Fremdes Leben

Fremdes Leben

Klappentext:

„Mach sie tot, mach sie tot!“ Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf einer Intensivstation. Doch wer hat das gesagt? War sie gemeint? Wer ist sie überhaupt? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Den Mann, der sie mit Claudia anspricht und sich als ihr Ehemann Carsten Beermann vorstellt, kennt sie nicht. Auch der erwachsene Sohn, der von seiner leidvollen Kindheit erzählt, ist ihr fremd. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, keimt in ihr ein entsetzlicher Verdacht …

 

Zusammenfassung:

Als Claudia die Augen aufschlägt, kann sie sich an nichts erinnern. Weder wie sie in das Krankenhaus gekommen ist, noch was geschehen ist. Mit der Zeit schleichen sich Bruchstücke in ihre Erinnerung. Keine Angenehmen, denn dann wäre sie eine Mörderin. Die Fremden, die sich als ihren Sohn und ihren Mann vorstellen, bringt sie keine geeigneten Gefühle entgegen. Die Bruchstücke ihrer Erinnerung sind intensiv und Claudia hat Angst. Wenn sie der Wahrheit entsprechen, dann sollte sie beseitigt werden. Claudia erholt sich langsam und fährt zur Reha. Dort versucht ein Psychologe, ihre traumatischen Erinnerungen zu lichten. Sie muss feststellen, dass sie schon seit Jahren von ihrem Mann getrennt lebt. Sie sind allerdings noch nicht geschieden.

Ihr Mann und seine neue Lebensgefährtin helfen ihr und Claudia erhält nach der Reha eine eigene kleine Wohnung. Auch künftig, versucht der Psychologe ihr zu helfen. Allerdings muss er erleben, dass ein Mörder es auf Claudia abgesehen hat.

Durch Zufall kann Claudia ihre lückenhaften Erinnerungen endlich zusammensetzen und muss entsetzt feststellen, dass der Mörder kein Unbekannter ist.

 

Meine Meinung:

Es muss furchtbar sein, keine Erinnerung zu haben! Dein Leben existiert nicht!

 

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Es ist ein Krimi, aber auch gleichzeitig ein Thriller. Die Autorin hat die Zwiespalte der menschlichen Seele gut verarbeitet. Aus Angst und gleichzeitiger Gier soll ein Mensch ermordet werden. Aber auch die traumatischen Erfahrungen und Erlebnisse der Protagonistin kommen gut rüber. Ihre Angst, ihre Hoffnung und der Verlust sind glaubwürdig. Ebenso wie sie versucht, wieder am Leben teilzuhaben. Auch das Motiv der Schuld, der Verrat, die Sühne und trotzdem die Vergebung – ist eine ungewöhnliche Mischung und damit war ich am Ende des Buches überrascht. Anstatt Rache – Vergebung! Eine ungewöhnliche Verbindung – Realität und Fiktion der Erinnerung.

Die Geschichte lässt sich übersichtlich lesen, auch der Spannungsbogen ist präsent, da Realität und Fiktion sich erst im Laufe der Geschichte aufklären. Die Dramatik ergibt sich aus den Bruchstücken der Erinnerung.

Der Titel passt hervorragend, ebenso gefällt mir das Cover – es ist doppeldeutig.

 

Fazit:

Eine Geschichte, die nicht nur traumatische Erlebnisse beinhaltet, sondern auch den Umgang mit Schuldgefühlen und dem größten Aspekt – der Vergebung!

Schon dafür gibt es einen Stern!

 

5 Sterne

 

Verlagsgruppe Random House

DIANA Verlag
19,99 € (D)
496 Seiten, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-453-35893-5

Erschienen: 08.03.2016

Auch als E-Book erhältlich

 

http://www.randomhouse.de/Buch/Fremdes-Leben/Petra-Hammesfahr/Diana/e493575.rhd#\|info

 

Autorin: Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller „Der stille Herr Genardy“ bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie „Die Lüge“ mit Natalia Wörner in der Hauptrolle. Zuletzt erschienen: „Die Frau, die Männer mochte“, „An einem Tag im November“ und „Fremdes Leben“.

 

 

 

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