Archiv

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Klappentext:

Manchmal kann ein Buch dein Leben für immer verändern.

Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

 

„Vorsicht Spoiler!“

Mitten auf dem Gehsteig liegt ein Buch. Loveday schmerzt dies, denn Bücher sind ihr Leben. Sie hebt es auf und nimmt es mit in die Buchhandlung, in der sie arbeitet. Sie klebte einen Zettel an das Fenster – gefunden …! Eines Tages stand ein junger Mann vor ihr, um das Buch abzuholen. Ein Faltblatt steckte im Briefkasten – Einladung zu einem Poetry-Slam. Loveday wusste, dass es Nathan hinterlassen hatte. Eine Kiste alter Bücher bedrückte ihr Gewissen, denn viele Erinnerungen stürzten über sie herein. Rob, ihr Exfreund, belästigte sie wieder, als sie den Laden verlassen wollte. Daraufhin eilte sie zu diesem Lyrikabend, der ihr Leben durcheinanderbrachte. Von diesem Moment an ging alles Drunter und Drüber, denn die Ruhe in ihrem Leben gab es nicht mehr. Ihr Leben wurde auf dem Kopf gestellt, indem schmerzhafte Erinnerungen sie einholen und qualvolle Momente in ihrem neuen Leben auftauchen.

 

Meine Meinung:

„Ein Buch ist ein Streichholz im schwelenden Augenblick zwischen Anreißen und Aufflackern der Flamme.“

So beginnt die Geschichte einer jungen Frau, die versucht von anderen Menschen Abstand zu halten.

Mit Loveday hat die Autorin eine Protagonistin geschaffen, die man nicht abwägen kann. Sie meidet Menschen und liebt Bücher. Sie ist keine Vorzeigelady, denn sie hat Tattoos, Piercings und kleidet sich nicht nach der Mode. Durch ihr Aussehen und ihre Art rebelliert sie.

Sie versucht alles, um unbedeutend zu sein, sie versteckt sich hinter Büchern, nur um die Erinnerung nicht aufleben zu lassen. Erst ein junger Mann und alte Bücher reißen die Wunde auf und die Protagonistin muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Nathan ist ein Dichter, aber hat auch seine Eigenarten. Er ist ok, aber er ist nicht außergewöhnlich.

Toll finde ich von den Protagonisten Archie, der nichts auf das Aussehen gibt, sondern hinter die Fassade schaut. Seine Eigenarten und sein Charakter sind gut gewählt und glaubhaft. Ihn finde ich sehr sympathisch und überzeugend.

Gut beschrieben ist auch das Umfeld, wie z. B., die Buchhandlung.

Es gibt zwei Handlungsstränge – einmal die Vergangenheit und dann die Gegenwart von Loveday.

Der Roman ist kein Liebesroman in dem Herzen schmelzen, sondern hat ein ernstes Thema, welches gut umgesetzt ist. Auch Gedichte im Poetry-Slam sind vorhanden.

Die Geschichte ist bewegend, aber auch gleichzeitig etwas beunruhigend. Es zeigt auf, was passieren kann, wenn Menschen aus der Verankerung geraten. Wie der Strudel dann alle erfasst und wie die Auswirkungen sind.

Das Cover passt, der Titel ebenso. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist in Abschnitten angelegt. Der Auftakt des jeweiligen Bereiches ist betitelt, mit einem Zeitpunkt versehen und kleinen Grafiken auf dieser Seite. Finde ich originell.

Den Anfang fand ich etwas langatmig, aber das Geschehen wurde immer interessanter. Eine bewegende Geschichte über das Auseinanderbrechen einer intakten Familie.

 

Fazit:

Die Geschichte ist aufschlussreich, berührend und bedeutsam. Traumatische Erlebnisse einer Kindheit sind überzeugend dargestellt, ebenso die Auswirkungen im Erwachsenenalter.

 

4 Sterne

 

Verlag: Knaur TB

Klappenbroschur,
02.10.2017, 320 Seiten
ISBN: 978-3-426-52075-8

€ 9,99 (D)

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9375878/ich-treffe-dich-zwischen-den-zeilen

 

Autorin: Wenn Stephanie Butland nicht gerade in ihrem Gartenatelier ist und Romane schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin und hilft Menschen, kreative Lösungsansätze zu finden. In ihrer Freizeit liest, backt und strickt sie gern. Außerdem tritt sie gelegentlich bei Poetry-Performances auf. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

 

Übersetzung: Maria Hochsieder

 

Link: https://www.droemer-knaur.de/home

Advertisements

Im Feuer der Freiheit

Im Feuer der Freiheit

Klappentext:

Hamburg 1813:

Für die winterliche Alsterstadt schlägt unter französischer Besatzung die kälteste Stunde: Inmitten der politischen Wirrungen der napoleonischen Kriege kämpft die junge Fanny nach dem Tod ihres Onkels um ihre eigene Unabhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist ihr dabei der attraktive und ehrenhafte, doch unnahbare Georg von Alvesloh, der ihr – ganz zu ihrem Ärgernis – als Vormund zur Seite gestellt wurde. Fanny wird schon bald von alten Gefühlen verwirrt, als ihr Temperament und seine kühle Besonnenheit aufeinanderschlagen. Sie ist sich völlig sicher: Von Alvesloh hat ein dunkles Geheimnis, das ihn gefangen hält – und irgendetwas muss der schneidige Oberst Tettenborn damit zu tun haben.
Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, begibt Fanny sich in den Bann staatlicher Verwicklungen – und in große Gefahr, ganz anders als erwartet nicht außerhalb der Stadtmauern…

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Fanny ist unglücklich. Ihr Onkel ist verstorben und ausgerechnet Georg von Alvesloh wird ihr als Vormund zugeteilt. Ihre Freundin Caroline ist verliebt, aber ihre Eltern lehnen den jungen Mann ab. Dazu steckt Hamburg mitten im Kriegsgetümmel. Die Gefahr lauert überall und Fanny will mit aller Macht, dass Hamburg wieder frei ist. Dazu begibt sie sich, ohne zu überlegen, in großer Gefahr. Nur Georg von Alvesloh ist es zu verdanken, dass Fanny nichts passiert. Inzwischen ist Caroline schwanger und in großer Not. Fanny nimmt die Freundin auf, aber auch sie sind in Bedrängnis, denn die politischen Unruhen nehmen zu. Darüber hinaus hat Fanny ihr Herz verloren.

 

Das ist eine Kurzzusammenfassung, denn ich möchte ja nicht den ganzen Inhalt verraten.

 

Meine Meinung:

Der historische Roman hat einige Gruppierungen. Zum einen sind es die politischen und kriegerischen Konfrontationen in Hamburg, dann das Erleben dieser Auseinandersetzungen innerhalb der Bevölkerung und dann kommt die Anziehung der Geschlechter dazu.

Das Thema macht die Geschichte nicht langweilig, sondern lässt sich mühelos mit den Protagonisten und dem Geschehen verflechten.

Die Geschichte ist interessant, manchmal etwas dramatisch, aber auch humorvoll, denn dafür sorgen die Protagonisten. Die Charaktere sind gut gewählt. Fanny, die ungeduldig und emanzipiert ist. Aber sie hat Herz und Courage. Georg verkörpert das gestandene Mannsbild. Er hat schneit, ist klug und tapfer, dennoch hat er ein einfühlendes Herz. Er kümmert sich wirklich um Andere, auch die nicht privilegiert sind. Aber am besten hat mir der kleine Jakob gefallen. Er ist anspruchslos, weil er die Armut kennt. Hat jedoch stolz und ist pfiffig.

Der Roman startet mit einem Prolog, ist in Kapitel angelegt und lässt sich flüssig lesen. Der Titel passt super zur Geschichte, ebenso das Cover. Man merkt, dass die Autorin viel recherchiert hat, denn die Geschichte hat viel Glaubwürdigkeit. Das Geschehen ist abwechslungsreich und hat überzeugende Persönlichkeiten.

Mich hat das Buch überzeugt, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.

 

Fazit:

Dieser historische Frauenroman ist kein Rührstück, er hat Ausdruckskraft und dennoch Einfühlungsgabe.

 

5 Sterne

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/im-feuer-der-freiheit/

 

Verlag: Bookspot Verlag

Edition Carat
ISBN 978-3-95669-090-7
384 Seiten, Klappenbroschur mit Lesezeichen
14,80 Euro

 

Autorin: Bele Freudenberg, geboren 1978, studierte Geschichtswissenschaft und Psychologie in Hamburg und Schottland. Neben ihrer Promotion forschte und lehrte sie an der Universität Hamburg, bevor sie über ihre Liebe zur Geschichte zum Schreiben kam. Sie lebt mit Mann und Kindern in Hamburg.

 

Link: http://blog.bookspot.de/

Fighting to Be Free – Nie so geliebt

Fighting to Be Free

Klappentext:

Es ist Jamies letzte Chance auf ein normales Leben. Bisher war seine Existenz bestimmt von Armut und Gewalt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen ist er voller guter Vorsätze. Doch so leicht entkommt man seiner Vergangenheit nicht. Dann begegnet er Ellie — und sie verkörpert all das, wonach er sich sehnt. Die Anziehungskraft reißt sie beide mit. Jamie will alles tun, sich ihrer würdig zu erweisen, der Mensch zu werden, den Ellie lieben kann. Aber noch hat er ihr nicht die Wahrheit über seine dunklen Taten gestanden. Sind Ellies Gefühle stark genug, um bei ihm zu bleiben? Bei einem Mann, der das Leben eines anderen auslöschte …

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Aus dem Gefängnis entlassen, versucht Jamie sich ein neues Leben aufzubauen. Er möchte ehrliche Arbeit und nicht mehr auf die schiefe Bahn geraten. Bei einem Clubbesuch lernt er Ellie kennen. Sie verkörpert all das, was er gar nicht kennt. Er verliebt sich in sie und setzt alles daran, dass sie seine Vergangenheit nie erfährt. Aber das Leben ist nicht berechenbar. Um die Schulden seiner Mutter zu begleichen, lässt sich Jamie auf einen Deal ein. Ein Deal, die ihm die Freiheit und die Liebe seines Lebens kostet.

Ellie ist von Jamie äußerst angetan. Sie erkennt an seinem Körper, dass er keine leichte Vergangenheit hatte. Als sie von ihrem Exfreund erfahren muss, dass Jamie ein Mörder ist, stellt das ihre Liebe auf eine harte Bewährungsprobe.

„Mein ganzes Leben war in einer einzigen Nacht den Bach hinuntergegangen. Eine einzige Nacht hatte alles zerstört, und damit musste ich nun für immer zurechtkommen.“

 

Meine Meinung:

„Fighting to be Free“ – Kämpfen um frei zu sein – so könnte man den Titel übersetzen. Genauso ist das Geschehen mit dem Protagonisten verbunden. Jamie ist die tragende Figur in der Geschichte. Eine sehr schwere Kindheit, die ersten Jugendjahre im Knast verbracht und die Zukunft liegt nicht gerade als Geschenk verpackt bereit. Aber doch hat er Hoffnung und ist bereit für einen Neuanfang. Dabei assistiert er sich selbst, denn er lehnt jede Hilfe ab, um nicht wieder in illegale Machenschaften verwickelt zu werden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Um Andere zu schützen, ist er wieder in krumme Sachen verwickelt. Er ist ein Mann der Tat, obwohl er erst 18 Jahre ist. Das hat mich in der Geschichte überrascht. Die Darlegung von Jamie hatte mich auf einen älteren Protagonisten eingestimmt. Der Charakter von Jamie ist wirklich überzeugend, denn er ist zwar ein Krimineller, aber auch wieder nicht.

Dagegen finde ich Ellie nicht so überzeugend. Sie ist mir einfach viel zu leutselig. Auch wenn sie aus gutem Hause ist, ist man mit 17 nicht so naiv, wie sie dargestellt wird.

Die Einordnung der Geschichte ist nicht leicht. Es ist zwar eine Liebesgeschichte im Jugendbereich, hat aber auch Elemente eines Krimis. Dadurch besitzt das Geschehen mehr Handlung und es ist etwas Spannung vorhanden. Natürlich gibt es auch Erotik, die aber nicht ordinär ist. Eigentlich ist es ein Intermezzo zwischen Jamie und Ellie, das den größten Teil der Geschichte einnimmt. Dadurch zieht sich die Geschichte in die Länge. Ansonsten lässt sich der Werdegang flüssig lesen.

Das Geschehen ist in Kapiteln angelegt und wird aus der Sichtweise von Jamie und Ellie erzählt. Das Cover ist ansprechend und der Titel passt zur Geschichte.

Jedenfalls ist diese Liebesgeschichte keine Schnulze, sondern sie hat einen sozialen Brennpunkt und Einfühlungsgabe. Deswegen würde ich den zweiten Teil auch lesen wollen.

 

Fazit:

Mir hat die Geschichte gefallen, denn es gibt ansprechende Charaktere, etwas Dramatik und viel Gefühl. Dazu mit Jamie einen Protagonisten, der als tragende Figur einen sympathischen und attraktiven Helden abgibt.

4 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/fighting-to-be-free-nie-so-geliebt

 

Verlag: Mira Taschenbuch, in der Harper Collins Germany GmbH

ISBN: 9783956496806

Taschenbuch, 528 Seiten

12,99 € (D)

Autorin: Fighting to be Free – Nie so geliebt“ ist der erste gedruckte Roman von Kirsty Moseley. Zuvor veröffentlichte die Autorin aus Norfolk ihre spannenden und gefühlvollen Geschichten als E-Books im Selbstverlag – und fand Millionen begeisterter Leserinnen und Leser. Kirsty Moseley ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. Eines der Geheimnisse ihrer Romane: Ein klein wenig ähneln fast alle ihrer Helden ihrem Ehemann Lee. Natürlich nur in seinen besten Eigenarten.

Übersetzung: Christiane Meyer

 

Teil 2 kommt im November: https://www.harpercollins.de/mira/fighting-to-be-free-nie-so-begehrt

 

Sieben Tage voller Wunder

Sieben Tage voller Wunder

Klappentext:

Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

 

„Vorsicht Spoiler!“

Hannah muss nach England zurück. Ihr Urlaub bei ihrer Schwester ist vorbei, ebenso ihre Beziehung zu ihrem Freund. Trotz der Sturmwarnung wollte sie unbedingt diesen Flug nehmen. Auf dem Flughafen machte sie Bekanntschaft eines Mannes, der ebenfalls einchecken wollte. Seine Augen fielen ihr zuerst auf, bevor sie ihn überhaupt attraktiv fand. Der Flirt fand ein Ende, als sie ihren Sitzplatz einnehmen musste. Der Flieger hatte wegen des herannahenden Sturms seine Schwierigkeiten, es dauerte nicht lange, da stürzte das Flugzeug ab. Hannah überlebte, ebenso Logan, der schnell in der Wildnis die Führung übernahm. Ganz auf sich allein gestellt, mussten die Beiden den Widrigkeiten der Natur gegenübertreten, immer in der Hoffnung auf Rettung.

„Ich bin hier, Kate. Es ist alles in Ordnung. Ich habe überlebt, und ich bin nicht allein.“

 

Meine Meinung:

Es ist ein Roman, der nicht direkt realitätsbezogen ist. Es ist aber eine gute Mischung zwischen Realität und Dichtung. Die Geschichte ist abenteuerlich, aufwühlend und tragisch. Sie ist zugleich gefühlsbetont, aber auch glaubhaft. Die Protagonisten sind überzeugend und ebenso die Atmosphäre in dieser extremen Situation. Ich finde gerade den Überlebenskampf und diese Ausnahmesituation sehr gut beschrieben. Dazu passt Hannah, wo man genervt über sie ist, aber auch gleichzeitig überrascht, wie sie ihre Situation meistert. Egal ob sie Einbildungskraft benötigt, um diese desolate Gegebenheit gewachsen zu sein.

Die Geschichte ist in Tagen untergliedert, darüber jedes Mal eine Illustration vom Himmel. Sie lässt sich flüssig lesen und ist spannend bis zum Schluss.

Das Cover passt nicht ganz, denn es sieht mir zu sommerlich aus.

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe sie in einem Rutsch gelesen und war über den Schlussteil vollkommend erstaunt. Aber das habe ich schon bei einer Geschichte von der Autorin erlebt – es ist nie so, wie man sich das vorstellt.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, denn es berührt nicht nur das Herz.

 

Fazit:

Überraschende Begebenheiten und Ereignisse lassen diese Geschichte nicht langweilig werden. Zudem ist sie einfühlend und tragisch.

 

5 Sterne

 

Verlag: Knaur Taschenbuchverlag

02.10.2017

Klappenbroschur, 240 Seiten
ISBN: 978-3-426-52088-8

€ 9,99 (D)

 

Eine Leseprobe gibt es hier: https://www.droemer-knaur.de/buch/9376618/sieben-tage-voller-wunder

 

Autorin: Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihren Spiegel-Bestsellern „Die Achse meiner Welt“, „Die Nacht schreibt uns neu“ und „Der Klang deines Lächelns“ erscheint mit „Sieben Tage voller Wunder“ die vierte emotionale und hochdramatische Liebesgeschichte.

 

Übersetzung: Sonja Rebernik-Heidegger

 

Link: https://www.droemer-knaur.de/home

Vermächtnis der Herzen

Vermächtnis der Herzen

Klappentext:

Dem Feuer zu nah
Der Rechtsanwalt Jared MacKade versteht die Welt nicht mehr. Warum freut sich die alleinerziehende Savannah Morningstar nicht über das Erbe? Wiese weigert sie sich das Geld, das ihr das Leben erheblich erleichtern würde, anzunehmen? Doch Jared ist entschlossen, alle Geheimnisse der attraktiven Single-Mom, zu der er sich unwiderstehlich hingezogen fühlt, zu lüften …


Tödlicher Champagner
Überraschend hinterlässt Onkel Jolly ihr und Michael Donahue seinen gesamten Besitz. Aber es gibt einen Haken: Laut Testament muss Pandora ein halbes Jahr mit Michael zusammen unter einem Dach leben. Nicht nur wegen Michaels Sex-Appeal, der Pandora bald um den Schlaf bringt, eine Herausforderung! Denn die Aussicht auf ein Millionenvermögen ruft skrupellose Neider auf den Plan.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Dem Feuer zu nah

Savannah lebt mit ihrem Sohn allein. Da erbt sie von ihrem Vater Geld, aber sie lehnt dieses Erbe ab. Der Rechtsanwalt gibt jedoch nicht auf, denn die junge Frau gefällt ihm. Da kommt ihm der Rechtsanspruch sehr gelegen. Mit der Zeit kommen sie sich näher. Aber ihre Vergangenheit lässt Jared keine Ruhe. Savannah beendet die Beziehung, der Traum von einer Familie ist somit beendet.

 

Tödlicher Champagner

Pandora liebte den alten Griesgram und sie war sehr traurig, dass ihr Onkel verstorben war, was man von der anderen Verwandtschaft nicht sagen konnte. Bei der Testamentseröffnung stellte sich heraus, dass sie und Michael den gesamten Besitz erben würden. Allerdings müssen sie ein halbes Jahr dort zusammenwohnen. Pandora wollte ihrem Onkel den letzten Wunsch erfüllen, jedoch graute es ihr davor, denn Michael war nicht nur intelligent, sondern auch attraktiv. Jedoch war ihnen keine Ruhe beschieden, denn jemand setzte alles daran, das Testament anzugehen, indem sie in Gefahr gebracht werden.

 

Meine Meinung:

In diesem Buch sind zwei Geschichten vorhanden. Der Inhalt hat nicht nur mit Liebe zu tun, sondern auch mit Versöhnung. Es ist ein Frauenroman, der sich flüssig lesen lest. Er ist nicht langweilig, sondern amüsant. Von kurzweilig bis dramatisch kann man den Inhalt wieder geben. Der Schreibstil ist ebenso entspannt, wie bewegend.

Die Protagonisten sind gut gewählt, denn sie passen gut zu den Charakteren. Das Ambiente ist gut beschrieben, genauso wie die ganze Atmosphäre. Gut finde ich auch, dass die Frauen ihre eigenen Träume verwirklichen.

Der Titel als Überschrift für beide Geschichten passt hervorragend. Das Cover ist auch ansprechend.

Nora Roberts ist auch eine Garantin für gelungene Romane, die nicht inhaltsleer sind. Mir haben diese Geschichten gut gefallen, da gibt es nichts zu bemängeln.

 

Fazit:

Gute Handlung, gute Charakteristik und Darstellung machen dieses Buch lesenswert.

 

5 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier: https://www.harpercollins.de/mira/vermachtnis-der-herzen-band-26016

 

Verlag: Mira Taschenbuch

ISBN: 9783956496912

Taschenbuch, 416 Seiten

9,99 € (D)

 

Autorin: „Stell dich dem Glück in den Weg“, das ist das Motto von Bestsellerautorin Nora Roberts. Eleanor Marie Robertson kam als jüngstes von fünf Kindern in Maryland zur Welt. Ihre Familie, die ursprünglich aus Irland stammte, hatte sich das neue Leben in den USA hart erkämpfen müssen. Trotzdem blieb immer Zeit für Geschichten, für Bücher und zum Lesen.

Ihren ersten eigenen Roman schrieb Nora Roberts im Alter von 30 Jahren, als sie in ihrem Landhaus von einem Schneesturm überrascht wurde. Abgeschnitten von der Außenwelt, griff Nora kurzer Hand zu Papier und Stift, um sich die Wartezeit zu verkürzen. Zunächst wollte kein Verlag die romantische Liebesgeschichte veröffentlichen. Doch Nora Roberts glaubte weiter an ihren Erfolg. Und sie behielt Recht: Als 1981 ihr erstes Buch erschien, wurde es sofort ein Bestseller.

750.000 Mal verkaufte sich die Geschichte einer jungen Irin, die in der Fremde ihr Glück sucht. Seit dem Erscheinen von „Irische Herzen“ (im Rahmen der Irland Trilogie) vergrößert sich Noras Fangemeinde mit jedem neuen Werk. Inzwischen ist sie die wahrscheinlich bekannteste Romance-Autorin überhaupt: Sie hat über 170 Bücher geschrieben, von denen weltweit pro Minute 27 Exemplare verkauft werden.

Und der Ideenreichtum der beliebten Autorin scheint unerschöpflich. Jeden Tag sitzt Nora Roberts acht Stunden an ihrem Schreibtisch. „Das ist wichtig“, sagt sie, „damit die Quelle nicht versiegt.“

Nora Roberts ist Preisträgerin des Romantic Times Career Achievement Award, 1991; Romance Writers of America Centennial Award, 1997; Romance Writers of America Golden Medallion Award (sieben Mal); Quill Award for Blue Smoke, 2006. 2014 erschien Ihr Roman „Spuren der Hoffnung“

Unter dem Pseudonym J.D. Robb schreibt Nora Roberst auch Krimis.

 

Übersetzung: Patrick Hansen

 

Link: https://www.harpercollins.de/

 

Der englische Botaniker

Der englische Botaniker

Klappentext:

Eine tragische Liebe vor sinnlich-magischer Kulisse von Spiegel-Bestseller-Autorin Nicole C. Vosseler

London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold“ – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile  Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen

 

 „Vorsicht Spoiler!“

Robert Fortune hatte eine Mission. Im Auftrag der Horticultural Society of London sollte er Samen und Pflanzen sammeln, die für England interessant und vielleicht noch unbekannt waren. Deswegen fuhr Robert auf dem Schiff nach China, einem Abenteuer entgegen, für das er nicht geschaffen war. Er war aus England noch nie herausgekommen und jetzt sollte er ein Jahr in einem fremden Land verbringen, dessen Sprache er nicht verstand. Aber der Ahnung auf fremde Blüten machte ihn frohen Mutes, denn das war seine Welt, davon verstand er etwas. Bedauerlich war nur der Umstand, dass seine Frau und Kinder auf ihn verzichten mussten. In China erwartete ihn Wang, der seine Sprache verstand und ihn begleitete. „Fremder Teufel“ so nannten ihn die Chinesen. Einerseits hatten sie Respekt, aber auch Hassgefühl gegen die Fremden im Land. Bei einem Überfall wurde er von einer jungen Frau gerettet, denn sie konnte ihr Schwert besser führen, als ein Mann. Von da an beobachtete die junge Frau ihn aus der Ferne. Robert durchstreifte die Gegend, immer darauf bedacht, seltene Pflanzen zu finden. In einem Kloster bekam er ein Geschenk – Teepflanzen. Robert wollte gern alles über die Erzeugung von Tee wissen. Aber sein Jahr war um und er musste nach England zurück. Schließlich verlängerte Robert seinen Aufenthalt in China. Er brach mit seinen eigenen Regeln, denn er verliebte sich in Lian.

 „Zwei Seelen, von den Göttern bei der Geburt mit einem roten Faden verbunden, der niemals durchtrennt werden konnte. „

Das ist eine kurze Zusammenfassung, denn es passiert natürlich viel mehr.

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. China und Schwertkunst ist nicht mein Lieblingsthema. Deswegen war ich erstaunt, dass sich die Geschichte so interessant ergeben hat. Die Protagonisten sind glaubwürdig und verständlich, ebenso deren Charaktere. Die Handlung ist nachvollziehbar, denn die Autorin hat die Grenze zwischen Tatsachen und Dichtung gut verknüpft. Es gibt Auszüge aus den Reiseberichten von Robert Fortune, die in dieser Geschichte eingearbeitet wurden. Ebenso werden Pflanzen definiert.

Die Perspektiven wechseln, sodass die Erscheinungsform sich verändert. Die Stellung der Frau wird ebenso beschrieben, wie die Anstrengung um Selbstbestätigung. Gerade bei Roberts Frau Jane kommt das gut zum Vorschein. Ihre Betrachtungsweise ist in Kursivschrift dargestellt.

Aber auch Lian, die sich nicht in die Zwänge der Gesellschaft einordnet.

Es ist kein Reisebericht, aber auch kein sentimentaler Liebesroman. Die Szenerie ist authentisch, sodass man eine gute Vorstellungskraft hat. Man muss bedenken, dass eine Erforschung früher viel aufwendiger war, sehr gefahrenreich

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, ist ereignisreich und reizvoll. Der Titel passt, ebenso das Cover.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Buch überrascht hat. Mir hat die Geschichte gut gefallen, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.

 

Fazit:

Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.

 

5 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/der-englische-botaniker#product-info-tab1

 

Verlag: Harper Collins

ISBN: 9783959671033

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 500 Seiten

22,00 € (D)

 

Autorin: Nicole C. Vosseler wurde 1972 in Villingen-Schwenningen geboren und studierte nach dem Abitur Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und in Konstanz, wo sie heute – mit Blick auf den Bodensee – lebt. Mit ihrem Bestseller „Sterne über Sansibar“ gilt sie als Mitbegründerin des Love and Landscape-Genres und ist darüber hinaus erfolgreiche Autorin von Jugendbüchern. Ihre Bücher wurden bereits in acht Sprachen übersetzt.
Vosseler, die selbst einmal im Jahr eine Fernreise unternimmt und sich dabei gern als „Food-Ethnologin“ unter Beweis stellt, hat mit „Der englische Botaniker“ wieder eine neue Gattung definiert: den magisch-sinnlichen Abenteuerroman.

 

Link: https://www.harpercollins.de/

Triff das Glück auf halbem Weg

Triff das Glück auf halbem Weg

Klappentext:

Eine Schatulle mit einer Kette und drei Anhängern: Herz, Kreuz und Schlüssel. Das ist es, was Rebecka erbt. Vom wem, weiß sie nicht. Und sie hat keine Zeit darüber nachzudenken, denn ihr Alltag als Ehefrau, Mutter von zwei Kindern und erfolgreiche Journalistin bei einer Zeitung nimmt sie in Anspruch. Vor allem im Job stehen große Herausforderungen an, denn sie hat sich auf die Stelle der Chefredakteurin beworben. Doch sie bekommt unverhofft Konkurrenz: Ihre erste große Liebe Sam kehrt nach 15 Jahren in New York nach Stockholm zurück. Und als sie herausfindet, wer ihr die Kette vermacht hat, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung.

 

„Vorsicht Spoiler!“

Bei einem Termin in einer Kanzlei erfährt Rebecka, dass sie nicht nur Geld geerbt hat, sondern auch eine Schatulle. Sie kennt die verstorbene Person nicht, nur ihre Mutter, die aber nichts verrät. Rebecka akzeptiert das Erbe, nimmt die Schatulle und hetzt zur Redaktion, weil ihre Chefin sie dazu telefonisch aufgefordert hat. Ihre Mutter holt inzwischen die Enkelkinder ab und Rebecka hat ein schlechtes Gewissen. Was sich allerdings noch verschlimmert, weil sie mehr Zeit in der Redaktion verbringt, als zu Hause. Ebenso ergeht es ihrem Mann, der ein Architekturbüro hat. Beide streiten sich immer mehr, weil jeder seine eigene Karriere voranbringen möchte. Jedoch schaffen sie es nicht, Job, Kinder, Haushalt und Haustier unter ein en Hut zu bringen. Die Freundschaft zu ihrer Freundin Anna leidet ebenso darunter. Als Rebecka einen Brief erhält, weiß sie genau, dass sie der Story ihres Lebens auf der Spur ist. Die Schatulle trägt viel dazu bei. Als dann ihre große Liebe Sam als neuer Mitarbeiter vorgestellt wird, ist das Durcheinander in ihrem Leben vollkommen. Bald ist nichts mehr so, wie es war.

 

Meine Meinung:

Jede berufstätige Frau kennt diese Empfindung, dass der Druck von Job, Kindern, Mann und Haushalt einmal zu viel wird. Die Autorin hat das sehr gut herausgefiltert. Man merkt auch in der Geschichte, dass sie einen guten Einblick in das Redaktionsgeschäft hat, denn die Begebenheiten sind gut dargestellt.

Auch mit den Protagonisten ist eine gute Wahl getroffen wurden. Anton, der sich am liebsten eine Frau zu Hause wünscht und das Gegenteil schwer akzeptieren, kann. Rebecka ist absolut überzeugend. Sie möchte Karriere und eine Familie. Das Spagat dazu fällt ihr schwer, denn sie kann nicht richtig koordinieren, weil sie geistesabwesend ihren Blick nur auf bestimmte Dinge richtet. Ihre Familie leidet darunter, das kommt allerdings nicht so rüber, weil alles aus der Sicht von Rebecka geschieht.

Gut finde ich die Freundschaft der Frauen, die auf einer harten Bewährungsprobe gestellt wird. Aber auch die Intrigen am Arbeitsplatz spielen eine Rolle.

Die Geschichte ist Fiktion, trotzdem spielt die Adoption eine große Rolle, denn hier geht es um Handhabung von Kindern, die ihren Müttern weggenommen wurden. Das gab es früher in verschiedenen Ländern tatsächlich.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist in Monaten angelegt. Das Cover passt, aber der Titel sagt nichts über die Geschichte tatsächlich aus.

Es ist kein Frauenroman mit geringer Tiefe, denn dafür sind Zwangsadoptionen ein voluminöses Thema. Wer hier, aufgrund des Titels, auf einen malerischen Liebesroman lauert, ist falsch.

 

Fazit:

Die Charaktere sind überzeugend, ebenso wie der Redaktionsalltag. Das Geschehen steckt voller Ereignisse und machen aus dieser Geschichte ein Lesevergnügen.

4 Sterne

 

Eine Leseprobe gibt es hier:

https://www.harpercollins.de/mira/triff-das-gluck-auf-halbem-weg

 

Verlag: Mira Taschenbuch

ISBN: 9783956497094

Taschenbuch, 356 Seiten

9,99 € (D)

 

Autorin: Geschichten hatten immer schon einen großen Einfluss auf Jenny Fagerlund. Bereits als Kind gab es nichts Spannenderes für sie, als sich in neue Gedankenwelten zu begeben. Sie machte das Schreiben zu ihrem Beruf und lebt heute als Journalistin und Mutter von drei kleinen Kindern in Stockholm. Dies ist ihr erster Roman.

 

Übersetzung: Ulla Ackermann

 

Link: https://www.harpercollins.de/