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Harmony – Ein Pferd für immer

Harmony - Ein Pferd fuer immer von Alexia Meyer-Kahlen

Klappentext:

Wer das Vertrauen eines Pferdes gewinnt, hat einen Freund fürs Leben

Für Jennifer geht ein Traum in Erfüllung: Während des Reiterurlaubs trifft sie auf die junge Paint Stute Harmony. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Jenny darf mit Harmony arbeiten und die Verbindung zwischen den beiden wird von Tag zu Tag stärker. Als es am Ende des Urlaubs Abschiednehmen heißt, seht für Jenny fest: Sie und die Stute gehören zusammen, und sie wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit Harmony ihr Pferd wird …

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Jennifer ist glücklich, wenn sie bei den Pferden ist. Seit der Trennung ihrer Eltern hat sie wenig Freude. In den Ferien darf sie an einem Fortbildungskurs im Blue-Horse-Zentrum teilnehmen. Dort dreht sich alles um Pferdekommunikation. Kaum ist sie angekommen, lernt sie die Stute Harmony kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Jennifer lässt nichts unversucht, dass ihre Eltern ihr das Pferd kaufen. Aber anstatt Ausgeglichenheit ist Jennifer immer unkonzentrierter. Erst spät erfahren die Eltern, dass es mit ihrem Pferd Harmony Schwierigkeiten gibt, denn das Pferd leidet. Aber auch die Auseinanderentwicklung der Eltern machen Jennifer Sorgen, denn ihr Vater will wieder heiraten.

  

Meine Meinung:

Das ist ein Buch für Mädchen, die sich mit Pferden beschäftigen. Aber nicht nur dieses Thema wird in der Geschichte behandelt, denn auch die Trennung der Eltern spielen eine Rolle. Das Problem, wenn Eltern neue Partner finden, ist gut dargestellt. Beide Motive verbinden sich in dieser Geschichte. Hauptsächlich ist es aber ein Pferdebuch. Man merkt, dass die Autorin gute Kenntnisse bei Pferden hat, denn die Darstellung ist bildhaft und lebendig. Am Ende des Buches gibt es auch ein Verzeichnis der Fachbegriffe.

Struktur und Aufbau der Geschichte sind gut, gleichzeitig lässt sie sich flüssig lesen. Das Cover passt hervorragend, ebenso der Titel der Geschichte. Über jeder Überschrift ist ein kleines Pferd illustriert.

Die Geschichte selbst finde ich gut. Sie ist lehrreich und einfühlsam. Allerdings gibt es einen Punkt Abzug für den Tierheiler. Ein Pferd zu heilen, ohne es anzusehen, ist einfach realitätsfern. Aber ansonsten werden die Mädchen das Buch lieben, denn es beinhaltet viel Pferdewissen.

 

Fazit:

Eine entspannte Pferdegeschichte, die mit einer sympathischen Protagonistin besetzt ist.

 

4 Sterne

 

Link: https://www.randomhouse.de/Buch/Harmony-Ein-Pferd-fuer-immer/Alexia-Meyer-Kahlen/cbj/e512987.rhd#info

 

Verlag: cbj-Verlag

€ 9,99 [D]

Gebundenes Buch, Pappband, 192 Seiten

ISBN: 978-3-570-17441-8

NEU : Erschienen: 28.08.2017

Ab 10 Jahren

 

Autorin: Alexia Meyer-Kahlen wuchs mit Pferden auf und lebt heute mit ihren Tieren auf dem Vogelsberg. Nach einem Drehbuchstudium am American Film Institute promovierte sie über den kreativen Schreibprozess. Sie arbeitet psychotherapeutisch unter anderem mit Achtsamkeit und Pferden und empfindet das Schreiben von Jugendbüchern als die schönste Nebensache der Welt.

 

https://www.randomhouse.de/cbj-Verlag/aid55872.rhd

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Dein Wildes Herz in meiner Hand

dein-wildes-herz-in-meiner-hand

Klappentext:

Zwei Mädchen: Über 500 Jahre liegen zwischen ihnen und doch sind sie verbunden durch ihre Liebe zu einer Herde besonderer Wildpferde…

Beatriz lebt mit ihrer Mutter auf einem Boot in der Karibik – es klingt wie ein Traum, doch für das junge Mädchen ist es zunächst wie ein Gefängnis. Am Strand von Great Abaco auf den Bahamas trifft sie auf eine wunderschöne Wildstute und spürt eine tiefe Verbindung. Und sie erhält von einer Einheimischen ein mysteriöses Tagebuch: Die junge Spanierin Felipa flieht 1492 auf Columbus’ Schiffen mit ihrer Stute Cara Blanca in eine neue Welt. Während sich die Leben von Beatriz und Felipa immer weiter miteinander verbinden, wird Beatriz klar, dass sie es ist, die ihre Stute und die Herde retten muss

 

Inhalt:

Beatriz lebt mit ihrer Mutter auf einem Boot, was ihr gar nicht gefällt, denn sie möchte gerne reiten lernen. Aber dies ist nicht möglich, wenn man auf dem Wasser lebt. Ihre Mutter ist Wissenschaftlerin und erforscht Quallen in der Karibik. Die einzige Landmasse sind kleine Inseln, wohin sie mit einem kleinen Boot fahren kann, wenn sie nicht schwimmt. Eines Tages trifft sie auf eine Wildstute und ist begeistert von ihr. Als sie im Sumpf stecken bleibt, versucht Beatriz sie zu befreien, was ihr allerdings nicht gelingt. Die Hilfe kommt von Annie, die auf der Insel lebt. Beide kümmern sich um das Wildpferd. Annie gibt Beatriz ein altes Tagebuch. Nicht nur durch das Pferd entsteht eine tiefe Verbindung, sondern auch durch das Tagebuch eines jungen Mädchens. Als ein Hurrikan der Insel naht, versuchen die Frauen die Wildpferde in Sicherheit zu bringen.

 

Meine Meinung:

Es sind zwei Geschichten in dem Buch vorhanden. Einmal in der Vergangenheit in Spanien:

 

„Hier gibt es nichts mehr für mich“, murmelte ich meinem Pferd zu. „Alles, was ich auf der Welt habe bist du, und sie werden dich mir nicht wegnehmen. Ich werde tun, was ich tun muss, damit wir zusammenbleiben können. Wenn ich die Meinung der Königin nicht ändern kann, muss ich eben mein eigenes Schicksal ändern …“

 

Die Gegenwart beinhaltet die Geschichte eines jungen Mädchens, die zwar gern ein Pferd hätte, aber durch die Arbeit ihrer Mutter auf dem Ozean unterwegs ist.

 

„Eigentlich hätte ich den Schwertfisch gern aus der Nähe gesehen, aber ich war wohl „schwierig“, schätze ich. Schließlich hatte sich Mom auch nie die Hufspuren angesehen. Es ging immer nu darum, was sie wollte, und nie darum, was ich mir wünschte.“

 

Die Auseinandersetzung zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist in jeder Familie vorhanden. Somit können sich Mädchen auch gut in die Protagonistin hineinversetzen.

Auch der Spagat zwischen den beiden Geschichten ist der Autorin gut gelungen. Genau das finde ich so faszinierend an dem Buch.

Die Zeilen des Mädchens vor 500 Jahren sind in Kursivschrift dargestellt, somit besteht schon in der Schrift ein Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Autorin hat auch eine Pferderasse gewählt, die sehr selten ist und im Epilog erläutert wird.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, das Cover passt perfekt und der Titel ebenso.

Mir hat jedenfalls das Buch sehr gut gefallen, denn es beinhaltet nicht nur eine Pferdegeschichte, sondern auch Historie.

 

Fazit:

Hier sind Fantasie und Realität sehr gut miteinander verbunden. Die Geschichte bietet eine gute Handlung, fusioniert mit Geschichte und viel Gefühl.

Das Buch ist nicht nur für Pferdemädchen unterhaltend, sondern für alle die eine ereignisreiche Geschichte mögen.

 

5 Sterne

 
Verlag: Franckh-Kosmos Verlags GmbH

Gebundene Ausgabe mit 256 Seiten

EAN: 9783440150993

12,99 €

Alter: ab 11 Jahre

 

https://www.kosmos.de/buecher/kinder-jugendbuch/kinderbuch/6569/dein-wildes-herz-in-meiner-hand

 

Autorin: Stacy Gregg war schon immer ein Pferdefan und bekam mit neun Jahren ihr erstes eigenes Pferd. Stacy Gregg arbeitete lange Jahre als Modejournalistin und ist heute freie Autorin. Mit ihrem Lebensgefährten, ihrer Tochter und vielen Tieren lebt sie in Auckland/Neuseeland.

 

Übersetzung: Anja Herre