Quo Vadis, Herr Petermann?

Quo Vadis, Herr Petermann

Klappentext:

Leo Petermann, Privatier und kultivierter Genussmensch, nimmt jeden Tag in seinem Haus über dem See als Geschenk. Er verbringt viel Zeit mit seiner Geliebten Magdalena, sitzt mit seinen Nachbarn zusammen, ist auf der Suche nach Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend.

Da geschieht auf dem Gornergrat über Zermatt ein Mord, der dem berühmten Maler Paul Tulipan zur Last gelegt wird, und der auch Petermann tangiert. Etwa zur gleichen Zeit wird er von einem jungen Fotografen verfolgt, der ihn bedroht und mit angedeutetem Wissen über dunkle Flecken auf Petermanns weißer Weste erpresst. Fatales Wissen, das zu einem Menetekel für ihn wird.

So beschäftigt Leo sich mit den Spuren des Erpressers, jenen von Tulipan und seinen eigenen aus der Vergangenheit. Sie führen ihn unausweichlich zu der Frage: Quo vadis, Herr Petermann?

Der würdige Abschluss der preisgekrönten-Petermann-Trilogie: „Quo vadis, Herr Petermann?“!

 

Meine Meinung:

Ausgerechnet ein Fotograf stört seine geruhsamen Kreise. Petermann beobachtet ihn. Aber nicht nur diese Herausforderung reizt ihn, da ist noch der Mord an einer Journalistin. Währenddessen genießt er sein Ruhedomizil, sein Boot und natürlich seine Freundin Magdalena.

 

In diesem letzten Teil wird Petermann wieder in seiner Ruhe gestört. Er verteidigt sie, kennt keine Moral und hat kein Gewissen. Herausforderungen ist er nicht abgeneigt, denn er ist geistreich und zäh.

Auch diese Geschichte ist in der Ich-Phase geschrieben und wird von Petermann erzählt. Der Protagonist ist sehr überzeugend dargestellt. Er hat seine eigene Moral und verteidigt sie ohne Gewissensbisse.

 

Ich finde es schade, dass nicht die Gerechtigkeit siegt.

 

Der Autor hat in Bezug auf seinen Protagonisten ein paar Worte hinterlassen und dem Leser seine Meinung dargelegt.

 

Eigentlich ist dieser Petermann ein Abbild unserer heutigen Gesellschaft. Jeder kümmert sich nur um sich, es zählt nur die eigene Auffassung. Moralische Verpflichtungen sind verpönt. Gerechtigkeit gibt es selten.

 

Der Autor hat seinen Protagonisten nicht als Bösewicht hingestellt, sondern einfach nur als eigenwilligen Menschen, mit seiner eigenen Moralphilosophie.

  

Das Cover passt zur Geschichte. Der Text liest sich flüssig.

Der dritte Teil ist leider nicht so spannend. Der erste Teil hat mir mehr zugesagt.
Fazit: Bemerkenswert, voller Ironie und spitzfindig.

4 Sterne

 

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

ISBN: 978-3956690662

Gebundene Ausgabe, 192 Seiten

14,80 Euro

 

http://blog.bookspot.de/der-finale-petermann-ist-da/

 

 

Autor: Michael Böhm ist gelernter Schriftsetzer-Meister und war unter anderem jahrelang in der Datenverarbeitung von Großunternehmen tätigt, mittlerweile genießt er seinen Ruhestand. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Kriminalromane »Homer und der Tote vom Schlossberg« und »Homer und ein Freund aus alten Tagen«. Michael Böhm ist verheiratet und lebt in Dachau bei München.

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