Etwas bleibt immer

Etwas bleibt immer

Klappentext:

Spätsommer an der Côte d’Azur, eine verwaiste Luxusvilla am Meer und ein junger Housesitter, der nicht ohne Grund die Einsamkeit sucht – doch dann kündigen sich kurzfristig die Hausherren an und bringen schicksalhafte Gäste mit …

Ein atmosphärisch dichter Roman, meisterhaft leicht im Ton und voll psychologischer Spannung.

»Schöner und abgründiger könnten Jekyll und Hyde heute kaum Urlaub machen.« Marion Brasch

»Was für ein Roman, vom Leichten ins Schwere und zurück – ich wollte ab der ersten Seite mitspielen.« Caroline Peters

»Edgar Rai erzählt mit der Leichtigkeit des Flaneurs und hat vom ersten bis zum letzten Wort doch immer den Finger am Abzug: ein starkes Stück literarischer Unterhaltung.« Jochen Rausch

 

 

Meine Meinung:

Nicolas ist als Haussitter an der südfranzösischen Mittelmeerküste beschäftigt. Freunde hat er keine, will er auch nicht. Seinen Langstreckenlauf absolviert er täglich – eine Routine, die er braucht, um seinen Kopf freizubekommen. Langsam findet Agueda mit ihrem Hund einen Zugang zu Nicolas.

Dann kündigt sich der Besitzer an, um seinen Urlaub dort zuverbringen. Er bringt Gäste mit, die allerdings schwer zufriedenzustellen sind. Nicolas Anspannung kehrt zurück und damit löst er eine Lawine der Verwicklungen aus.

 

Der Protagonist ist gut beschrieben. Die Zerrissenheit von Nicolas, seine Kraftprobe gegen sich selbst ist überzeugend und glaubhaft. Das Ambiente ist traumhaft und dennoch steckt der Protagonist in der Kontroverse. Die Zerrüttung einer Persönlichkeit ist mehr als ein Trauma, welches von anderen Menschen nicht anerkannt wird.

Der Autor hat ein Thema verwendet, welches nicht einfach ist, aber er perfekt in die Geschichte integriert hat. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten und destruiert ein emotionales Unterbewusstsein.

Die Geschichte ist keinesfalls düster, sondern transparent.


Fazit:

Mühelos lässt der Autor uns an die Psyche eines Menschen teilnehmen. Krankheit oder Selbstschutz – die Antwort steckt in der Handlung.

Gelungene Darlegung eines Mysteriums, welches Außenstehende nicht nachempfinden können.

 

5 Sterne

 

Verlag: Bloomsbury Verlag Berlin

Seit 01.08.2016 lieferbar

224 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-8270-1304-0

€ 18,00 [D], € 18,50 [A], sFr 24,50

 

http://www.berlinverlag.de/buecher/etwas-bleibt-immer-isbn-978-3-8270-1304-0

 

Autor: Edgar Rai, geboren 1967 in Hessen, studierte Musikwissenschaften und Anglistik. Von 2003 bis 2008 Dozent für kreatives Schreiben an der FU-Berlin. Seit 2012 Mitinhaber der Buchhandlung Uslar & Rai in Berlin. Mit seinem Bestseller »Nächsten Sommer« (2010) gelang ihm der Durchbruch als Autor. Außerdem erschienen »Die fetten Jahre sind vorbei« (Roman zum Film von Hans Weingartner 2004) ), »Vaterliebe« (Roman, 2008), »Salto Rückwärts« (Roman, 2010), »88 Dinge, die Sie mit Ihrem Kind gemacht haben sollten, bevor es auszieht« (Sachbuch zus. mit Hans Rath, 2011), »Sonnenwende« (Roman, 2011), »Wenn nicht, dann jetzt« (Roman, 2012) sowie zuletzt »Die Gottespartitur« (2014). Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

 

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