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Die gefährlichen Intrigen des Marquis de Cinq-Mars

Die gefährlichen Intrigen des Marquis de Cinq-Mars

Klappentext:

Ein heißer Sommer in Venedig, 1640: Julien de Rochebonne, ein Pariser Adeliger mit einer hohen Meinung von sich und noch höheren Spielschulden, hält um die Hand von Gabriella di Montadori an. Mit dem Vermögen der schwerreichen Familie, aus der die junge Frau stammt, lockt schließlich ein Ausweg aus seiner Misere. Doch Gabriella wehrt sich mit Kräften gegen die Heirat, denn sie hat ihr Herz bereits verschenkt – an Angelo, einen Hirtenjungen …

Da belauscht sie ein Gespräch zwischen Julien und dem Marquis de Cinq-Mars, seinem besten Freund und einem ehrgeizigen Günstling König Ludwigs XIII. Gabriella ist schockiert: Kardinal Richelieu soll aus dem Weg geräumt werden! Als sie Nachforschungen anstellt, stößt die junge Frau auf ein streng gehütetes Geheimnis des Kardinals – und gerät in Lebensgefahr, denn Mademoiselle Praslin, die dem Kardinal bedingungslos ergebene Gouvernante, setzt alles daran, Gabriella zum Schweigen zu bringen …

 Ein Gespinst aus Intrigen und eine Liebe, die Standesgrenzen überwindet: der neue historische Liebesroman von Nora Berger!

 

„Vorsicht Spoiler!“

Der Henker hob diesmal das Beil mit beiden Händen. Bebten seine Arme? Ein schrecklicher Schrei stieg nach dem ersten Schlag aus Cinq-Mars Kehle in den Himmel. Dumpfes Gemurmel erhob sich aus der Menge. Auch Marion war ein entsetztes Aufstöhnen entfahren, sie schloss die Augen und presste das Spitzentaschentuch auf den Mund. Ihre Knie knickten ein, Tränen drangen mit einem bitteren Schluchzen durch die Finger und sie flüchtete ins Innere des Hauses. Oben auf dem Schafott hieb der Henker erneut zu, einmal, zweimal, immer wieder, hastig und ohne den Kopf des Delinquenten dabei vollständig vom Körper zu trennen.“

 

Cinq-Mars war der Günstling seiner Majestät. Aber das war ihm nicht genug, er wollte unbedingt mehr Macht und Reichtum, um seinen aufwendigen Lebensstil zu sichern. Also verbündete er sich mit anderen, um Spanien an die Macht zu helfen.

Ebenso Julien de Rochebonne, der keine finanzielle Mittel aufweisen konnte, um seine Spielschulden zu bezahlen. Mit seinem Freund Cinq-Mars nutzte er die Gelegenheit, um Gabriella di Montadori einen Heiratsantrag zu machen. Sie war zwar nicht von seinem Stande, aber die Eltern waren vermögend. Nur Gabriella wollte ihn nicht heiraten, weil sie Angelo, einen Hirten, liebte. Durch Zufall hörte sie von der Intrige gegen Ludwig XIII. Verzweifelt versuchte sie das Komplott aufzudecken, und einer Heirat zu entkommen. Sie hatte keinen Erfolg und musste Julien heiraten. Auch Kardinal Richelieu ließ nichts unversucht, um die Intrigen gegen den König aufzudecken, auch wenn er selbst öfter einem Attentat gegen ihn entkommen konnte. Die Enttäuschung war groß, als ihm bewusst wurde, dass auch Cinq-Mars hinter der Heimtücke steckte.

 

Natürlich passiert viel mehr in dieser Geschichte. Immerhin hat das Buch über 500 Seiten und ich habe deshalb nur eine Kurzfassung wiedergegeben.


Meine Meinung:

Historie und Fantasie wurden sehr gut miteinander verbunden. Historischen Personen, die im 17. Jahrhundert eine große Rolle gespielt haben, sind das Bindeglied zu dieser Geschichte. Das hat die Autorin sehr gut recherchiert. Die Figuren wurden beschrieben, welche in dem Geschehen eine Rolle spielen.

Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und absolut glaubhaft ihre Charaktere. Wie z. B. König Ludwig XIII, der zartbesaitet ist und immer seinen Willen haben muss. Genauso Kardinal Richelieu, der seine Überzeugung zum Wohle Frankreichs über seine persönlichen Interessen stellt. Aber auch unwahre Protagonisten, wie Julien de Rochebonne sind ebenso effektiv dargestellt.

Gleichzeitig lässt die Autorin ein Bild vor unseren Augen auferstehen, welches gut von einem Film stammen könnte. Kutschen, Schlösser, Kleider und das ganze Milieu aus einem vergangenen Jahrhundert ergeben einen tollen Einblick in diese Zeit. Die Atmosphäre wurde sehr gut wiedergegeben.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist faszinierend bis zum Schluss. Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt, die mit einem Untertitel versehen sind. Das Cover und ebenso der Titel passen hervorragend zum Ereignis.

Der Inhalt dieser Geschichte hat alles, was zu einem Lesevergnügen beiträgt – Intrigen, Rachepläne, Affären, Winkelzüge, Historik, Liebe und überzeugende Figuren.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Wer gern historische Romane ließt, ist mit dieser Lektüre gut beraten.

 

Fazit:

Das Buch lässt opulente Bilder einer vergangenen Epoche auferstehen. Historische Daten wurden mit einer frei erfundenen Geschichte verbunden. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, denn das Geschehen hat mich in den Bann gezogen.

 

5 Sterne

 

Link: http://blog.bookspot.de/bookshelf/die-gefaehrlichen-intrigen-des-marquis-de-cinq-mars/

 

 Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten,

Edition Carat, ein Imprint von Bookspot Verlag GmbH
ISBN 978-3-95669-077-8
544 Seiten, Klappenbroschur
14,80 € (D)

 

Autorin: Nora Berger
Die gebürtige Düsseldorferin lebte einige Jahre in Paris, wo sie an der Sorbonne Literatur und Philosophie studierte. Als Frankreichliebhaberin wählt sie für ihre historischen Romane häufig Themen aus der französischen Geschichte. Ihre Romane sind bei Bookspot („Der Fluch der Zuckerinsel“), Lübbe, Weltbild, Gmeiner und Federfrei erschienen. Sie ist Mitglied bei den Autorenkreisen Homer und Delia und wohnt mit ihrem Mann in Traunstein.

Das Haus in der Nebelgasse

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Klappentext:

London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Die Lehrerin Matilda Gray unterrichtet an einer Mädchenschule. Als die Schülerin Laura zum Unterrichtsbeginn nicht mehr erscheint, macht sie sich Gedanken. Als sie eine Karte von der Reise des Mädchens erhält, sind ihre Sorgen groß, denn sie muss sich Mühe geben, die Nachricht aufzuschlüsseln. Dabei hilft ihr ihre Vermieterin Mrs. Westlake, Mr. Arkwright und ganz besonders Professor Fleming. Matilda hätte nie gedacht, dass diese Nachricht sie in die Geschichte von Londons entführt. Jahrhunderte später muss sie ein Geheimnis aufklären, um die Existenz eines Mädchens zu retten. Sie verliert dabei ihren Job, findet aber die Liebe.

Das ist eine Kurzzusammenfassung, ohne Details zu verraten.


Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt 1665 mit einer Notiz eines Mädchens. Die Schrift ist in kursiv, sodass man jederzeit ein handgeschriebenes Schriftstück erkennt. Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt, versehen mit einer Überschrift, in der man das Jahrhundert erkennt. Die Historik ist in zwei verschiedenen Jahrhunderten angesiedelt, und zwar 1665 und 1900. Es gibt zwei Handlungsstränge, die aber einen Werdegang verfolgen.

Die Protagonisten sind effektiv beschrieben. Matilda, die selbstbewusst ist und nicht in das Rollenbild der damaligen Frau passt. Sie versucht als Lehrerin, den Mädchen den Wert zur Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu vermitteln. Was jedoch nicht gern gesehen wird.

Matilda ist von sich selbst überzeugt, aber dennoch angreifbar. Sie ist couragiert, obwohl sie damit Anstoß erregt.

Auch Professor Fleming überzeugt in seinem Gesamtbild. Er ist studiert, selbstsicher und mit der Zeit gehend.

Oder der Vormund von Laura, Mr. Easterbrook, der für seinen Hass sogar über Leichen geht.

Ferner ist das Umfeld überzeugend dargestellt, ebenso ist das Milieu der betreffenden Zeit anschaulich beschrieben. Die Autorin hat den Zusammenschluss verschiedener Jahrhunderte gut gemeistert.

Der Titel passt perfekt, ebenso das Cover des Buches.

Die Geschichte liest sich flüssig. Sie fängt etwas langatmig an, aber dann wird sie immer spannender.

Es ist alles in der Geschichte enthalten, was Auswirkung in der Geschichte hat – Historik, Verrat, Hass, Mord, Emanzipation und Liebe.

 

Fazit:

Eine gelungene Geschichte, die die Historik von London gut aufzeigt und mit ihrem Werdegang überzeugt.

 

4 Sterne


Link: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-in-der-Nebelgasse/Susanne-Goga/Diana/e485443.rhd#info

 

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten,

ISBN: 978-3-453-35885-0

€ 9,99 [D]

Dianaverlag

 

Autorin: Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Sie wurde mit dem DeLiA-Literaturpreis sowie dem Goldenen Homer ausgezeichnet und ist seit 2016 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Multiversum – Die Rückkehr

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Klappentext:

Seit seinem letzten Abenteuer im Multiversum sind einige Jahre vergangen und Tom Stafford hat soeben seine Ausbildung als Agent des MI6 abgeschlossen. Da erreicht ihn eine Nachricht mit brisantem Inhalt und zwingt ihn und sein Team, früher als geplant nach Old Sarum ins 13. Jahrhundert zurückzukehren.

Doch die Agenten stellen schnell fest, dass nicht nur sie mit einem Auftrag nach Old Sarum gekommen sind. Mächtige Gegenspieler setzen alles daran, das Vorhaben von Toms Team zu durchkreuzen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt …

 

„Vorsicht Spoiler!“

Tom Stafford ist erwachsen, seine Ausbildung hat er bei der Regierung gemacht. Als Agent wird er mit einem Team nach Old Sarum geschickt. Dort soll er eine geänderte Magna Carta zur Unterschriftsleistung einschleusen. Nach den vielen Jahren ist Tom gespannt auf die Entwicklung des 13. Jahrhunderts. Damals half er beim Bau einer Mühle und lernte Elisabeth kennen, die Tochter des Grafen von Birmingham. Mit deren Hilfe sollte Tom zum Treffen eingeschmuggelt werden. So war es gedacht, aber es sollte ganz anders kommen, denn die Agenten erwartete eine Überraschung. Sie waren nicht die Einzigen aus ihrer Welt in diesem Universum.

 

Meine Meinung:

Die Autorin hat einen guten Anschluss an den ersten Teil geschrieben. Die Protagonisten sind wie in der ersten Geschichte authentisch und überzeugen mit ihrem Charakter. Auch die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten. Die Mischung zwischen Geschichte und Fantasie ist richtig gut gelungen. Mir gefällt diese ungewöhnliche Handlung. Eine Zeitreise der etwas anderen Art und nicht nur für Jugendliche geeignet.

Dieser zweite Teil schließt gleich an den ersten Teil an. Es wird zwar auf die erste Geschichte eingegangen, aber zum besseren Verständnis sollte man schon vorher den ersten Teil lesen.

Die Geschichte ist in Kapiteln angelegt, der Werdegang lässt sich flüssig lesen und das Cover passt sehr gut zum Geschehen.

Allerdings gibt es ungelöste Begebenheiten. Da es ein Zweiteiler ist, werden diese Geschehnisse nicht abgehandelt. Sehr schade!

Das gibt für mich ein Punkt Abzug.

 

Fazit:

Dieser Abenteuerroman für Jugendliche ist unterhaltsam und spannend. Mir hat die Geschichte gut gefallen!

 

4 Sterne

 

Link: http://blog.bookspot.de/bookshelf/multiversum-die-rueckkehr/

 

Verlag: Buntstein Verlag, ein Imprint des Bookspot Verlages

Multiversum – Die Rückkehr
ISBN 978-3-95669-047-1
192 Seiten, Klappenbroschur mit Lesezeichen
9,99 Euro

Ab 12 Jahre

 

Autorin: Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere Historische Romane veröffentlicht. Mit „Sekundentod“ ist ihr der Sprung ins Krimigenre gelungen.

 

Das Ende des Teufelsfürsten

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Klappentext:

Buda, März 1463

Als die vierzehnjährige Bojarentochter Floarea bei einem Bankett am Hof des ungarischen Königs plötzlich dem Mörder ihres Vaters gegenübersteht, werden alte Alpträume lebendig. Vlad Draculea, der entmachtete Woiwode der Walachei, ist zwar des Hochverrats beschuldigt worden. Doch seine Hinrichtung lässt auf sich warten. Anstatt ihn wie einen gemeinen Verbrecher zu behandeln, hat ihn der König unter Hausarrest gestellt und präsentiert ihn immer wieder als barbarische Attraktion an seinem Hof. Die Wut, der Hass und die Angst vor dem Ungeheuer, das über hunderttausend Menschen auf dem Gewissen hat, lassen Floarea den Entschluss fassen, den Woiwoden zu töten. Auch wenn sie dadurch ihr eigenes Todesurteil unterschreibt.

Zur gleichen Zeit beschließt der fünfzehnjährige Carol, der Sohn von Vlad Draculea, endlich den Plan in die Tat umzusetzen, den er nach dem Fall seines Vaters geschmiedet hat: Er will herausfinden, ob seine ehemalige Spielgefährtin Floarea noch am Leben ist. Erbost über die Zustände am Hof seines Onkels Radu flieht er, als Sultan Mehmed ihn zum Befehlshaber seiner Armee von Panzerreitern ernennen will. Der Sultan setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Mit den Verfolgern auf den Fersen macht sich Carol auf zu einer Suche, die von Anfang an unter einem schlechten Stern steht …

 

Kurzzusammenfassung:

Vlad ist der Gefangene von Matthias Corvinus. Anstatt ein Todesurteil wartet eine Braut auf ihn. Ilona ist die Base des ungarischen Königs. Er heiratet sie gern, denn dadurch hofft er gegen seinen Bruder in den Krieg zu ziehen. Für diese Offerte ist ihm alles Recht, auch sein Glaube, den er aufgeben soll.

Sein Sohn Carol konnte indes aus dem türkischen Reich fliehen. Er will sich in die Dienste des ungarischen Königs stellen, außerdem sucht er Floarea, das Mädchen aus Kindertagen. Diese ist inzwischen eine Hofdame der Königin. Sie glaubt, dass Vlad tot ist und schüttert, als sie feststellen muss, dass er bald Ilona heiratet. Der Hass gegen ihn ist größer und Floarea will ihn töten.

Carol und Floarea treffen sich am Hofe des Königs wieder. Auch Carol hasst seinen Vater und will ihn tot sehen. Erstaunt muss er feststellen, dass Floarea die Tat schon umgesetzt hatte. Carol rettet sie und ihre Tante, weil ihr Leben auf dem Spiel steht. Ihnen bleibt nur die Flucht.

 

Vlad holte aus und schlug mit so viel Kraft zu, dass die Frau an dem Haken hin und her schaukelte.“

 

Wenn ihr wissen wollt, ob Vlad stirbt, dann müsst ihr das Buch schon selbst lesen. Das verrate ich nicht.

 

Meine Meinung:

Dieser Teil schließt direkt an das vergangene Buch an. Es wäre schon von Vorteil, wenn man den Vorgänger gelesen hat, denn sonst fehlt die direkte Durchsicht. Es wird zwar auf die vorangegangenen Bücher eingegangen, aber die Zusammenhänge fehlen.

Diesmal ist Vlad Draculea nicht mehr der Teufelsfürst, denn er ist der Gefangene. In seinem Wesen ist er zwar immer noch erbarmungslos, aber er muss sich anpassen.

Die Szenen sind diesmal auch nicht mehr so grausam, denn es gibt keinen Krieg, wo Vlad wüten kann. In dieser Trilogie ist dieser letzte Teil der gemäßigtere Teil in Bezug auf blutrünstige Szenen. Obwohl man die ja von Vlad, den Pfähler erwartet. Also ist der Leser auch darauf vorbereitet.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich aber miteinander verbinden. Die Protagonisten sind gut beschrieben, denn sie sind authentisch. Vlad ist kein Lamm, aber dennoch muss er sich selbst zähmen, um nicht selbst unterzugehen. Auch der Hass, wenn man selbst Gewalt zu spüren bekommen hat. Überzeugend!

Die Geschichte ist in Kapiteln unterteilt, die jeweils mit Überschrift versehen ist. Das Geschehen lässt sich flüssig lesen, ebenso passt das Cover hervorragend zu Vlad Draculea.

Am Ende gibt es ein Nachwort und die Bibliografie.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir die beiden blutrünstigen Teile besser gefallen haben. Da gegenüber ist dieser Teil harmlos, aber für das Ende dieser Trilogie passend.

Ein guter historischer Roman, den man seine Recherche anmerkt und aus der Schrift Bilder im Kopf werden lässt.

Fazit:

Nicht vergleichbar mit den beiden ersten Teilen, denn diese Geschichte ist im Verhältnis dazu recht harmlos. Aber trotzdem ist der Abschluss gut geschrieben, interessant und abwechslungsreich.

4 Sterne

 

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

Edition Aglaia
ISBN 978-3-95669-065-5
320 Seiten,
gebunden mit Lesezeichen
16,95 Euro

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/das-ende-des-teufelsfuersten/

 

Autorin: Silvia Stolzenburg wurde 1974 geboren und studierte Germanistik und Anglistik an der Universität in Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie über zeitgenössische Bestseller und fasst in dieser Zeit auch den Entschluss, selbst Roman zu schreiben. So befasst sie sich mit der Geschichte der Stadt Ulm und begann mit einer Trilogie, deren erster Teil Die Launen des Teufels 2010 bei Bookspot erschien. Der zweite Teil Das Erbe der Gräfin erschien 2011. Die Trilogie erzählt die fiktiven Schicksale der Menschen um den Ulmer Münster. Silvia Stolzenburg arbeitet derzeit als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb.

Die Salbenmacherin

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Klappentext:

Falsche Liebe  Als die sechzehnjährige Olivera aus Konstantinopel ihren Vater mit einer List dazu bringt, sie mit einem seiner Handelspartner zu verheiraten, ahnt sie nicht, welche lebensverändernden Folgen dies haben wird. Schon bald nimmt sie Abschied von der Heimat und bricht mit ihrem Gemahl auf zu einer langen Reise ins ferne Tübingen. Dort angekommen stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Einheimischen, auch ihr Liebster scheint sich mehr und mehr zu verändern. Es dauert nicht lange, bis Olivera herausfindet, dass er ein furchtbares Geheimnis hütet. Ihre Entdeckung bringt nicht nur sie in höchste Lebensgefahr …

 

Inhaltsangabe:

Olivera möchte gern heiraten, aber bisher hat Vater ihr noch keinen Gemahl gesucht. Als sie sich in Laurenz verliebt, ergreift sie eine List. Olivera nimmt den Handelspartner ihres Vaters zum Mann. Nach kurzer Zeit muss sie Konstantinopel verlassen und macht sich mit ihrem Mann auf den Weg in seine Heimat. Nach beschwerlicher Reise kommt sie endlich in Tübingen an. Dort muss sie feststellen, dass von der Bevölkerung Misstrauen gegen sie besteht. Aber nicht nur diese Besorgnis macht ihr zu schaffen, allein die Zweifel gegen ihren Mann geben ihr zu denken. Welches Geheimnis hütet er?

Die Arbeit mit dem Bruder ihres Mannes macht ihr Vergnügen und gibt ihr die Genugtuung, etwas Gutes zu tun.

Währenddessen werden immer mehr Leichen gefunden, denen Körperteile fehlen. Die Suche nach den Verdächtigen spitz sich zu. Nicht nur sie gerät in Gefahr und muss um ihr Leben fürchten.

 

Mehr wird nicht verraten!

 

 

Meine Meinung:

Zwei verschiedene Welten treffen aufeinander. Beides so anschaulich beschrieben, dass man denken könnte, die Autorin hat es selbst erlebt. Es steckt viel Arbeit dahinter, wenn man soviel Substanz sich aneignen muss, um solche Beschreibungen abzuliefern. Daumen hoch – kann ich nur sagen!

Die Orte sind ebenso großartig beschrieben, wie die Protagonisten. Glaubhaft in ihrem Charakter, Auftreten und Benehmen. Gerade bei Olivera, diese wechselhaften Gefühle sind überzeugend. Erst diese Verliebtheit, wie sie jeden trifft. Dann kommen die ersten Bedenken und Zweifel, erst später wird ihr klar, dass sie vorschnell gehandelt hat. Sie macht das Beste aus der Situation und wagt etwas.

Oder Laurenz, dem zwar sein schlechtes Gewissen zu schaffen macht, aber seine Gier nach Reichtum größer ist.

Schon früher waren Menschen aus einem anderen Land nicht willkommen und wurden minderwertig angesehen. Das hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht geändert, Vorurteile bestehen immer noch.

Etwas enttäuscht war ich – als das Buch endete. Hätte gern den weiteren Lebensweg von Olivera verfolgt, denn immer wenn es spannend ist, muss man aufhören. Es geht aber weiter, es gibt Teil 2.

Keine Angst, das ist nicht nur eine Liebesgeschichte, denn Gewalt, Blut und Gefahr gibt es genügend. Es geht um Mord und die Gier nach Reichtum.

 

Dann kniete er sich neben ihn, setzte das Messer an und begann sein grausiges Werk. Keine zehn Minuten später stopfte er das letzte Teil in seinen Beutel – der noch blutig war von seinem letzten Ausflug  – und zurrte ihn zu.“

 

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und hält die Spannung bis zum Schluss. Das Cover, ebenso der Titel passt hervorragend zur Historik. Die Kapitel sind untergliedert mit dem Ort und Jahr, sodass man auch keinen Faden verlieren kann.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie ist abwechslungsreich und fesselnd.

 

Fazit:

Ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der Fakten beinhaltet und zu einer spannenden Geschichte verarbeitet wurde.

Kann ich jederzeit empfehlen und deswegen vergebe ich gern 5 Sterne.

 

5 Sterne

 

 

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH

Historischer Roman

505 S. / 12 x 20 cm / Gebunden
ISBN 978-3-8392-1731-3

14,99 €

 

http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1235-die-salbenmacherin.html

 

Autorin: Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten historischen Roman. Seit Anfang 2016 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Museen und Archiven oder kraxelt auf steilen Burgfelsen herum – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.

 

Teil 2 gibt es auch schon:

 

http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1435-die-salbenmacherin-und-der-bettelknabe.html

Der italienische Garten

Der italienische Garten

Klappentext:

Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein Morgen kennt

Portofino 1943. Mitten im Krieg geht eine junge Frau von Bord eines Schiffes. Die Deutschen halten den malerischen Küstenort besetzt und lassen Elodie nicht mit ihren gefälschten Papieren passieren. Doch in letzter Sekunde gibt ein fremder Mann sie als seine Cousine aus und rettet sie. In seinem Haus auf den Klippen gewährt ihr Angelo Zuflucht. Aber Elodie kann niemandem trauen, denn ihr Geheimnis würde nicht nur sie das Leben kosten …

 

 

Meine Meinung:

Die Musik liegt ihr im Blut, denn das ist ein Erbe ihres Vaters. Für Elodie gibt es nichts Schöneres, als ihrer Leidenschaft nachzugehen. Sie spielt Cello und geht auf das Konservatorium in Verona. Aber sie hat ebenfalls das gute Gedächtnis ihrer venezianischen Mutter vererbt bekommen. Sie muss jeden Tag ansehen, wie der Faschismus immer mehr im Ort Fuß fasst. Ihre Freundin Lena hat sich der Widerstandsbewegung angeschlossen. Die Versammlungen finden in einem Buchladen statt. Aber Elodie lebt zurückgezogen und nur für ihre Musik. Das ändert sich, als ihr Vater verschleppt wird. Eines Tages wird er vor dem Haus gefunden – übel zugerichtet. Pietro hat seitdem alle Lebenskraft verloren. Elodie kann nicht mehr wegsehen und geht mir Lena zu einer der Versammlungen. Dort lernt sie Luca kennen – den Buchhändler. Die Mädchen werden als Kuriere eingesetzt, Elodie wird wegen ihrer Gabe stärker eingebunden. Als die Deutschen anrücken, wird jeder Widerstandskämpfer gebraucht. Aber die Gefechte fordern unter den Widerstandskämpfern viele Tote.

 

Eine sehr glaubwürdige Protagonistin ist Elodie. Sie verschließt ihre Augen, um nicht in die Vorgänge des Faschismus hineingezogen zu werden. Erst als ihre Familie selbst betroffen ist, schüttelt sie ihre Verunsicherung und Lähmung ab. Sie hat zwar trotzdem noch Angst, aber sie versucht ihre Beklemmung hinter sich zulassen. Ebenso probiert sie, in der schrecklichen Lage ein wenig Glück zu finden.

Diese Geschichte ist in Italien im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Mussolini, der sich mit Hitler verbündet hat, setzt sein Zerstörungswerk unter der Bevölkerung fort. Es ist gut beschrieben, wie die Menschen sich gegenseitig denunzieren, sich aber auch untereinander helfen. Der Krieg macht vor niemanden halt. Man kann wegschauen, aber es hilft nicht. Irgendwann ist es unvermeidlich, dass man in dem Albtraum hineingezogen wird. Jeder reagiert anders.

Es sind zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verbinden. Einmal die von Elodie und die des Arztes Angelo.

„Sie sieht ihn verwirrt an. „Aber wieso haben Sie ausgerechnet mich ausgesucht?“ Er mustert ihr Gesicht und sieht bestätigt, was er schon wusste. „Warum? Ganz einfach. Ich suche denjenigen aus, der am meisten Angst hat.“

Er hilft, wo er kann! Warum? Das müsst ihr schon selbst lesen.

Emotionen, glaubhafte Charaktere, das Zeitgeschehen und die Schwierigkeiten der Bevölkerung sind überzeugend dargestellt. Dazu eine Kulisse, die anschaulich in die Kriegswirren eingebunden ist. Gut finde ich auch, dass Kunst als Waffe benutzt wird.

Negativ finde ich, dass Elodie sich in kurzer Zeit wieder verliebt. Das finde ich unglaubhaft. Wer einen Menschen verliert, trauert viel länger.

 

Fazit:

Eine dramatische Geschichte mit Tiefgründigkeit, die die drastischen Seiten des Krieges aufzeigt. Diesmal ist die Bevölkerung dargestellt und der Kampf sich zu behaupten.

 

4 Sterne

 

Verlag: Diana Verlag

€ 9,99 [D]
Taschenbuch, Klappenbroschur

432 Seiten

ISBN: 978-3-453-35858-4

 

Als E-Book erhältlich

 

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-italienische-Garten/Alyson-Richman/Diana/e472868.rhd#\|info

 

Autorin: Alyson Richman ist amerikanische Bestsellerautorin und hat schon mehrere Romane verfasst, die in achtzehn Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York. Der italienische Garten ist ihr erster Roman im Diana Verlag.

 

Übersetzung: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

Historical – Piratenlady

Piratenlady

Klappentext:

Ainsley Castle soll ihr gehören! Für ihr Erbe muss die schöne Lady Valoree ihre Karriere als Freibeuterin aufgeben – und gemäß Testament schnellstens einen Ehemann finden! Der heißblütige Lord Daniel Thurborne umwirbt sie gekonnt, aber Valoree bleibt kühl. Da greift ihre Mannschaft zu einer List: Valoree und Daniel werden betäubt und an Bord gebracht. Man hisst die Segel, und als die Entführten wieder zu sich kommen, befinden sie sich auf hoher See – auf dem Meer der Leidenschaft …


Meine Meinung:

Keiner ahnt, dass hinter dem Kapitänsnamen „El Rojo“ eine Frau steckt. Valoree blieb nach dem Tod ihres Bruders nichts anderes übrig, als in seine Fußstapfen zu treten. Sie muss genügend Geld als Freibeuter anhäufen, um ihr Erbe anzutreten. Aber als es endlich soweit ist, muss sie entsetzt feststellen, dass das Testament eine Klausel hat. Sie als Lady muss schnellstens einen Adligen heiraten und innerhalb von acht Monaten schwanger werden. Das ist nicht einfach und Valoree will aufgeben, allerdings hält ihre Mannschaft davon nichts. Die Piraten wollen sich zur Ruhe setzen und nötigen Valoree dazu, einen geeigneten Heiratskandidaten zu finden. Die gesamte Mannschaft hilft ihr dabei. Valoree gibt ihr Debüt, aber das ist ein einziges Fiasko.

Mehr wird nicht verraten!

 

Woher soll ich wissen, dass es Kuchenteig war? Du hast mich nach unten geschickt, damit ich nachsehe, was Piet gemischt hat. Aber Piet war nicht da. Und da stand es – so ein weißes, klebriges Zeug. Für mich sah das aus wie Schminke.“

 

Ich habe lange nicht mehr so geschmunzelt, wenn ich mir die Episoden bildlich vorstelle. Und das kann man, denn die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, ebenso das gesamte Milieu.

Valoree ist eine starke Persönlichkeit, die Mut hat und ihren eigenen Weg geht. Sie möchte ihre Eigenständigkeit auch bei einer Heirat nicht aufgeben. Ihr Heiratskandidat hat ebenso eine starke Persönlichkeit und so gibt es untereinander eine Konfrontation.

Der gesellschaftliche Status spielt eine große Rolle. Valoree die sich gegen die gesellschaftliche Stellung der Frau auflehnt und ihre eigenen Regeln aufstellt. Im Laufe der Geschichte tauchen Perspektiven auf, wo Personen eine andere Autorität haben, als angenommen.

Eine fantasievolle historische Geschichte, die mit Humor und Herz angereichert ist. Verschiedene Charaktere und eine gute Beschreibung der Atmosphäre garantieren ein gutes Lesevergnügen. Die Handlung lässt sich flüssig lesen und das Cover passt zum Inhalt des Buches.

 

Fazit:

Die Geschichte hat viele Facetten. Lustig, fesselnd, erotisch und viel Herz. Das Buch finde ich sehr lesenswert und kann es jederzeit empfehlen.

 

5 Sterne

 

 

Verlag: Cora Verlag Hamburg

Erscheinungstag: Di, 03.05.2016

ISBN: 9783733765514

Historical,  Band 25

Broschiert, 384Seiten

5,99 € (D)

 

https://www.cora.de/cora-shop/historical/historical-themenbande/historical-prasentiert/piratenlady.html

 

 

Autorin: Lynsay Sands

Bekannt ist die kanadische Autorin Lynsay Sands für ihre historischen sowie übernatürlichen Geschichten, die sie mit ihrem speziellen Humor ausstattet. Sie hat eine Buchreihe über die Familie Argeneau verfasst, dabei handelt es sich um eine moderne Vampirfamilie. Für ihre über 30 Bücher hat sie bereits mehrere Auszeichnungen erhalten.

Ihr erstes Manuskript sandte sie nach Abschluss der Highschool an einen Verlag, der in seiner Antwort bat, das Manuskript umzuschreiben. Diese Antwort deutete sie als Ablehnung, deshalb begann sie ein Psychologie-Studium an der Windsor Universität. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie im Jahr 1997. Mit den Kenntnissen der menschlichen Seele sowie ihrem Humor bewältigt sie die Arbeit und ihr Leben. Mit einer genialen Mischung aus mittelalterlicher Romantik sowie mit den sympathischen Heldenpaaren schafft sie es, kurzweilige Geschichten zu schreiben. Bisher stand Lynsay Sands bereits auf zahlreichen Bestseller-Listen, unter anderem bei der New York Times, dem Spiegel, außerdem ist sie Romantic Times-Bestseller Autorin.

Wie Lynsay Sands über sich selbst sagt, wurde sie im Jahr 1142 geboren, und zwar weil sie das Historische liebt. Die kanadische Autorin liebt ihren Beruf, da sie in ihren Büchern entscheiden kann, dass das Gute über das Böse siegt.

 

Übersetzung: Ilka Paradis-Schlang