Die Dame mit dem blauen Koffer

Die Dame mit dem blauen Koffer

Klappentext:

Die quirlige und lebenshungrige Justine arbeitet als Altenpflegerin in einem Seniorenheim. Besonders rührend kümmert sie sich dabei um die 90jährige Hélène, die sich die meiste Zeit mit einem blauen Koffer am Strand, irgendwo im Süden Frankreichs, wähnt. Dort glaubt sie, von ihrem geliebten Mann Lucien erwartet zu werden.
Peu à peu erzählt sie der 21jährigen Justine die bewegende Geschichte ihrer großen Liebe, die während des Zweiten Weltkriegs nicht nur Verzweiflung und Verrat überdauern musste. Dadurch inspiriert begibt sich Justine schließlich selbst auf Spurensuche und kommt dem tragischen Geheimnis hinter dem Autounfall und Tod ihrer Eltern auf die Spur.

 

„Vorsicht Spoiler!“ – Kurzfassung!

Justine arbeitet in einem Pflegeheim. Ein besonderes Augenmerk hat sie auf Hélène. Die alte Dame ist mit ihren Gedanken immer am Strand, denn dort hofft sie, ihren Mann Lucien wiederzusehen. Justine liebt die Geschichten der alten Menschen, ganz besonders die von Hélène. Während sie die Geschichte aufschreibt, muss sie sich selbst der Vergangenheit stellen, denn ihre Familie hat persönlich ein großes Geheimnis und es wird ihr nicht gefallen.

Justine lebt mit ihrem Cousin bei ihren Großeltern, denn ihre Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Währenddessen gibt sich ein junger Mann viel Mühe, um ihr zu gefallen, aber Justine will keine feste Bindung. Sie merkt sich nicht einmal den Namen der Männer, mit denen sie das Bett teilt.

Als sie jedoch Hélène verstirbt, ändert sich für Justine alles.

 

Meine Meinung:

Als ich das Buch angefangen habe mit lesen, war ich nicht so begeistert. Aber je mehr man von der Geschichte liest, desto mehr nimmt sie den Leser gefangen.

Die Protagonistin passt perfekt. Sie hat viel Verständnis, ist verletzlich und burschikos. Sie möchte helfen, aber will im Hintergrund bleiben. Für die Liebe hat sie keine Affinität, ebenso keinen beruflichen Ehrgeiz.

Genauso ist Hélène in ihrer Rolle überzeugend. Es ist schon traurig, wenn man diese Erinnerungen liest. Aber Justine nimmt die Tragik, denn sie ist amüsant in ihrem Wesen. Kurz gesagt – eine tragende Figur mitten aus dem Leben.

Es sind unterschiedliche Hauptstränge, die sich aber verflechten. Es werden Gemeinsamkeiten hergestellt, obwohl es verschiedene Geschichten sind. Die Geschichte selbst wird von Justine erzählt, die Darstellung von Hélène ist in Kursivschrift parat.

Das Cover passt zur Geschichte, die sich flüssig lesen lässt.

Wer gern Familiengeheimnisse liest, dem wird die Geschichte auf jeden Fall gefallen. Es spielt der Zweite Weltkrieg ebenso eine Rolle, wie die Bewohner eines Seniorenheimes oder auch die Sünden der eigenen Familie.

 

 Fazit:

Kurz gefasste Erzählweise, reale Darstellung der Gegebenheit und des Lebensbereiches, glaubwürdige Protagonisten und überzeugende Dialoge machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.

Ich muss zugeben, die Geschichte hat mir gefallen, denn sie nimmt immer mehr Fahrt auf.

 

4 Sterne


Link: https://www.droemer-knaur.de/buch/9254269/die-dame-mit-dem-blauen-koffer

 

Verlag: Droemer-Knaur
ISBN: 978-3-426-65405-7

Hardcover, 352 Seiten

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

€ 18,00 (D)

 

Autorin: Valérie Perrin ist Fotografin und Drehbuchautorin. Sie lebt und arbeitet mit Regisseur Claude Lelouch. „Die Dame mit dem blauen Koffer“ ist ihr erster Roman. Die Geschichte ihrer eigenen Großeltern diente in mancherlei Hinsicht als Inspiration für diesen Roman.

 

Übersetzung: Elsbeth Ranke

 

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