geschichte. Alles ist zwar detailliert beschrieben, aber für mich einfach nicht logisch zwingend.

Das Buch ist aus einer Reihe von Lincoln Rhyme. Es ist mein erstes Buch davon, aber trotz das ich die anderen Teile nicht kenne, konnte ich mich gut in die Geschichte hineinlesen.

 

Fazit:

Der Thriller ist spannend, die Ermittler sind erstklassig und die Teamarbeit überzeugend. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Alles in einem ein guter Thriller.

 

4 Sterne

 

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Giftzeichner/Jeffery-Deaver/Blanvalet-Hardcover/e467456.rhd

 

Verlag: Blanvalet Verlag

Taschenbuch, 576 Seiten

ISBN: 978-3-7341-0395-7

9,99 € (D)

 

Autor: Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffrey Deaver sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht.

 

Übersetzung: Thomas Haufschild

Das Ende des Teufelsfürsten

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Klappentext:

Buda, März 1463

Als die vierzehnjährige Bojarentochter Floarea bei einem Bankett am Hof des ungarischen Königs plötzlich dem Mörder ihres Vaters gegenübersteht, werden alte Alpträume lebendig. Vlad Draculea, der entmachtete Woiwode der Walachei, ist zwar des Hochverrats beschuldigt worden. Doch seine Hinrichtung lässt auf sich warten. Anstatt ihn wie einen gemeinen Verbrecher zu behandeln, hat ihn der König unter Hausarrest gestellt und präsentiert ihn immer wieder als barbarische Attraktion an seinem Hof. Die Wut, der Hass und die Angst vor dem Ungeheuer, das über hunderttausend Menschen auf dem Gewissen hat, lassen Floarea den Entschluss fassen, den Woiwoden zu töten. Auch wenn sie dadurch ihr eigenes Todesurteil unterschreibt.

Zur gleichen Zeit beschließt der fünfzehnjährige Carol, der Sohn von Vlad Draculea, endlich den Plan in die Tat umzusetzen, den er nach dem Fall seines Vaters geschmiedet hat: Er will herausfinden, ob seine ehemalige Spielgefährtin Floarea noch am Leben ist. Erbost über die Zustände am Hof seines Onkels Radu flieht er, als Sultan Mehmed ihn zum Befehlshaber seiner Armee von Panzerreitern ernennen will. Der Sultan setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Mit den Verfolgern auf den Fersen macht sich Carol auf zu einer Suche, die von Anfang an unter einem schlechten Stern steht …

 

Kurzzusammenfassung:

Vlad ist der Gefangene von Matthias Corvinus. Anstatt ein Todesurteil wartet eine Braut auf ihn. Ilona ist die Base des ungarischen Königs. Er heiratet sie gern, denn dadurch hofft er gegen seinen Bruder in den Krieg zu ziehen. Für diese Offerte ist ihm alles Recht, auch sein Glaube, den er aufgeben soll.

Sein Sohn Carol konnte indes aus dem türkischen Reich fliehen. Er will sich in die Dienste des ungarischen Königs stellen, außerdem sucht er Floarea, das Mädchen aus Kindertagen. Diese ist inzwischen eine Hofdame der Königin. Sie glaubt, dass Vlad tot ist und schüttert, als sie feststellen muss, dass er bald Ilona heiratet. Der Hass gegen ihn ist größer und Floarea will ihn töten.

Carol und Floarea treffen sich am Hofe des Königs wieder. Auch Carol hasst seinen Vater und will ihn tot sehen. Erstaunt muss er feststellen, dass Floarea die Tat schon umgesetzt hatte. Carol rettet sie und ihre Tante, weil ihr Leben auf dem Spiel steht. Ihnen bleibt nur die Flucht.

 

Vlad holte aus und schlug mit so viel Kraft zu, dass die Frau an dem Haken hin und her schaukelte.“

 

Wenn ihr wissen wollt, ob Vlad stirbt, dann müsst ihr das Buch schon selbst lesen. Das verrate ich nicht.

 

Meine Meinung:

Dieser Teil schließt direkt an das vergangene Buch an. Es wäre schon von Vorteil, wenn man den Vorgänger gelesen hat, denn sonst fehlt die direkte Durchsicht. Es wird zwar auf die vorangegangenen Bücher eingegangen, aber die Zusammenhänge fehlen.

Diesmal ist Vlad Draculea nicht mehr der Teufelsfürst, denn er ist der Gefangene. In seinem Wesen ist er zwar immer noch erbarmungslos, aber er muss sich anpassen.

Die Szenen sind diesmal auch nicht mehr so grausam, denn es gibt keinen Krieg, wo Vlad wüten kann. In dieser Trilogie ist dieser letzte Teil der gemäßigtere Teil in Bezug auf blutrünstige Szenen. Obwohl man die ja von Vlad, den Pfähler erwartet. Also ist der Leser auch darauf vorbereitet.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich aber miteinander verbinden. Die Protagonisten sind gut beschrieben, denn sie sind authentisch. Vlad ist kein Lamm, aber dennoch muss er sich selbst zähmen, um nicht selbst unterzugehen. Auch der Hass, wenn man selbst Gewalt zu spüren bekommen hat. Überzeugend!

Die Geschichte ist in Kapiteln unterteilt, die jeweils mit Überschrift versehen ist. Das Geschehen lässt sich flüssig lesen, ebenso passt das Cover hervorragend zu Vlad Draculea.

Am Ende gibt es ein Nachwort und die Bibliografie.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir die beiden blutrünstigen Teile besser gefallen haben. Da gegenüber ist dieser Teil harmlos, aber für das Ende dieser Trilogie passend.

Ein guter historischer Roman, den man seine Recherche anmerkt und aus der Schrift Bilder im Kopf werden lässt.

Fazit:

Nicht vergleichbar mit den beiden ersten Teilen, denn diese Geschichte ist im Verhältnis dazu recht harmlos. Aber trotzdem ist der Abschluss gut geschrieben, interessant und abwechslungsreich.

4 Sterne

 

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

Edition Aglaia
ISBN 978-3-95669-065-5
320 Seiten,
gebunden mit Lesezeichen
16,95 Euro

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/das-ende-des-teufelsfuersten/

 

Autorin: Silvia Stolzenburg wurde 1974 geboren und studierte Germanistik und Anglistik an der Universität in Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie über zeitgenössische Bestseller und fasst in dieser Zeit auch den Entschluss, selbst Roman zu schreiben. So befasst sie sich mit der Geschichte der Stadt Ulm und begann mit einer Trilogie, deren erster Teil Die Launen des Teufels 2010 bei Bookspot erschien. Der zweite Teil Das Erbe der Gräfin erschien 2011. Die Trilogie erzählt die fiktiven Schicksale der Menschen um den Ulmer Münster. Silvia Stolzenburg arbeitet derzeit als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb.

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Klappentext:

Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Virusinfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben.
In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab – sogar das Leben von Joe und David.

 

„Vorsicht Spoiler“ – Inhalt:

Ally studiert und ist leidenschaftliche Musikerin, sie spielt Trompete. Eines Tages springt sie für einen kranken Trompeter ein. Da lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Sie verlieben sich und haben eine gefühlsbetonte Liebesbeziehung. Bei den Studenten lernt Ally dann Charlotte kennen. Sie werden Freundinnen. Emotionelle Empfindungen beeinträchtigen die Beziehung, welche in die Brüche geht, genauso die Freundschaft mit Charlotte.

Später lernt Ally Joe kennen und verliebt sich in ihn.

Charlotte kann ihr Glück nicht fassen, als ihre große Liebe um ihre Hand anhält.

Jahre später treffen die beiden Frauen im Krankenhaus aufeinander. Sie stellen fest, dass beide Ehemänner um ihr Leben ringen. Ihre Trauer hilft ihnen, sich den Erinnerungen zu stellen. Aber nicht nur die Bewältigung ihrer Vergangenheit steht auf dem Spiel, sondern das Überleben der Männer.

 

„„Dürfen wir reinkommen?“ Ich wolle schon nein sagen, weil ich nicht wollte, dass das hier real war. Ich wollte die Tür schließen – sie ihnen sogar vor ihren mitfühlenden Gesichtern zuschlagen – und ihnen erklären, dass sie vor dem falschen Haus standen, vor der falschen Frau, dass es um den falschen Mann ging.“

 

Wer kann es Ally verdenken – jeder würde so handeln wollen, wenn die Polizei vor der Tür steht.

 

Ich kann nicht das ganze Geschehen aufschreiben, denn ich möchte euch nicht die Faszination der Geschichte vorenthalten. Ich habe die Geschichte nur kurz aufgezeigt, es sind immerhin über 400 Seiten.

 

Meine Meinung:

Seufz!!! Taschentücher braucht ihr auf jeden Fall, denn die Seiten der Geschichte werden immer trauriger. Im Laufe des Geschehens kann man sich die Wendungen schon vorstellen, aber trotzdem wird man von den Emotionen überrollt. Das Buch hat alles, was ein Frauenroman braucht. Liebe – Schmerz – Verlust – Neuanfang!

Der Lebensbereich und die Atmosphäre lassen die zentralen Figuren sehr authentisch wirken. Man leidet mit ihnen und möchte am liebsten die Seiten umschreiben, sodass die Problemlösung eine andere wäre. Von Anfang des Geschehens wird man in die Problematik hineingezogen, man kann das Buch nicht weglegen. Es ist eine Sucht, unbedingt zu wissen, wie das Geschehen weitergeht.

Die erste Liebe wird ebenso beschrieben, wie die Disharmonie in einer Beziehung. Der Schmerz, wenn eine Liebe zu Ende geht. Die langsame Besinnung, wenn man merkt, dass man bereit für ein neues Gefühl ist. Dann der Verlust, wenn der geliebte Mensch zu früh verstirbt. Ebenso wenn die Freundschaft mit der Freundin zerbricht.

In den Vorbehaltungen, den Ängsten und Erwartungen der Protagonisten kann man sich hineinversetzen.

Die Autorin hat nicht nur sinnbildlich geschrieben, sondern ergreifend und aufwühlend.

Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, die Schriftart der Überschrift ist unterlegt mit einem Mond und Musiknoten. Der Text lässt sich flüssig lesen. Beide Frauen erzählen ihr Erlebnis, dargestellt jeweils durch ihre Vornamen.

Das Cover passt sehr gut, ebenso die Überschrift. So bewegend wie die Geschichte.

 

Fazit:

Eine sehr emotionelle Geschichte, die den Leser mit jeder Seite in ihren Bann zieht. Dramatisch und herzergreifend! Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, deswegen bekommt es fünf Sterne von mir.

 

5 Sterne

 

 

Verlag: Verlagsgruppe Droemer Knaur

Klappenbroschur, Knaur TB
464 Seiten

ISBN: 978-3-426-51935-6
€ 10,99

http://www.droemer-knaur.de/buch/9048223/der-klang-deines-laechelns

 

Autorin: Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihren Spiegel-Bestsellern „Die Achse meiner Welt“ und „Die Nacht schreibt uns neu“ erscheint mit „Der Klang deines Lächelns“ die dritte emotionale und hochdramatische Liebesgeschichte.

Übersetzung: Sonja Rebernik-Heidegger