Der italienische Garten

Der italienische Garten

Klappentext:

Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein Morgen kennt

Portofino 1943. Mitten im Krieg geht eine junge Frau von Bord eines Schiffes. Die Deutschen halten den malerischen Küstenort besetzt und lassen Elodie nicht mit ihren gefälschten Papieren passieren. Doch in letzter Sekunde gibt ein fremder Mann sie als seine Cousine aus und rettet sie. In seinem Haus auf den Klippen gewährt ihr Angelo Zuflucht. Aber Elodie kann niemandem trauen, denn ihr Geheimnis würde nicht nur sie das Leben kosten …

 

 

Meine Meinung:

Die Musik liegt ihr im Blut, denn das ist ein Erbe ihres Vaters. Für Elodie gibt es nichts Schöneres, als ihrer Leidenschaft nachzugehen. Sie spielt Cello und geht auf das Konservatorium in Verona. Aber sie hat ebenfalls das gute Gedächtnis ihrer venezianischen Mutter vererbt bekommen. Sie muss jeden Tag ansehen, wie der Faschismus immer mehr im Ort Fuß fasst. Ihre Freundin Lena hat sich der Widerstandsbewegung angeschlossen. Die Versammlungen finden in einem Buchladen statt. Aber Elodie lebt zurückgezogen und nur für ihre Musik. Das ändert sich, als ihr Vater verschleppt wird. Eines Tages wird er vor dem Haus gefunden – übel zugerichtet. Pietro hat seitdem alle Lebenskraft verloren. Elodie kann nicht mehr wegsehen und geht mir Lena zu einer der Versammlungen. Dort lernt sie Luca kennen – den Buchhändler. Die Mädchen werden als Kuriere eingesetzt, Elodie wird wegen ihrer Gabe stärker eingebunden. Als die Deutschen anrücken, wird jeder Widerstandskämpfer gebraucht. Aber die Gefechte fordern unter den Widerstandskämpfern viele Tote.

 

Eine sehr glaubwürdige Protagonistin ist Elodie. Sie verschließt ihre Augen, um nicht in die Vorgänge des Faschismus hineingezogen zu werden. Erst als ihre Familie selbst betroffen ist, schüttelt sie ihre Verunsicherung und Lähmung ab. Sie hat zwar trotzdem noch Angst, aber sie versucht ihre Beklemmung hinter sich zulassen. Ebenso probiert sie, in der schrecklichen Lage ein wenig Glück zu finden.

Diese Geschichte ist in Italien im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Mussolini, der sich mit Hitler verbündet hat, setzt sein Zerstörungswerk unter der Bevölkerung fort. Es ist gut beschrieben, wie die Menschen sich gegenseitig denunzieren, sich aber auch untereinander helfen. Der Krieg macht vor niemanden halt. Man kann wegschauen, aber es hilft nicht. Irgendwann ist es unvermeidlich, dass man in dem Albtraum hineingezogen wird. Jeder reagiert anders.

Es sind zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verbinden. Einmal die von Elodie und die des Arztes Angelo.

„Sie sieht ihn verwirrt an. „Aber wieso haben Sie ausgerechnet mich ausgesucht?“ Er mustert ihr Gesicht und sieht bestätigt, was er schon wusste. „Warum? Ganz einfach. Ich suche denjenigen aus, der am meisten Angst hat.“

Er hilft, wo er kann! Warum? Das müsst ihr schon selbst lesen.

Emotionen, glaubhafte Charaktere, das Zeitgeschehen und die Schwierigkeiten der Bevölkerung sind überzeugend dargestellt. Dazu eine Kulisse, die anschaulich in die Kriegswirren eingebunden ist. Gut finde ich auch, dass Kunst als Waffe benutzt wird.

Negativ finde ich, dass Elodie sich in kurzer Zeit wieder verliebt. Das finde ich unglaubhaft. Wer einen Menschen verliert, trauert viel länger.

 

Fazit:

Eine dramatische Geschichte mit Tiefgründigkeit, die die drastischen Seiten des Krieges aufzeigt. Diesmal ist die Bevölkerung dargestellt und der Kampf sich zu behaupten.

 

4 Sterne

 

Verlag: Diana Verlag

€ 9,99 [D]
Taschenbuch, Klappenbroschur

432 Seiten

ISBN: 978-3-453-35858-4

 

Als E-Book erhältlich

 

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-italienische-Garten/Alyson-Richman/Diana/e472868.rhd#\|info

 

Autorin: Alyson Richman ist amerikanische Bestsellerautorin und hat schon mehrere Romane verfasst, die in achtzehn Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York. Der italienische Garten ist ihr erster Roman im Diana Verlag.

 

Übersetzung: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

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