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Die Frauen am Fluss

Die Frauen am Fluss von Katherine Webb

Klappentext:

England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Irene hat für das dörfliche Leben keine Affinität. Aber durch ihre Heirat war sie gezwungen, sich anzupassen, was ihr äußerst schwer fiel. Zugleich machte ihr Nancy, die alte Tante von Alistair zu schaffen. Dazu war sie unglücklich verliebt und somit hatte ihre Ehe keinen guten Start. Das Unheil nahm jedoch seinen Lauf, als ihr Mann ermordet wurde. Der angebliche Täter war schnell gefasst. Seine Familie war verzweifelt, trotzdem versuchte seine Schwester Pudding alles, um ihren Bruder zu retten. Irene war zu diesem Zeitpunkt selbstquälerisch und mutlos. Erst durch Pudding und die gemeinsame Suche nach dem wirklichen Täter konnte sie eine Verbindung zu ihrem Leben herstellen.

Das junge Mädchen hatte ein Problem – sie konnte nicht reden. Für die Familie eine große Belastung, Clemmie störte es meistens nicht, bis sie sich verliebte. Viele Probleme hätten verhindert werden können, viel Leid wäre den Betroffenen erspart geblieben, wenn Clemmie sich hätte ausdrücken können.

 

Meine Meinung:

Der historische Roman hat fast 500 Seiten. Er lässt sich allerdings ohne Stocken lesen. Das Cover passt wunderbar zum Inhalt, ebenso der Titel.

Es sind Frauen, die die Hauptakteure des Geschehens sind. Dazu gibt es zwei Handlungsstränge. Beide Ereignisse sind miteinander verflochten. Der Aufbau der Geschichte ist ungewöhnlich und deshalb aus dem Rahmen fallend. Gut beschrieben ist der Alltag der Protagonisten, ebenso die Lebensbedingungen der Dorfgemeinde und deren Gemeinsamkeit.

Im Inhalt geht es um Schuld und Gewissen, die individuellen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges, Aberglauben und Mord. Natürlich geht es auch um Liebe, die eine Einwirkung auf das Geschehen hat.

Die Protagonisten passen zwar mit ihren Charakteren überein, aber gelungen finde ich sie nicht ganz. Irene ist mir einfach zu blutarm. Auch der Wandel zum Schluss macht sie nicht interessanter. Pudding ist das ganze Gegenteil, dem ungeachtet eine weibliche Person und dazugehört sie zur Unterschicht. Sie könnte zu der damaligen Zeit gar nicht so die Initiative ergreifen. Auch die Freundschaft zwischen den Frauen ist nicht überzeugend, da die Standesunterschiede zu groß sind.

Beachtenswert finde ich das Ambiente und die Atmosphäre. Vollkommend überzeugend!

Der Spannungsaufbau wird immer besser, denn es gibt eine Wendung des Geschehens.

Trotz ein paar Unklarheiten hat mir die Geschichte gefallen. Gerade das Geschehen um Clemmie. Deswegen gibt es 4 Sterne von mir.

 

 

Fazit:

Ein behutsamer Frauenroman, der historisch gut betrachtet werden kann. Handlung und Hergang ist interessant und etwas traurig.

 

4 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Frauen-am-Fluss/Katherine-Webb/Diana/e532631.rhd#biblios

 

Originaltitel: The Hiding Places
Originalverlag: Orion

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-29207-9

€ 20,00 [D]

Verlag: Diana

 

 

Autorin: Katherine Webb, geboren 1977, studierte Geschichte an der Durham University und arbeitete mehrere Jahre als Wirtschafterin auf herrschaftlichen Anwesen. Nach ihrem großen internationalen Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten die Romane »Das Haus der vergessenen Träume«, »Das verborgene Lied«, »Das fremde Mädchen« und »Italienische Nächte«, die allesamt SPIEGEL-Bestseller wurden. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt die Autorin heute in der Nähe von Bath, England.

 

Übersetzung: Babette Schröder

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DNA

 

DNA von Yrsa Sigurdardottir

Klappentext:

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Huldar hat das erste Mal einen wichtigen Fall übertragen bekommen. Als er an dem Tatort auftaucht, erblickt er nicht nur die Leiche, sondern auch ein kleines Mädchen. Sie war unter dem Bett versteckt und ist eine wichtige Zeugin im Mordfall ihrer Mutter. Dazu muss er ausgerechnet mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten, mit der er eine Nacht verbracht hatte. Das macht alles viel schwieriger. Die Ermittlungsarbeit ist aufreibend und bringt sie einfach nicht weiter. Die Zeit drängt, denn das Mädchen hatte gehört, dass ein weiterer Mord geschehen soll. Die Ermittler können es nicht verhindern und eine weitere Frau wird das Opfer des Killers. Als durchsickert, dass es eine Zeugin gibt, muss das Mädchen unter Polizeiaufsicht gestellt werden. Endlich konnte ein Durchbruch erzielt werden, als das verschwundene Handy des Opfers geortet wurde. Huldar und sein Team konnten daraufhin den Täter festnehmen, denn alle Indizien deuteten auf ihn.

  

Meine Meinung:

 „Als sie schließlich aufbrach, war auf ihrem Weg durchs Krankenhaus nichts mehr von den Kindern zu sehen. Auch nicht am Ausgang oder auf dem halbleeren Parkplatz davor. Ihr neues Leben hatte sie mit Haut und Haaren verschluckt.“

So endet der Prolog! Diese Handlung ist der Hintergrund des Geschehens in der Geschichte.

Die Protagonisten sind effektiv gewählt. Sie passen gut mit ihren Charakteren überein. Sympathisch finde ich Freyja. Sie ist eine junge Frau, die versucht nach einer gescheiterten Beziehung neu anzufangen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht das Beste aus jeder Problematik zu machen. Huldar ist ein junger Mann, der unbedarft in Situationen gerät, die er hinterher bereut. Dabei ist er intelligent und prüfend, nur manchmal eben arglos.

Bei Karl weiß ich nicht, ob ich ihn bemitleide oder nur den Kopf schütteln soll. Er ist ein absoluter Eigenbrötler, hat aber trotzdem Sehnsucht nach Anbindung.

Der Täter ist gestört, denn die Morde sind unbegreiflich und grausam. Die Mordwerkzeuge sind ausfallend, denn man bringt sie nicht mit Verbrechen in Verbindung. Erst bei der pathologischen Untersuchung des Opfers werden die Merkmale beschrieben.

Es gibt einzelne Handlungsstränge und die jeweiligen Perspektiven. Im Laufe des Geschehens führen sie zusammen. Die Tiefgründigkeit dieser Geschichte ergibt sich durch die Handlungsabläufe, aber auch durch die autoritären Protagonisten. Ich hatte einen anderen Täter im Verdacht, war deshalb über den tatsächlichen Täter absolut erstaunt. Fabelhafte Wendung des Geschehens!

Das Geschehen lässt sich flüssig lesen und der Spannungsbogen wird zum Schluss eindrucksvoll. Es gab zwar ein paar Seiten, die etwas weitschweifig waren, tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Dafür sind die nachfolgenden Seiten spannend.

Detailliert sind die Atmosphäre und der Lebensbereich der Protagonisten. Die Geschichte ist in Kapiteln angelegt.

Der Titel passt präzise. Das Cover ebenso. Jetzt weiß ich auch, was das Klebeband für eine Bedeutung hat.

Das Thema des Buches sind nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen oder ein gestörtes Familienleben, sondern auch die Ermittlungsarbeit der Polizei. Aber auch die Adoption und wie wichtig die Herkunft für die betreffende Person ist, spielt eine große Rolle.

 

Fazit:

Der Thriller ist perfekt! Er enthält elementare Themen, ist hart und fesselnd.

 

5 Sterne

 

Originaltitel: DNA
Originalverlag: Veröld

Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71575-6

€ 10,00 [D]

Verlag: btb

 

Einen Blick in das Buch gibt es hier:

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/DNA/Yrsa-Sigurdardottir/btb-Taschenbuch/e522833.rhd#info

 

Autorin: Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

 

Übersetzung: Anika Wolff

 

 

Die Schönheit der Nacht

Die Schönheit der Nacht

Klappentext:

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt – auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu – und werden danach nie wieder dieselben sein.
In der „Schönheit der Nacht“ erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers „Das Lavendelzimmer“, sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Claire ist Verhaltensbiologin, schließt keine Freundschaften und lebt für ihre Arbeit, Mann und Sohn. Ihr Mann hat unzählige Liebschaften und Claire hat sie still akzeptiert. Allerdings will sie auch die Leidenschaft spüren, sie erlaubt sich ein kurzes Liebesabenteuer. Bein Verlassen des Hotels begegnet ihr ein Zimmermädchen, kurze Worte werden gewechselt, dann bricht Claire auf. Die Ferien haben begonnen und die Familie fährt wie jedes Jahr in die Bretagne. Allerdings stellt der Sohn seine neue Freundin vor. Ausgerechnet das Zimmermädchen steht vor Claire. Worte bleiben ungewechselt, es herrscht Frieden zwischen den Frauen. Julie wird eingeladen und soll den Sommer mit der Familie verbringen. Julie war noch nie am Meer, deswegen nimmt sie die Einladung an. Der Sommer bringt eine große Herausforderung für die Familie.

 

„Oh Claire, ich weiß, und es ist nicht schön, der Mann zu sein, der eine Frau kleiner gemacht hat, als sie sein wollte, als sie sein konnte. Der ihr zugemutet hat, ich Leben zugunsten eines Kindes aufzugeben. Der dabei zugesehen hat, wie sie sich quälte in einer Welt, die für Frauen niemals ganz offensteht.“

 

„Ich wünsche dir so unendlich viel Glück, mein Kind, dachte Claire. Von Herzen wünsche ich dir ein Zuhause und Frieden und dass du eines Tages weißt, wer du bist und wer du sein kannst.“

 

Meine Meinung:

Dramatisch ist das Buch nicht, denn hier geschieht kein Verbrechen. Oder doch? Ist es kein Frevel sich zu verstellen, nur intakt sein und die Waffen zu strecken? Viele Frauen kennen das. Als Mädchen hat man seine Vorstellungen, was man entdecken will, erleben, was man alles erreichen möchte. Dann lernt man einen Mann kennen, verliebt sich, bekommt Nachwuchs und alles ist weggeblasen – kein launiges Lüftchen, sondern ein Sturm, der durch alle Bereiche des Lebens geht. Das Leben ist zwar kein Trümmerfeld, aber die eigenen Interessen und Beweggründe sind dahin. Manche Frauen sind damit zufrieden, Andere nicht! Sie vermissen etwas – sich selbst! Einige Frauen stellen sich die Frage: „Was wäre wenn? Kann man neu anfangen? Sich selbst finden?“

„Wie viele Frauen ist eine Frau? Und wie viele Jahre fließen davon, bis eine Frau das Eigene gefunden hat?“

Überzeugende Worte!

 

Die Autorin hat das gut in ihrer Geschichte verarbeitet. Dazu hat sie passende Protagonisten gestellt. Claire – selbstbewusst und dennoch pessimistisch, aber nicht depressiv. Oder Julie – jung und voller Energie. Beide Frauen entdecken viel mehr, als ihre Weiblichkeit. Dazu passen sehr gut das Umfeld und die Lebensbereiche.

Die Geschichte hat mich überzeugt, denn sie spiegelt die Charaktere und Denkweisen der Frauen. Ich vergebe 4 Sterne dafür!

 

Fazit:

Ein Frauenroman der Empfindungen auf eine andere Stufe stellt. Eine Geschichte um sich selbst zu finden.

 

4 Sterne

 

Hier kann man im Buch blättern:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9557850/die-schoenheit-der-nacht

 

Hardcover, Knaur HC
02.05.2018, 256 Seiten

ISBN: 978-3-426-65406-4

€ 18,99 (D)

E-Book (€16,99)

 

Autorin: Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman „Das Lavendelzimmer“ wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George als Jean Bagnol Provencethriller. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne.

 

 

Der Totschreiber

Der Totschreiber

Klappentext:

14 Briefe, 14 Opfer – 13 Leichen: Gänsehaut-Thrill von Steve Mosby, Englands Meister der abgründigen Spannung

Schierer Zufall bringt die Polizei auf die Spur eines Killers, der den Ermittlern jährlich höhnische Post mit Informationen über sein letztes Opfer zukommen lässt. 14 Briefe, 14 tote Frauen – doch es werden nur 13 Leichen gefunden, säuberlich verstaut in Plastikfässern. DI Will Turner ist überzeugt, dass der Mann einen Komplizen haben muss. Außerdem hat er ein sehr persönliches Interesse an dem Fall, von dem niemand erfahren darf. Als plötzlich der Krimiautor Jeremy Townsend auf dem Revier auftaucht und merkwürdige Fragen stellt, vor allem zur Anzahl der Leichenfunde, blickt Will in Abgründe, vor denen er lieber die Augen verschlossen hätte …

  

„Vorsicht Spoiler!“

Durch Zufall findet die Polizei die lang gesuchten Opfer eines Serienmörders. 13 Frauenleichen in Plastikfässern müssen jetzt obduziert werden, damit die Angehörigen benachrichtigt werden können. Gleichzeitig startet eine gnadenlose Jagd nach dem Mörder. Immer wenn das Netz sich fast zugezogen hat, ist der Täter wieder verschwunden. DI Will Turner vertraut seiner Intuition, denn irgendwas stimmt nicht. Angefangen bei dem Fehlen einer Leiche, dann das schnelle Verschwinden und die Geschichten. Er will den Täter finden, denn das ist er seinem Freund schuldig.

 

„Er hatte einen gewöhnlichen Mörder zu einer Geschichte gemacht. Jetzt war es an der Zeit, der Geschichte das Ende zu geben, das sie verdiente.“

Das ist nur eine Kurzzusammenfassung, denn mehr möchte ich nicht verraten.

 

 Meine Meinung:

Der Thriller ist theatralisch, denn das Geschehen ist vielseitig und die Handlungsabläufe wechseln ständig. Es ist nicht prägend, wie der Täter die Frauen massakriert, sondern die Suche nach ihm. Da gibt es verschiedene Faktoren, die das Geschehen beeinflussen. Wer also auf viel Blut hofft, liegt damit falsch. Im Vordergrund steht die Recherche und Erfassung des Täters.

Sehr gut dargestellt ist das soziale Umfeld, die Atmosphäre und das Ambiente. Aber auch die Charaktere der Protagonisten passen perfekt. Straffällige erkennt man nicht auf den ersten Blick.

Gut beschrieben finde ich auch die Bemühungen der Polizei, um einen Täter überhaupt überführen zu können. Das Böse lauert nicht nur im Täter, sondern auch in den Köpfen von Personen die Nötigung und Zwang ausüben.

Das Geschehen lässt sich flüssig lesen und der Spannungsbogen ist bis zum Schluss erhalten. Das Cover passt und ebenso der Titel. Das Buch ist unterteilt in Kapiteln und in fünf Teilen.

Es ist mal eine andere Sichtweise, denn Kriminelle werden nicht geboren, sondern gemacht.

Ich finde, es ist eine Mischung zwischen Thriller und Krimi. Mir hat das Buch gut gefallen, deswegen gibt es auch 4 Sterne von mir.

 

Fazit:

Durch Psychospiele, hintergründige Verhaltungsweisen und sprunghaftes Erzähltempo ergibt sich ein ereignisreicher Plot.

 

4 Sterne

 

Hier könnt ihr einen Blick in das Buch werfen:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9557859/der-totschreiber

 

Klappenbroschur, Droemer TB
02.05.2018, 400 Seiten

ISBN: 978-3-426-30644-4

14,99 € (D)

 

Autor: Steve Mosby, geboren 1976 in Horsforth/Yorkshire, studierte Philosophie und lebt als freier Schriftsteller in Leeds. Mit „Der 50/50-Killer“ gelang ihm der Durchbruch als hochklassiger Thrillerautor. Für seine bisher acht Romane erhielt er 2012 den angesehenen „Dagger in the Library“ der britischen Crime Writers‘ Association.

Übersetzung: Ulrike Clewing

 

 

 

Sommersturm über Cornwall

Sommersturm ueber Cornwall von Louisa Leaman

Klappentext:

Nina Munroe ist eine Karrierefrau mit einem attraktiven Verlobten und einer exakt geplanten Zukunft. Bis der Tod ihres Vaters alles verändert: Bei der Testamentseröffnung erfährt Nina, dass ihre Eltern ein Strandhaus an der Küste von Cornwall besaßen, das sie nun erbt: Snare Cove. Als sie das Cottage besucht, entdeckt Nina, dass das Haus den Schlüssel zu einem Geheimnis birgt, das mit dem frühen Tod ihrer Mutter zu tun hat. Unterstützt von dem Lebenskünstler Danny kommt sie allmählich ihrer Familiengeschichte auf die Spur. Nina ahnt allerdings nicht, welche Geister der Vergangenheit sie mit ihren Nachforschungen geweckt hat …

 

„Vorsicht Spoiler!“

Nina ist mit ihren Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, als ihr Vater verstirbt. Bei der Testamentseröffnung stutzt sie, als er ihr ein Strandhaus in Cornwall vererbt. Sie hatte noch nie guten Kontakt mit ihrem Vater, deswegen hatte sie mit einer Zuwendung nicht gerechnet. Nina fährt nach Cornwall, um sich das Anwesen anzusehen. Dort muss sie allerdings feststellen, dass das Haus vollkommen verwahrlost ist. Dazu soll es spuken, was mehr der Alleinlage geschuldet ist. Nina möchte eigentlich nur eins, und zwar mehr Informationen über ihre verstorbene Mutter. Aber je mehr sie fragt, desto mehr Unbehagen kommt auf sie zu. Wäre da nicht Danny, der sie unterstützt, würde sie kampflos abreisen. Zumindest muss sie ihr Leben überdenken. Was ist ihr wichtig?

 

Meine Meinung:

Eine tolle Geschichte, die mehrere Faktoren miteinander verbindet. Einmal die Werte des Lebens, dann die Bewältigung der Vergangenheit und ein Neuanfang.

Überwältigend sind auch die Bilder im Kopf, die die Autorin erzeugt. Nicht nur das wilde Cornwall, sondern auch die Beschreibung der Strandräuber oder das Leben in London. Die jeweilige Atmosphäre ist wirklich gut eingefangen und die Darstellung der Umgebung ebenso.

Es gibt einige Wendungen in der Geschichte, aber das Geschehen ist auch verbunden mit Realität und ein bisschen Mystik. Das Geschehen lässt sich flüssig lesen und ist wirklich spannend bis zum Schluss.

Die Charaktere passen den Protagonisten gut. Nina, die nicht weiß, was sie eigentlich will. Danny, der mit Leichtigkeit durch das Leben geht. Aber auch Jake, der sich vom mittellosen Studenten zum Prunksüchtigen gemausert hat. Macht Geld glücklich?

Das Cover ist faszinierend, so rätselhaft wie die Geschichte.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie beinhaltet mehrere Facetten. Dafür gibt es von mir 5 Sterne.

 

Fazit:

Mysteriös und dramatisch ist das Geschehen. Hervorragende Darstellung der Atmosphäre und des Lebensbereiches, daraus resultiert die Dynamik der Ereignisse.

 

5 Sterne

 

Einen Blick in das Buch gibt es hier:

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Sommersturm-ueber-Cornwall/Louisa-Leaman/Goldmann-TB/e511988.rhd#info

 

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Originaltitel: Last Night I Dreamt of You

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48649-6

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  21.05.2018

 

Autorin: Louisa Leaman hat bereits diverse Kinderbücher sowie Elternratgeber verfasst, bevor sie mit »Sommersturm über Cornwall« ihren ersten Roman schrieb. Sie arbeitet als Lehrerin und Verhaltenstherapeutin, ihre Artikel zu Erziehungsfragen sind u.a. im Guardian, Observer, Independent und in der Times erschienen. Louisa Leaman lebt in London.

Übersetzung: Marie-Luise Bezzenberger

 

 

Tage am Meer

Tage am Meer

Klappentext:

Eine sanfte Meeresbrise, lange Spaziergänge am Strand und gutes Essen – das ist genau das, was Olivia und ihr Mann Nick nach anstrengenden Wochen in New York brauchen. Die Einladung ihrer wohlhabenden Freunde zu einem gemeinsamen Urlaub auf Mallorca kommt daher wie gerufen. Insgeheim hofft Olivia außerdem, im Urlaub neue Aufträge als Innenarchitektin an Land zu ziehen. Denn sie und ihr Mann sind pleite, was sie Nick bisher verschwiegen hat. Dabei schwärmt der doch bereits davon, bald in ihrem neuen Strandhaus auf Sullivan’s Island an der Küste South Carolinas den Ruhestand genießen zu wollen. Als alte Konflikte die Urlaubs-Idylle auf Mallorca bedrohen, kann auch Olivia ihr Geheimnis nicht länger vor Nick verbergen.

„Gehen Sie an den Strand, tragen Sie Sonnencreme auf und stürzen Sie sich ins Lesevergnügen!“ – Booklist

 

„Vorsicht Spoiler!“

Olivia arbeitet als Innenarchitektin, bisher sehr erfolgreich. Aber jetzt hatte sie finanzielle Probleme und muss es ihrem Ehemann erzählen. Freilich hatte sie bisher den Zeitpunkt dafür für ungeeignet gehalten. Dazu steht gerade der Umzug von New York nach Charleston vor der Türe. Die Einladung auf eine Insel kam ihr gerade Recht. Reiche Freunde sollte man auch nicht vor dem Kopf stoßen, denn sie sind in ihrem Wirkungsbereich wichtig. Dazu die Offerte zur Hochzeit deren Sohnes. Aber die Traumhochzeit war eine Katastrophe. Obendrein hat ihr Mann Nick ausgerechnet jetzt von den Zahlungsschwierigkeiten erfahren. Ein einziges Desaster, aber Olivia muss erkennen, dass Freundschaft ihre Bedeutung hat.

 

Meine Meinung:

Natürlich kann man nur neidvoll davon lesen, wie Reiche sich ihren Urlaub gönnen. Aber auch sie haben ihre Probleme. Zwar ganz anderer Art, aber nicht belanglos.

Liebe, Heuchelei. Gier, Wut und Maskerade sind in der Geschichte gut umgesetzt. Stellenweise schmunzelt man, manchmal schüttelt man den Kopf. Die Atmosphäre und das Ambiente sind gut dargestellt. Man kann sich die Gegebenheit aber ebenso die Protagonisten bildlich vorstellen. Olivia ist zwar die Hauptperson in der Geschichte, aber Maritza gefällt mir ebenso. Sie ist vollkommend unterschätzt. Von Bob hatte ich anfangs eine schlechte Meinung, die ich aber dann revidierte.

Tage am Meer ist eine Geschichte, wo die Lebensart von vermögenden Menschen dargestellt wird. Man bekommt durch das Buch einen Einblick in eine Lebensführung, die man nicht kennt. Natürlich geht das Ganze nicht ohne Maskerade über die Bühne.

Das Geschehen lässt sich flüssig lesen. Das Cover passt zum Titel.

Mir persönlich hat die Geschichte gefallen. Sie war durch gewisse Umstände und Personen nicht langweilig. Das Geschehen war unterhaltsam. Ich würde sagen, ein guter Roman zum Abschalten.

 

Fazit:

Der Roman ist unterhaltsam und hat ausführliche Schilderungen und Charakteristiken.

 

4 Sterne

 

Hier könnt ihr im Buch blättern: https://www.droemer-knaur.de/buch/9558369/tage-am-meer

 

Taschenbuch, Knaur TB
02.05.2018, 416 Seiten

ISBN: 978-3-426-52122-9

9,99 €

 

Autorin: Dorothea Benton Frank ist auf Sullivan’s Island, South Carolina, aufgewachsen und lebt in New York. Sie hat in den USA bereits achtzehn Romane veröffentlicht, von denen viele unter die Top Ten der New York Times-Bestsellerliste kamen und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Mit Tage am Meer erscheint erstmals einer ihrer Romane auf Deutsch.

 

Übersetzung: Sonja Rebernik-Heidegger

 

 

 

Eine Liebe in Apulien

Eine Liebe in Apulien

Klappentext:

Der silbrige Glanz des Olivenbaumes vor dem alten Haus, der Duft der Bougainvillea, die Hitze des Südens. Gern denkt Viola an die Sommer, die sie in Apulien bei ihrer Großmutter Adele verbracht hat. Nun fährt sie aus einem traurigen Anlass zurück nach Süditalien. Adele ist gestorben. Der zweite Schock für Viola: Sie erbt das etwas heruntergekommene Anwesen. An das Erbe ist jedoch eine Aufgabe geknüpft. Eine Aufgabe, die Violas Leben verändern wird.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Viola ist traurig, als sie nach Italien reist. Ihre Großmutter ist verstorben und sie verlebt die letzten Tage in diesem Anwesen. Umso erstaunter ist sie, als sie diesen Grundbesitz erbt. Jedoch wird sie damit vor schwierigen Aufgaben gestellt. Sie muss nicht nur den heruntergekommenen Hof unterhalten, sondern hat auch noch eine Verantwortung, der darauf lebenden Menschen. Als sie sich endlich entschließt zu bleiben und das Anwesen in ein Hotel umzuwandeln, fangen die Schwierigkeiten an. Jede Menge Hindernisse erschweren das Bleiben. Viola kennt keinen Grund dafür, dann bekommt sie ein lukratives Angebot.  Als ihre beste Freundin bei einem Anschlag schwer verletzt wird, will Viola aufgeben.

 

 

 Meine Meinung:

Das Cover gibt einen wunderbaren Blick in den Süden. Schon allein deswegen hat mich das Buch gereizt. Dazu der Klappentext und schon ist man mit den Gedanken im Süden.

Die Geschichte hat ihre Anziehungskraft aber nicht nur die magische Wirkung des Südens zu verdanken, sondern hauptsächlich der Protagonisten. Natürlich spielt die Umgebung eine große Rolle, aber die Szene wird durch die zentralen Personen gefestigt. Mir gefällt Viola, sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft. Sie hat nichts zu verlieren, aber zu gewinnen. Carmela fand ich unsympathisch und der Charakter passte gut mit ihrer Rolle überein. Aris dagegen war sehr ansprechend und ich habe ihn für seine Loyalität bewundert.

Natürlich gibt es im Geschehen ein paar Effekte, wo ich nicht damit gerechnet hatte. Am Anfang war die Geschichte vorhersehbar, aber das hat sich im Laufe des Geschehens geändert.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und der Fortgang ist auch gefühlvoll und sogar vereinzelt dramatisch.

Manchmal fehlte mir jedoch die Verbindung. Warum Rinaldi sich gegen seine Frau stellt, die Struktur passt nicht zu seiner Darstellung. Gut finde ich wiederum, dass der Aspekt von Tourismus und die Vermarktung gut hervorgehoben wurden, ist. Da denkt kein Tourist daran, dass hinter einem Neubau ein Verlust steckt.

Aber ansonsten ist es ein entspannender Frauenroman, der zerstreut und unterhält. Dazu gibt Italien einen Aspekt mit sehnsüchtiger Wirkung. Wer würde da schon nicht hinziehen.

 

Fazit:

Unterhaltender Frauenroman, der Lust auf den Süden macht.

 

4 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier: https://www.harpercollins.de/mira/eine-liebe-in-apulien

 

Verlag: mtb Verlag

ISBN: 9783956497971

Taschenbuch, 352 Seiten

9,99 € (D)

 

Autorin: Sabrina Grementieri wurde in Imola, in der Nähe von Bologna, geboren und hat ein Jahr in Leipzig studiert und in Weimar ihre Magisterarbeit geschrieben. Sie ist Ehefrau, Mutter von zwei Kindern und schreibt bereits an ihrem nächsten Roman.

 

Übersetzung: Katharina Schmidt und Barbara Neeb