Die Fliege

Die Fliege

Klappentext:

Stuttgart, Anfang Juni 2015: Der vorgezogene Sommerurlaub von Oberkommissarin Anna Benz wird an einem Montagmorgen kurz nach fünf Uhr abrupt beendet. Offenbar haben Wanderer in einem Waldstück bei Stuttgart einen Toten gefunden, dessen Zustand Rätsel aufgibt.

„Wenn so etwas möglich wäre, würde ich sagen, jemand hat versucht, ihn mehr als einmal zu töten“, urteilt die Rechtsmedizinerin nach einem ersten Blick auf die Leiche. Kurz darauf bringt die Obduktion ans Licht, dass der Mann von zahlreichen Waffen verletzt worden ist. Die Tiefe und Schwere der Wunden lässt zudem darauf schließen, dass man es offensichtlich mit mehreren – teils unentschlossenen – Tätern zu tun hat.

Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer beginnen zu ermitteln. Was steckt hinter dem brutalen Mord? Wurde der Tote Opfer eines makabren Rituals? Lief eine Mutprobe aus dem Ruder? Oder streift eine Horde mordlustiger Irrer durch die Gegend? Fragen über Fragen, die Anna und Markus schon bald in ein Labyrinth aus widersprüchlichen Fährten führen ….

Das Stuttgarter Duo ist zurück: Anna Benz und Markus Hauer ermitteln in ihrem zweiten Fall!

 

Meine Meinung:

Kaum ist der Urlaub vorbei, wartet ein neuer Fall für Anna und Markus. Der Tote ist verstümmelt und wurde vorher mehrfach schwer misshandelt. Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen beginnt. Können sie den Mörder überführen? Aber nicht nur sie, suchen die Tatverdächtigen, Bluebottle will, dass die Mörder eine gerechte Strafe erhalten, sie hat einen Plan und hackt sich ins Internet ein. Die Angst wird verdrängt, denn nur Rache ist eine Option. Währenddessen hat Anna Probleme mit ihrem Bruder. Sie kann Komplikationen vermeiden, wenn sie endlich ihren Vater kennenlernt. Also fährt sie in die Galerie, aber der Mut verlässt sie.

 

Auch der zweite Krimi aus der Feder von der Autorin ist ihr super gelungen. Wieder erzeugt sie eine hochgratige Spannung, die sich bis zum Ende hält. Die Schauplätze, ebenso die Persönlichkeiten der Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Sie haben ihre Ecken und Kanten und müssen damit umgehen. Toll finde ich auch die Verbindung zwischen reale Welt und der Cyberwelt – eine Affinität, die sich immer mehr koppelt. Dazu die Konstellation aus dem Rockermilieu – eine gut gestrickte Story und schon ist eine rasante Entwicklung des Geschehens vorprogrammiert.

„Das Gefühl, das ihn durchströmt hatte, als das harte Holz den Knochen des Gefesselten zertrümmert hatte, war unbeschreiblich. Er schmeckte Blut – als ob er wie ein Raubtier die Zähne in seine Beute geschlagen hätte.“

 

In erster Linie steht die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund. Akribisch werden alle Teile zusammengeführt, bis endlich ein Erfolg herbeigeführt werden kann. Genauso die Aktivität im Internet und wie Fachleute bis ins Einzelne die Handlungen nachvollziehen können. Man merkt beim Lesen, dass eine gute Recherche hinter dem Geschehen steckt, denn sonst könnten diese Handlungen nicht nachvollzogen werden.

Das Cover finde ich toll und es passt zur Geschichte. Warum? – verrate ich natürlich nicht. Das müsst ihr schon selbst lesen.

Die Geschichte ist in Kapiteln unterlegt, die mit Ort und Datum versehen sind. Den Faden kann man also nicht verlieren.

 

Fazit:

Eine sehr gute Recherche, falsche Fährten und hoher Spannungseffekt geben der Geschichte eine hervorragende Würze.

Bei einem Essen würde man sagen – gut gekocht!

Hier kann ich nur sagen – sehr gut geschrieben! 5 Sterne sind wohl verdient!

 

5 Sterne

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/die-fliege/

 

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

Edition 211
ISBN 978-3-95669-053-2
288 Seiten, Klappenbroschur
12,95 Euro

 

Auch als E-Book erhältlich!

 

Autorin: Dr. phil. Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten Roman. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Archiven oder recherchiert vor Ort bei Kripo, LKA, SEK und der Rechtsmedizin – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.

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