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Die Rückkehr der Wale

Die Rückkehr der Wale

Klappentext:

Ein großer Liebesroman um einen geheimnisvollen Fremden von der neuen deutschen Autorin Isabel Morland vor dem grandiosen Hintergrund einer wilden Hebriden-Insel

Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint.
Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint …

 

„Vorsicht Spoiler!“

Kaylas Ehe ist zerrüttet. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder in Ordnung kommt. Sie gibt sich Mühe und sucht die Nähe ihres Mannes Dalziel. Aber er weicht ihr nicht nur aus, sondern ist in Gedanken weit weg. Außerdem gibt er ihr die Schuld an der Entzweiung mit seinem Sohn. Währenddessen kommt ein Fremder auf die Insel, auf der Suche nach Arbeit. Brannan wird von den Inselbewohnern akzeptiert, nur Kayla flüchtet, wenn sie ihn sieht. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber sie ist verheiratet. Ihre Schwester nicht und die gibt sich alle Mühe, dem Fremden zu gefallen. Bei einem Fest soll Kayla singen, deswegen sind Proben angesetzt. Unter den Musikern befindet sich auch Brannan. Beide werden von der Leidenschaft zur Musik beeinflusst und kommen sich langsam näher. Aber dann passiert ein Unglück.

 Mehr wird nicht verraten!

 

Meine Meinung:

Schön finde ich ja den Vers im Inneren der Klappenbroschur:

„Die Brandung trägt ein Lied heran, in Tönen, die einst stumm gewesen. Melodien, vergessen vor langer Zeit, tanzen über meine Zunge, als die See das Ufer küsst. Und Lippen, die diese Laute nicht gewöhnt, formen Worte der Liebe, die fallen, wie Wasser fällt, in die dunkle Tiefe, Augen bringen, der Wärme heimischen Feuers gleich, meine Seele zum Glühen und in meinem Leib neues Leben.“

Katharine Macfarlane

 

Dazu passt wunderbar das abgebildete Foto im Inneren der Klappenbroschur. Geheimnisvoll verträumt – wie die Worte selbst.

Aber auch das Cover gibt einen Einblick in die Geschichte. Die Schauplätze sollen real sein, man kann sie sich auch bildlich vorstellen, so anschaulich sind sie beschrieben. Aber am meisten hat mir gefallen, dass Realität und Mythos gut miteinander verbunden sind. Das zähe Leben der Bewohner, ihre Lebensweise, aber auch der Aberglaube ist deutlich erkennbar. Effektiv die mystische Stimmung, welche Tradition und Volksglaube verbindet.

Die Protagonisten sind gut gewählt. Die Charakteristik passt gut auf Kayla, ebenso bei Brannan. Sie eine Inselbewohnerin, er ein Fremder. Was fremd ist, muss also nicht gleich negativ sein, sondern man sollte die Begebenheit anders betrachten. Die Chance auf eine Ouvertüre steht dann nicht schlecht.

Seitdem Highländer im Fernsehen ihren Einzug gehalten haben, betrachtet man Geschichten mit keltischem Ursprung anders. Fremde Tradition, alte Mythen sind nicht nur interessant, sondern auch aufschlussreich.

 

Fazit:

Mir hat der Werdegang gut gefallen, ganz besonders das Wasser umgebende Land mit seiner Mystik. Die Lebensweise der Inselbewohner wurde ebenso gut dargestellt, wie ihre Tradition und ihre Mythen.

5 Sterne

 Einen Blick in das Buch gibt es hier:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9376379/die-rueckkehr-der-wale

 

Verlag: Droemer-Knaur-Verlag

Klappenbroschur, Knaur TB
480 Seiten
ISBN: 978-3-426-52180-9

€ 9,99 (D)

 

Autorin: Isabel Morland, geboren in Bamberg, arbeitet freiberuflich als Trainerin und Coach. Zahlreiche Reisen auf entlegene schottische Inseln inspirierten sie zu ihrem Roman DIE RÜCKKEHR DER WALE über die faszinierende Landschaft und die Menschen auf den Hebriden. Isabel Morland ist Mutter von vier Töchtern und lebt mit ihrer Familie in Bamberg.

Link: https://www.droemer-knaur.de/home

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Kleiner Streuner – große Liebe

Kleiner Streuner - große Liebe

Klappentext:

Pünktlich zum ersten Schnee bekommt der kleine Streuner ein warmes Zuhause und einen Namen. „Socke“ gefällt ihm ganz wunderbar. Es passt zu seinen weißen Pfötchen. Er wohnt jetzt bei André und darf jeden Tag mit ihm zur Arbeit fahren und dort Eva sehen. Sie ist nun Sockes neues Frauchen. Warum sie allerdings nicht auch bei ihm und André einzieht, versteht Socke nicht ganz, aber das scheint so ein Menschending zu sein. Das will Socke unbedingt lösen – am besten noch vor Weihnachten.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Die Freundinnen packen die Umzugskartons, dabei kommt ihnen die Idee, eine Mail an den Weihnachtsmann zu schreiben. Der bekommt auch den Wunschzettel und lässt nichts unversucht, diesen zu erfüllen. Im Gegensatz dazu ist da auch ein kleiner Streuner, der ebenfalls einen großen Wunsch hat. Allerdings steht es nicht gut mit ihm, denn er ist vollkommend ausgezehrt. Dazu versuchen Evas Eltern sie zu verkuppeln, denn schließlich soll sie ein standesgemäßes Leben führen. Aber Eva hat Spaß an ihrer Arbeit, denn sie setzt sich nicht nur für Obdachlose ein. Währenddessen hat Eva noch Probleme mit ihrer neuen Wohnung, ebenso prallt sie auf Arbeit dauernd mit André zusammen. Eva ist frustriert und überhaupt nicht weihnachtlich eingestellt.

„Oje, oje, oje, das läuft ja komplett aus dem Ruder!“ Besorgt stand Elfe-Sieben vor der Wand mit den Überwachungsbildschirmen und raufte sich die Haare.“

 

Meine Meinung:

Ungekünstelt, humorvoll  und dennoch mit viel weihnachtlicher Atmosphäre ist dieser Liebesroman ausgestattet. Die Protagonisten sind überzeugend und haben das Herz auf dem richtigen Fleck. Ihre Emotionen sind glaubhaft, aber auch das Maß an Erotik ist natürlich.

Süß finde ich ja das Cover und den kleinen Helden der Geschichte. Seine Gedanken sind in Kursivschrift dargestellt. Die Geschichte hat Herz, denn hier ist viel Gefühl vorhanden. Toll finde ich auch, dass der Lebensbereich mal in einem anderen Milieu stattfindet und die Protagonisten Menschen sind, mit denen man sich identifizieren kann. Der Sinn des Weihnachtsfestes ist gegenwärtig.

Mich hat die Geschichte wunderbar unterhalten, ebenso das Gefühl von weihnachtlicher Atmosphäre. Jedenfalls kann man fabelhaft vom Alltag abschalten und das ist ja der Zweck einer guten Unterhaltung.

 

Fazit:

Eine gelungene weihnachtliche Geschichte mit Herz und Verstand, gepaart mit Fantasie, aber ebenso das Hier und Heute.

5 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/mira/kleiner-streuner-grosse-liebe

 

Verlag: Mira-Taschenbuch-Verlag

ISBN: 9783955767204

Taschenbuch, 304 Seiten

9,99 € (D)

 

Autorin: Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freue Autorin und Lektorin. Neben ihren zauberhaften Weihnachtsromanen schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.

 

Link: https://www.harpercollins.de/

 

Obsidian – Kammer des Bösen

Obsidian - Kammer des Bösen

Klappentext:

Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast

Ein mysteriöser Tod, eine schockierende Wiederauferstehung und eine atemlose Verfolgungsjagd – der 16. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast

Special Agent Pendergast ist vermisst, bei seinem letzten Abenteuer vermutlich ertrunken vor der Küste von Massachusetts. Von Trauer überwältigt, zieht sich Constance Greene, sein Schützling, in dessen New Yorker Anwesen zurück. Erfolglos versucht Pendergasts Bodyguard Proctor dort, sie über den Verlust hinwegzutrösten. Doch dann nehmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung: Proctor wird von einem mysteriösen Eindringling überwältigt und betäubt. Als er wieder zu sich kommt, muss er hilflos mit ansehen, wie der Mann mit Constance in einem Auto davonrast. Aber er erkennt den Täter – und nimmt die Verfolgung auf. Rund um den Globus …

  

„Vorsicht Spoiler!“

Constance ist niedergedrückt, denn der Verlust von Pendergast hat sie schwer getroffen. Sie zieht sich von der Außenwelt zurück und begibt sich in die unteren Räume im Keller. Sie bekommt nicht mit, dass Proctor auf eine hinterhältige Begegnung hereinfällt. Er verlässt das Haus und begibt sich auf eine abenteuerliche Jagd. Derweilen nutzt ein Unbekannter die Situation und bemüht sich um ihre Gunst. Es bringt sie aus dem Gleichgewicht und Constance will den Unbekannten kennenlernen. Allerdings ist sie schockiert, denn vor ihr steht ein Toter. Ihr erster Gedanke – ihn nochmals töten. Dann aber hört sie sein Ansinnen und muss begreifen, dass der Sachverhalt praktikabel ist. Sie packt ihre Koffer und zieht mit ihm auf seine private Insel.

 

Als Kapitän Filipov den Toten aus dem Meer fischt, hat er nur seine teure Armbanduhr im Blick. Dann muss er feststellen, dass der Tote noch lebt und das könnte ein lohnender Transfer werden, denn der Mann sah nach Geld aus. Es stellte sich allerdings heraus, dass er ein Fed ist und damit könnten sie ihn austauschen. Also schickten sie eine Forderung, freilich sollte der Mann niemals das Schiff lebend verlassen. Nur ein Toter kann nicht reden.

 

„Nachdem er das Gewebebündel in das Reagenzglas gelegt hatte, machte er sich nun daran, eine Inszenierung des Mordes zu erarbeiten. Mit Hilfe seiner Skalpelle schlitzte er dem Arzt noch ein paarmal die Kehle auf, verstümmelte sein Gesicht und zerschnitt dann seinen Rücken, um den Schnitt am Rückgrat zu vertuschen. Aber wer hätte gedacht, dass er noch so viel Blut in sich hätte…„

Das ist eine Kurzzusammenfassung. Schließlich will ich ja nicht die Spannung nehmen, deswegen nenne ich auch keine detaillierte Beschreibung der Protagonisten und des Ablaufes.

  

Meine Meinung:

Die Geschichte vereinigt wieder alles – Abenteuer, Thriller, Risiko und Bedrängnisse. Die Dramatik und die Spannung bleiben bis zum Schluss erhalten.

Es sind zwei Handlungsstränge in der Geschichte vorhanden. Einmal geht es um Constance und dann um Agent Pendergast. Beide Ereignisse verbinden sich im Laufe des Geschehens.

Natürlich erwartet man als Leser dieser Reihe eine exquisite Dramatik, ich kann euch versichern – die ist gegeben. Es gibt keinen Stillstand oder das die Geschichte weitschweifig wird.

Die Charaktere der Protagonisten sind stimmig, die Atmosphäre und der Lebensbereich ebenso. Eine Metamorphose von dem Unbekannten ist nicht glaubhaft, das wird sicherlich irgendwann einmal in den Mittelpunkt rücken. Diesmal geht es nicht um Rache, sondern um Versöhnung. Familiengeheimnisse spielen ebenso eine Rolle, wie andere Variablen.

Der Titel passt akkurat zum Inhalt der Geschichte. Ok, das Cover ist ansehnlich, aber sagt nichts aus. Aber lasst euch davon nicht abhalten – der Inhalt ist ereignisreich und spannend.

Der Inhalt liest sich flüssig und ist in Kapiteln unterteilt. Man kann sich auch schnell in die Handlungsstränge eindenken, ohne dass es eine Überschrift gibt.

Ich habe das Buch jedenfalls verschlungen, aber keine Angst – ich lebe noch. Manche Protagonisten allerdings nicht mehr.

Mir hat die Geschichte gefallen, deswegen gibt es auch 5 Sterne. Aber ihr wisst ja – ich bin ein großer Fan von dieser Reihe.

Ihr noch nicht? Dann fangt mal an mit lesen! Es gibt jede Menge Bücher aus dieser Reihe, manche wurden sogar verfilmt.

 

Fazit:

Die Erzählweise ist fesselnd, denn es gibt viele Details in den Handlungen, ebenso wie genügend Action.

Die Aussicht an einen ereignisreichen Thriller aus der Feder der Autoren ist erfolgreich bewerkstelligt.

5 Sterne

  

Hier könnt ihr im Buch blättern:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9376572/obsidian-kammer-des-boesen

 

Verlag: Droemer Knaur-Verlag

ISBN: 978-3-426-65425-5

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 464 Seiten

19,99 € (D)

 

Autoren:

Lincoln Child wurde 1957 in Westport, Connecticut, geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur arbeitete er zunächst als Verlagslektor und später für einige Zeit als Programmierer und System-Analytiker. Während der Recherchen zu einem Buch über das »American Museum of Natural History« in New York lernte er Douglas Preston kennen und entschloss sich nach dem Erscheinen des gemeinsam verfassten Thrillers »Relic«, Vollzeit-Schriftsteller zu werden. Obwohl die beiden Erfolgsautoren 500 Meilen voneinander entfernt leben, schreiben sie ihre Megaseller gemeinsam: per Telefon, Fax und Internet. Lincoln Child publiziert darüber hinaus auch eigene Bücher (»Das Patent«, »Eden«). Er lebt mit Frau und Tochter in New Jersey.

 

Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim »American Museum of Natural History« in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, »Relic«, dem viele weitere internationale Bestseller folgten. Douglas Preston schreibt auch Solo-Bücher (»Der Codex«, »Der Canyon«, »Credo«, »Der Krater«) und verfasst regelmäßig Artikel für diverse Magazine. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern an der Ostküste der USA.

 

Übersetzung: Michael Benthack

 

Link: https://www.droemer-knaur.de/home

 

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Klappentext:

Manchmal kann ein Buch dein Leben für immer verändern.

Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

 

„Vorsicht Spoiler!“

Mitten auf dem Gehsteig liegt ein Buch. Loveday schmerzt dies, denn Bücher sind ihr Leben. Sie hebt es auf und nimmt es mit in die Buchhandlung, in der sie arbeitet. Sie klebte einen Zettel an das Fenster – gefunden …! Eines Tages stand ein junger Mann vor ihr, um das Buch abzuholen. Ein Faltblatt steckte im Briefkasten – Einladung zu einem Poetry-Slam. Loveday wusste, dass es Nathan hinterlassen hatte. Eine Kiste alter Bücher bedrückte ihr Gewissen, denn viele Erinnerungen stürzten über sie herein. Rob, ihr Exfreund, belästigte sie wieder, als sie den Laden verlassen wollte. Daraufhin eilte sie zu diesem Lyrikabend, der ihr Leben durcheinanderbrachte. Von diesem Moment an ging alles Drunter und Drüber, denn die Ruhe in ihrem Leben gab es nicht mehr. Ihr Leben wurde auf dem Kopf gestellt, indem schmerzhafte Erinnerungen sie einholen und qualvolle Momente in ihrem neuen Leben auftauchen.

 

Meine Meinung:

„Ein Buch ist ein Streichholz im schwelenden Augenblick zwischen Anreißen und Aufflackern der Flamme.“

So beginnt die Geschichte einer jungen Frau, die versucht von anderen Menschen Abstand zu halten.

Mit Loveday hat die Autorin eine Protagonistin geschaffen, die man nicht abwägen kann. Sie meidet Menschen und liebt Bücher. Sie ist keine Vorzeigelady, denn sie hat Tattoos, Piercings und kleidet sich nicht nach der Mode. Durch ihr Aussehen und ihre Art rebelliert sie.

Sie versucht alles, um unbedeutend zu sein, sie versteckt sich hinter Büchern, nur um die Erinnerung nicht aufleben zu lassen. Erst ein junger Mann und alte Bücher reißen die Wunde auf und die Protagonistin muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Nathan ist ein Dichter, aber hat auch seine Eigenarten. Er ist ok, aber er ist nicht außergewöhnlich.

Toll finde ich von den Protagonisten Archie, der nichts auf das Aussehen gibt, sondern hinter die Fassade schaut. Seine Eigenarten und sein Charakter sind gut gewählt und glaubhaft. Ihn finde ich sehr sympathisch und überzeugend.

Gut beschrieben ist auch das Umfeld, wie z. B., die Buchhandlung.

Es gibt zwei Handlungsstränge – einmal die Vergangenheit und dann die Gegenwart von Loveday.

Der Roman ist kein Liebesroman in dem Herzen schmelzen, sondern hat ein ernstes Thema, welches gut umgesetzt ist. Auch Gedichte im Poetry-Slam sind vorhanden.

Die Geschichte ist bewegend, aber auch gleichzeitig etwas beunruhigend. Es zeigt auf, was passieren kann, wenn Menschen aus der Verankerung geraten. Wie der Strudel dann alle erfasst und wie die Auswirkungen sind.

Das Cover passt, der Titel ebenso. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist in Abschnitten angelegt. Der Auftakt des jeweiligen Bereiches ist betitelt, mit einem Zeitpunkt versehen und kleinen Grafiken auf dieser Seite. Finde ich originell.

Den Anfang fand ich etwas langatmig, aber das Geschehen wurde immer interessanter. Eine bewegende Geschichte über das Auseinanderbrechen einer intakten Familie.

 

Fazit:

Die Geschichte ist aufschlussreich, berührend und bedeutsam. Traumatische Erlebnisse einer Kindheit sind überzeugend dargestellt, ebenso die Auswirkungen im Erwachsenenalter.

 

4 Sterne

 

Verlag: Knaur TB

Klappenbroschur,
02.10.2017, 320 Seiten
ISBN: 978-3-426-52075-8

€ 9,99 (D)

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9375878/ich-treffe-dich-zwischen-den-zeilen

 

Autorin: Wenn Stephanie Butland nicht gerade in ihrem Gartenatelier ist und Romane schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin und hilft Menschen, kreative Lösungsansätze zu finden. In ihrer Freizeit liest, backt und strickt sie gern. Außerdem tritt sie gelegentlich bei Poetry-Performances auf. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

 

Übersetzung: Maria Hochsieder

 

Link: https://www.droemer-knaur.de/home

Vor der Wahrheit

Vor der Wahrheit

Klappentext:

30 Tage bis zum Tod …

Strafverteidiger Jack Swyteck ist in Florida bekannt als Experte für die schwierigsten Fälle aus dem Todestrakt. Auch Dylan Reeves ist einer von ihnen: eine Siebzehnjährige wird vermisst, und ihre letzten Spuren finden sich in Reeves’ Auto. Doch dann wird Swyteck von der Mutter der Vermissten kontaktiert, die behauptet, ihre Tochter habe sie angerufen. Jack bleiben nun dreißig Tage, um die Vollstreckung des Todesurteils zu verhindern …

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Eigentlich wollte Jack nie wieder einen Todeskandidaten vertreten, aber noch kein einziges Mal hatte ein Angehöriger eines Opfers ihn darum gebeten, den Fall wieder aufzunehmen. Die Mutter war der Meinung, dass ihre Tochter noch lebt und kein Unschuldiger hingerichtet werden sollte. Viel Zeit blieb nicht mehr, den Dylan Reeves saß schon in der Todeszelle. Die Beweislast war erdrückend, außerdem könnte der angebliche Anruf der Tochter eine Illusion sein. Da eine Leiche nie gefunden wurde, versuchte Jack Zeit zu erzielen, um sich den Fall anzusehen. Aber auch dies war ein hoffnungsloses Unterfangen, alles arbeitete gegen sie. Außerdem war seine Frau schwanger und ihre Beschwerden wurden lebensbedrohlich für sie und den Fötus. Jack versuchte alles, um das Leben des Mannes zu retten, aber immer mehr Hinweise wuchsen zu einer unbehaglichen Situation. Die Zeit lief ab, für den Todeskandidaten und auch für die Schwangerschaft seiner Frau.

„Was ist in Karton neun?“ Hannahs Brillengläser verdunkelten sich, als sie aus der Werkstatt heraus und ins Sonnenlicht trat. „Das Geständnis deines unschuldigen Mandanten“, sagte sie.

Das ist eine Kurzzusammenfassung, denn das Buch hat immerhin über 400 Seiten.

 

Meine Meinung:

Als ich das Buch in den Händen hielt, dachte ich nur – wieder ein Schmöker über Anwälte. Vollkommen lustlos habe ich angefangen zu lesen, aber ich muss zugeben, dass die Geschichte immer besser wurde.

Anschaulich sind die Begebenheiten wiedergegeben, ebenso die Geschehnisse und der Lebensbereich. Mit den Protagonisten hat der Autor eine gute Wahl getroffen. Sie sind überzeugend und authentisch.

Die Geschichte wurde immer packender und es gibt einige Wendungen, auf die man gar nicht gefasst war. Hervorragend kann ich nur sagen, das Buch hat mich überzeugt.

Das Cover ist etwas nichtssagend, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, das Buch zu lesen. Ihr werdet es nicht bereuen. Die Geschichte ist in Kapiteln angelegt und lässt sich flüssig lesen. Der Spannungsbogen ist bis zum Schluss hoch.

Auf dem Cover steht zwar Thriller, aber ich finde, dass es eine Mischung zwischen Tragödie und Thriller ist. Psychologische Betrachtungsweisen spielen eine große Rolle, aber ebenso die Atmosphäre im Gericht und in der Todeszelle. Da der Autor als Strafverteidiger gearbeitet hat, konnte er plausibel die Faktoren darstellen.

Es ist zwar eine Reihe, aber die Geschichte ist abgeschlossen und dementsprechend kann man einfach in diese Folge einsteigen.

 

Fazit:

Unvorhersehbare Ereignisse, fesselndes Ambiente und überzeugende Protagonisten machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen.

 

5 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/buecher/krimis-thriller/vor-der-wahrheit

 

Verlag: Harper Collins Verlag

ISBN: 9783959670838

TB, 448 Seiten

12,99 € (D)

 

Autor: James Grippando ist Autor diverser New York Times-Bestseller. Cash Landing – Der Preis des Geldes ist sein dreiundzwanzigstes Buch. James Grippando arbeitete zwölf Jahre als Strafverteidiger bevor sein erstes Buch Im Namen des Gesetzes 1994 veröffentlicht wurde und ist weiterhin als Berater für eine Kanzlei tätig. Er lebt im Süden Floridas mit seiner Frau, drei Kindern und einem Golden Retriever namens Max, der nicht weiß, dass er ein Hund ist.

 

Übersetzung: Marco Mewes

 

Link:          https://www.harpercollins.de/

Im Feuer der Freiheit

Im Feuer der Freiheit

Klappentext:

Hamburg 1813:

Für die winterliche Alsterstadt schlägt unter französischer Besatzung die kälteste Stunde: Inmitten der politischen Wirrungen der napoleonischen Kriege kämpft die junge Fanny nach dem Tod ihres Onkels um ihre eigene Unabhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist ihr dabei der attraktive und ehrenhafte, doch unnahbare Georg von Alvesloh, der ihr – ganz zu ihrem Ärgernis – als Vormund zur Seite gestellt wurde. Fanny wird schon bald von alten Gefühlen verwirrt, als ihr Temperament und seine kühle Besonnenheit aufeinanderschlagen. Sie ist sich völlig sicher: Von Alvesloh hat ein dunkles Geheimnis, das ihn gefangen hält – und irgendetwas muss der schneidige Oberst Tettenborn damit zu tun haben.
Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, begibt Fanny sich in den Bann staatlicher Verwicklungen – und in große Gefahr, ganz anders als erwartet nicht außerhalb der Stadtmauern…

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Fanny ist unglücklich. Ihr Onkel ist verstorben und ausgerechnet Georg von Alvesloh wird ihr als Vormund zugeteilt. Ihre Freundin Caroline ist verliebt, aber ihre Eltern lehnen den jungen Mann ab. Dazu steckt Hamburg mitten im Kriegsgetümmel. Die Gefahr lauert überall und Fanny will mit aller Macht, dass Hamburg wieder frei ist. Dazu begibt sie sich, ohne zu überlegen, in großer Gefahr. Nur Georg von Alvesloh ist es zu verdanken, dass Fanny nichts passiert. Inzwischen ist Caroline schwanger und in großer Not. Fanny nimmt die Freundin auf, aber auch sie sind in Bedrängnis, denn die politischen Unruhen nehmen zu. Darüber hinaus hat Fanny ihr Herz verloren.

 

Das ist eine Kurzzusammenfassung, denn ich möchte ja nicht den ganzen Inhalt verraten.

 

Meine Meinung:

Der historische Roman hat einige Gruppierungen. Zum einen sind es die politischen und kriegerischen Konfrontationen in Hamburg, dann das Erleben dieser Auseinandersetzungen innerhalb der Bevölkerung und dann kommt die Anziehung der Geschlechter dazu.

Das Thema macht die Geschichte nicht langweilig, sondern lässt sich mühelos mit den Protagonisten und dem Geschehen verflechten.

Die Geschichte ist interessant, manchmal etwas dramatisch, aber auch humorvoll, denn dafür sorgen die Protagonisten. Die Charaktere sind gut gewählt. Fanny, die ungeduldig und emanzipiert ist. Aber sie hat Herz und Courage. Georg verkörpert das gestandene Mannsbild. Er hat schneit, ist klug und tapfer, dennoch hat er ein einfühlendes Herz. Er kümmert sich wirklich um Andere, auch die nicht privilegiert sind. Aber am besten hat mir der kleine Jakob gefallen. Er ist anspruchslos, weil er die Armut kennt. Hat jedoch stolz und ist pfiffig.

Der Roman startet mit einem Prolog, ist in Kapitel angelegt und lässt sich flüssig lesen. Der Titel passt super zur Geschichte, ebenso das Cover. Man merkt, dass die Autorin viel recherchiert hat, denn die Geschichte hat viel Glaubwürdigkeit. Das Geschehen ist abwechslungsreich und hat überzeugende Persönlichkeiten.

Mich hat das Buch überzeugt, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.

 

Fazit:

Dieser historische Frauenroman ist kein Rührstück, er hat Ausdruckskraft und dennoch Einfühlungsgabe.

 

5 Sterne

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/im-feuer-der-freiheit/

 

Verlag: Bookspot Verlag

Edition Carat
ISBN 978-3-95669-090-7
384 Seiten, Klappenbroschur mit Lesezeichen
14,80 Euro

 

Autorin: Bele Freudenberg, geboren 1978, studierte Geschichtswissenschaft und Psychologie in Hamburg und Schottland. Neben ihrer Promotion forschte und lehrte sie an der Universität Hamburg, bevor sie über ihre Liebe zur Geschichte zum Schreiben kam. Sie lebt mit Mann und Kindern in Hamburg.

 

Link: http://blog.bookspot.de/

Fighting to Be Free – Nie so geliebt

Fighting to Be Free

Klappentext:

Es ist Jamies letzte Chance auf ein normales Leben. Bisher war seine Existenz bestimmt von Armut und Gewalt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen ist er voller guter Vorsätze. Doch so leicht entkommt man seiner Vergangenheit nicht. Dann begegnet er Ellie — und sie verkörpert all das, wonach er sich sehnt. Die Anziehungskraft reißt sie beide mit. Jamie will alles tun, sich ihrer würdig zu erweisen, der Mensch zu werden, den Ellie lieben kann. Aber noch hat er ihr nicht die Wahrheit über seine dunklen Taten gestanden. Sind Ellies Gefühle stark genug, um bei ihm zu bleiben? Bei einem Mann, der das Leben eines anderen auslöschte …

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Aus dem Gefängnis entlassen, versucht Jamie sich ein neues Leben aufzubauen. Er möchte ehrliche Arbeit und nicht mehr auf die schiefe Bahn geraten. Bei einem Clubbesuch lernt er Ellie kennen. Sie verkörpert all das, was er gar nicht kennt. Er verliebt sich in sie und setzt alles daran, dass sie seine Vergangenheit nie erfährt. Aber das Leben ist nicht berechenbar. Um die Schulden seiner Mutter zu begleichen, lässt sich Jamie auf einen Deal ein. Ein Deal, die ihm die Freiheit und die Liebe seines Lebens kostet.

Ellie ist von Jamie äußerst angetan. Sie erkennt an seinem Körper, dass er keine leichte Vergangenheit hatte. Als sie von ihrem Exfreund erfahren muss, dass Jamie ein Mörder ist, stellt das ihre Liebe auf eine harte Bewährungsprobe.

„Mein ganzes Leben war in einer einzigen Nacht den Bach hinuntergegangen. Eine einzige Nacht hatte alles zerstört, und damit musste ich nun für immer zurechtkommen.“

 

Meine Meinung:

„Fighting to be Free“ – Kämpfen um frei zu sein – so könnte man den Titel übersetzen. Genauso ist das Geschehen mit dem Protagonisten verbunden. Jamie ist die tragende Figur in der Geschichte. Eine sehr schwere Kindheit, die ersten Jugendjahre im Knast verbracht und die Zukunft liegt nicht gerade als Geschenk verpackt bereit. Aber doch hat er Hoffnung und ist bereit für einen Neuanfang. Dabei assistiert er sich selbst, denn er lehnt jede Hilfe ab, um nicht wieder in illegale Machenschaften verwickelt zu werden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Um Andere zu schützen, ist er wieder in krumme Sachen verwickelt. Er ist ein Mann der Tat, obwohl er erst 18 Jahre ist. Das hat mich in der Geschichte überrascht. Die Darlegung von Jamie hatte mich auf einen älteren Protagonisten eingestimmt. Der Charakter von Jamie ist wirklich überzeugend, denn er ist zwar ein Krimineller, aber auch wieder nicht.

Dagegen finde ich Ellie nicht so überzeugend. Sie ist mir einfach viel zu leutselig. Auch wenn sie aus gutem Hause ist, ist man mit 17 nicht so naiv, wie sie dargestellt wird.

Die Einordnung der Geschichte ist nicht leicht. Es ist zwar eine Liebesgeschichte im Jugendbereich, hat aber auch Elemente eines Krimis. Dadurch besitzt das Geschehen mehr Handlung und es ist etwas Spannung vorhanden. Natürlich gibt es auch Erotik, die aber nicht ordinär ist. Eigentlich ist es ein Intermezzo zwischen Jamie und Ellie, das den größten Teil der Geschichte einnimmt. Dadurch zieht sich die Geschichte in die Länge. Ansonsten lässt sich der Werdegang flüssig lesen.

Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt und wird aus der Sichtweise von Jamie und Ellie erzählt. Das Cover ist ansprechend und der Titel passt zur Geschichte.

Jedenfalls ist diese Liebesgeschichte keine Schnulze, sondern sie hat einen sozialen Brennpunkt und Einfühlungsgabe. Deswegen würde ich den zweiten Teil auch lesen wollen.

 

Fazit:

Mir hat die Geschichte gefallen, denn es gibt ansprechende Charaktere, etwas Dramatik und viel Gefühl. Dazu mit Jamie einen Protagonisten, der als tragende Figur einen sympathischen und attraktiven Helden abgibt.

4 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/fighting-to-be-free-nie-so-geliebt

 

Verlag: Mira Taschenbuch, in der Harper Collins Germany GmbH

ISBN: 9783956496806

Taschenbuch, 528 Seiten

12,99 € (D)

Autorin: Fighting to be Free – Nie so geliebt“ ist der erste gedruckte Roman von Kirsty Moseley. Zuvor veröffentlichte die Autorin aus Norfolk ihre spannenden und gefühlvollen Geschichten als E-Books im Selbstverlag – und fand Millionen begeisterter Leserinnen und Leser. Kirsty Moseley ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. Eines der Geheimnisse ihrer Romane: Ein klein wenig ähneln fast alle ihrer Helden ihrem Ehemann Lee. Natürlich nur in seinen besten Eigenarten.

Übersetzung: Christiane Meyer

 

Teil 2 kommt im November: https://www.harpercollins.de/mira/fighting-to-be-free-nie-so-begehrt