Kindertotenlied

kindertotenlied

Klappentext:

Hochsommerliche Hitze und heftige Gewitter belasten die Menschen im Süden Frankreichs, als ein brutaler Mord geschieht. Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student: ausgerechnet der Sohn von Kommissar Servaz` Jugendliebe. Die Ermittlungen führen den Kommissar zu einem mysteriösen Studentenzirkel und zwingen ihn zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Amicus mihi Plato, sed magis amica veritas – Platon ist mir lieb, aber noch lieber ist mir die Wahrheit, lautet sein Motto. Doch die Wahrheit wird ihn in diesem Fall schmerzhaft an die Grenzen des Vorstellbaren bringen.

 

Zusammenfassung:

Als das Handy klingelte, stutzte Servaz. Er hatte nicht damit gerechnet, die Stimme von Marianne zu vernehmen. Seit seiner Studienzeit ist seine Exfreundin ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen, trotz des Vertrauensverlustes. Ihr Sohn wurde an einem Tatort verhaftet und Servaz sollte ihm helfen. Also schaltete Commandant Servaz als Kripo Toulouse sich in die Ermittlungen ein, nicht wissend, welche Irreführungen ihn an den Abgrund bringen.

Das Opfer eine Professorin der Ellite-Universität Marsac, an welcher auch seine Tochter studierte. Der Junge würde als Täter infrage kommen, wenn ihn nicht die Musik von Mahler irritierte. Denn die erinnerte in an den verschwundenen Serientäter. Immer mehr Details beunruhigten Servaz, außerdem hat er mit seiner eigenen Vergangenheit an dieser Ellite-Universität zu kämpfen. Zudem hat er Angst um seine Tochter, falls Hirtmann wirklich dahinter steckte. Der Serientäter könnte es auf sie abgesehen haben.

Angestiftet von einem Studienkollegen versucht die Tochter mit ihm, Nachforschungen aufzunehmen, denn die Freunde von Hugo sind ihr nicht geheuer.

Die Ermittlungen sind schwierig, denn immer mehr Faktoren kommen dazu. Servaz gerät an seine Grenzen, denn nicht nur sein Leben wird bedroht.

 

Meine Meinung:

Erst nach dem Lesen habe ich bemerkt, dass es schon ein Buch von dem Commandant Servaz gab. Es hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Geschichte, denn es gab genügend Bemerkungen und Andeutungen. Die Geschichte hat viele Begebenheiten und unterschiedliche Ereignisse, die im Laufe des Geschehens aufgedeckt werden.

Servaz als melancholischer Polizist ist brillant und die Rolle sehr glaubhaft. Auch die Figur der Polizistin Ziegler ist genial. Sie geht wie Servaz in ihrer Rolle auf und versucht ihre Chance zu ergreifen. Er hat kein richtiges Privatleben, weil er in einer Sackgasse steckt. Sie muss ihr Privatleben für sich behalten, weil es ihr vor eingestaubten Verhaltensweisen graut.

Gut finde ich auch die Darstellung von Opfern eines tragischen Unglücks. Sie sind in ihrer Psyche immer Leidtragende und können oft damit nicht umgehen, ebenso die Personen von Quälerei durch Familienangehörige.

Die Geschichte wird mit jedem Tag, der charakterisiert wird, spannender. Der Täter ist nicht eindeutig, denn es gibt viele Ereignisse, die eine Rolle spielen. Ebenso düster und bewegend ist das Leiden einer jungen Frau, die Hirtmann in seiner Gewalt hat.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, der Titel passt perfekt und auch das Cover kommt gut an. Die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt, ebenso das soziale Umfeld und die Umgebung.

 

Fazit:

Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Es gibt genügend Spannung und Dramatik, die mit jeder Seite besser wird. Ich würde jederzeit wieder eine Geschichte aus dieser Reihe lesen.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

Taschenbuch, Knaur TB
03.08.2015, 656 S.
ISBN: 978-3-426-30447-1

(€ 9,99)

Auch als E-Book erhältlich

 

http://www.droemer-knaur.de/buch/8130401/kindertotenlied

 

Autor: Bernard Minier, Jahrgang 1960, ist im Südwesten Frankreichs, in den Ausläufern der Pyrenäen, aufgewachsen. Für seine Thriller wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Neben dem Spannungsliteraturpreis Prix Polar de Cognac gewann er unter anderem den Prix polar pourpre sowie den Publikumsleserpreis der Zeitschrift Elle. Monatelang standen „Schwarzer Schmetterling“ und „Kindertotenlied“ in Frankreich auf der Bestsellerliste. Auch in Deutschland hat Bernard Minier erfolgreich den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Paris.

 

Übersetzung: Thorsten Schmidt

 

Der erste Teil von Commandant Servaz: http://www.droemer-knaur.de/buch/7774657/schwarzer-schmetterling

 

Der dritte Teil seit 1.8.16: http://www.droemer-knaur.de/buch/8190864/wolfsbeute

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