Archiv | Mai 2016

Als unsere Herzen fliegen lernten

Als unsere Herzen fliegen lernten      

Klappentext:

Er versprach, sie ewig zu lieben. Doch selbst die Ewigkeit kennt manchmal ein Ende …

1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat …

 

Meine Meinung:

Für Stelle geht ein Traum in Erfüllung, als sie Charles ehelicht. Der Pfarrer gibt ihr ein Heim und Geborgenheit. Ihr Wunsch nach einer eigenen kleinen Familie ist damit Wirklichkeit geworden. Die nächsten Wochen zeigen jedoch, dass die Wirklichkeit ganz anders aussieht. Mehr als eine Haushälterin ist sie für ihren Ehemann nicht. Charles meldet sich freiwillig zum Kriegseinsatz. Seelsorger werden dringend benötigt. Stella ist bitter enttäuscht. Ihre Freundin Nancy drängt sie nach einiger Zeit, mit ihr auszugehen. Dabei verliert sie ihre Uhr – ein Geschenk ihrer Schwiegereltern. Am nächsten Tag macht sie sich auf die Suche und begegnet dem Soldaten Dan. Stella ist verlegen, aber gerade das beeindruckt den amerikanischen Soldaten. Er verspricht, ihre Uhr zu suchen und sich bei ihr zu melden. Tatsächlich treffen sich die jungen Leute, Stella bekommt ihre Uhr wieder. Erstmals ist Stella von dem jungen Mann beeindruckt. Sie verlieben sich ineinander und schwören sich gegenseitige Innigkeit. Sie schreiben sich Briefe und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Aber Stella ist verheiratet und Dan fliegt einen Bomber über Deutschland.

 

Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigem Freund bricht Jess in ein kleines leer stehendes Haus ein. Sie verletzt sich und kann nicht mehr auftreten. Sie bleibt in diesem Haus und findet alte Briefe. Beim Lesen wird sie von einer tiefen Liebe im Zweiten Weltkrieg überrascht. Die Briefe gehen ihr zu Herzen und Jess versucht alles, die Liebenden zu finden.

Aus gutem Hause, aber das schwarze Schaaf in der Familie – Will Holt. Bei dem Versuch einer Erbenermittlung lernt Will die junge Frau kennen. Er rettet Jess das Leben und verliebt sich in sie. Aber seine Probleme hintern ihn daran, ein vernünftiges Leben zu führen. Durch Zufall begegnen sie sich wieder, diesmal ist sie sein Rettungsanker. Beide sind von den Liebesbriefen beeindruckt und Will gibt sich Mühe, mehr über die Empfängerin herauszufinden. Die Zeit drängt, denn der Absender liegt im Sterben.

Mein Liebling, es ist bald siebzig Jahre her, doch für mich bist Du das noch immer. Mein Liebling.“

Ich hoffe, dass mein Mann später auch einmal diese wunderschönen Worte zu mir sagt.
 

Zwei Handlungsstränge gibt es in diesem Buch. Einmal eine Liebesgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, dann eine Liebesgeschichte aus der heutigen Zeit. Beide Geschichten sind miteinander verbunden und wechseln sich ab. Die jeweiligen Kapitel beginnen mit dem Jahr, sodass man sich gut in die zeitweilige Geschichte hineinversetzen kann. Alle Protagonisten haben ihre Probleme und müssen sich mit den Komplikationen auseinandersetzen. Ob sie die Schwierigkeiten lösen können – verrate ich natürlich nicht. Ausdrucksvoll und einprägsam hat die Autorin das Zeitgeschehen und die Empfindungen der jeweiligen Protagonisten beschrieben. Auch im Krieg versuchten die Menschen, zu leben.

Die Briefe sind in einer anderen Schriftart, sodass sie sich von dem normalen Text abheben. Die Briefe wecken Emotionen und sind sehr gefühlsbetont. Zum Schluss konnte ich die Tränen nicht zurückhalten.

Die Geschichte ist nicht kitschig, weil vielleicht einige denken – ach – ein Liebesroman. Nein, sie verbindet die Emotionen der Menschen im Krieg, mit der Chance – ihn zu überleben, aber der Tod und das Leid ist jeden Tag zur Stelle. Der Kampf ums Überleben betrifft nicht nur die Männer, sondern auch Frauen und Kinder.

Keine Frage – ich könnte 6 Sterne geben! Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen.

 

Fazit:

Eine wunderschöne emotionale Geschichte mit Tiefgang.

 

5 Sterne

 

Toll fand ich auch vom Verlag, dass das Buch in einem Geschenkset kam. 3 Bleistifte waren dabei und 3 Postkarten zum verschicken.

GeschenksetZ.B.: „Pass auf dich auf – für mich!“

– Wer würde sich nicht über so eine persönliche Karte freuen?

 

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Als-unsere-Herzen-fliegen-lernten/Iona-Grey/Blanvalet-Taschenbuch/e471080.rhd#buchInfo1

 

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Taschenbuch, Klappenbroschur

16.05.2016, 608 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0188-5

€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Als E-Book erhältlich

 

Autorin: Iona Grey studierte Englische Sprache und Literatur an der Manchester University. Ihre Begeisterung für Geschichte und ihr großes Interesse an Frauenschicksalen des 20. Jahrhunderts brachten sie dazu, ihren Roman Als unsere Herzen fliegen lernten zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Töchtern im Nordwesten Englands auf dem Land.

 

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Winterhonig

Winterhonig

Klappentext:

„Winterhonig“ erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.

 

Meine Meinung:

Als ihre Mutter stirbt, muss Mathilda mit den Widrigkeiten auf dem Hof schnell zurechtkommen. Ihre Kindheit wurde abrupt beendet und sie muss erkennen, dass ihre Existenz nur daraus besteht – zu arbeiten. In der Schule wird sie schikaniert und ihren Geschwister ist sie nur ein Klotz am Bein. Einzig ihr Bruder kümmert sich liebevoll um sie. Ein Lichtblick gibt es noch – der neue Reitknecht auf dem Nachbarsgestüt. Er behandelt sie wie seine kleine Schwester. Macht ihr Geschenke, tröstet sie und bringt ihr heimlich das Reiten bei. Trotz der schweren Arbeit auf dem Hof ist Mathilda glücklich. Mit den Jahren ändern sich auch die Gefühle für Karl. Aus der Schwärmerei wird Liebe. Karl hat jedoch ein Geheimnis, welches alle in Gefahr bringen kann. Karl bleibt nichts anderes übrig, als das Gestüt zu verlassen. Er meldet sich beim Wehrdienst und wird an die Front geschickt. Dort trifft er Mathildas Bruder und seine Gefühle für dessen Schwester flammen wieder auf. Er beginnt, einen Brief zu schreiben. Auch auf dem Land stehen den Familien schwere Kriegszeiten bevor. Alle tauglichen Männer sind zum Wehrdienst eingezogen, die Frauen arbeiten hart, um das Überleben zu sichern. Auf dem Gestüt werden unbedingt Reiter benötigt, damit die Pferde für den Kriegsdienst eingeritten werden. Mathilda ist eine gute Reiterin, deswegen darf sie auf dem Gestüt aushelfen. Dort trifft sie auch Karl wieder, der seinen Urlaub in der Heimat verbringt. Ihre Liebe ist ein Geheimnis, denn es wartet sonst die Todesstrafe auf sie. Aber ihre Liebe hat keine Chance – Karl wird in ein Lager geschickt.

 

Die Handlungsstränge handeln einerseits vom Leben auf dem Land, anderseits ist der Zweite Weltkrieg eine Vorlage. Beide Ereignisse sind miteinander verflochten.

Die gegenseitigen Briefe sind in Kursivschrift dargestellt. Die Kapitel beginnen mit dem Ort und einer Zeitangabe, sodass man sich gut orientieren kann. Der Text liest sich flüssig und hält den Leser bis zum Schluss in Atem. Man fiebert mit!

Die Protagonisten sind überzeugend dargestellt, ebenso die Beschreibung der Gegebenheiten.

Die anschauliche Betrachtungsweise der Historik ist klar und einprägsam. Die Fakten stimmen, denn mein Schwiegervater hat selbst auf dem Land gearbeitet und war ebenso an der Ostfront, sodass ich aus seinen Erzählungen in diese Zeitepoche einen Einblick habe.

Die Sinnlosigkeit des Krieges, die Not, der Kampf ums Überleben, aber ebenso das Wegsehen wird durch die Geschichte eine fühlbare und aufschlussreiche Bedeutung gegeben. Aber auch die Begeisterung der Soldaten für den aussichtslosen Kampf spielt eine Rolle, wie die der andersdenkenden.

 

„Hitler mochte vielleicht nur ein kleiner Mann mit einem ulkigen Bart und einem Hang zu übertriebenen Reden sein, doch es war ihm gelungen, eine ganze Generation auf seine Ziele abzurichten, sie mit seiner Ideologie zu füttern, bis sie richtig und falsch nicht mehr voneinander entscheiden konnten. Ein ganzes Volk hatte er dazu gebracht, sogar Frauen und Kinder als Feinde zu bekämpfen, nur weil sie eine andere Religion oder die falsche Hautfarbe besaßen.“

 

Diese Worte müssten jeden Menschen zu denken geben!

 

Der Titel passt, ebenso das Cover. Das Rezept für den Winterhonig gibt es wirklich.

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen. Eine Geschichte nicht nur fürs Herz!

 

Fazit:

Eine außergewöhnliche und dramatische Geschichte, die diese Zeitepoche überragend widerspiegelt.

5  Sterne

 http://www.droemer-knaur.de/buch/8848064/winterhonig

 Verlag: Droemer-Knaur Verlag

Hardcover, Knaur HC
01.04.2016, 592 Seiten
ISBN: 978-3-426-65397-5

€ 19,99

E-Book (€17,99)

Autorin: Daniela Ohms, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman „Winterhonig“ hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte.
Daniela Ohms ist neben dem Schreiben in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin.

Fahrzeuge

Fahrzeuge

Klappentext:

Was hörst du hier? Fahrzeuge – mit Soundleiste

Die Welt ist voller Geräusche – hier kannst du sie entdecken! Einmal Drücken und schon ertönt der passende Sound zum Fahrzeug: der Traktor tuckert, auf der Straße fahren die Autos, die Feuerwehr braust zum Einsatz, die Müllabfuhr leert die Mülltonnen. Und wie klingt das Schiff? Finde es heraus!

Ein erstes Buch zum Hören und Staunen mit leicht auslösbaren Sounds.

 

Meine Meinung:

Fünf Erlebnisse sind in diesem Buch vorhanden. Speziell geht es um Fahrzeuge wie der Traktor, das Auto, der Müllwagen, das Feuerwehrauto und das Schiff.

Beim Vorlesen wird man aufgefordert, auf den jeweiligen Knopf zu drücken. Sobald das Kind auf den Knopf drückt, ertönt das betreffende Geräusch. Aber nicht nur z. B. der tuckernde Traktor ertönt, sondern ebenfalls Begleitgeräusche wie das Blöken der Schafe, die Fahrradklingel oder das Schreien der Möwen.

Bunte Illustrationen veranschaulichen das Geschehen, welche sehr schön gezeichnet sind. Auch bei den zu drückenden Knöpfen sind die Fahrzeuge bunt abgebildet.

Das Kind hört die Worte beim Vorlesen, sieht die entsprechenden Bilder dazu und hört die passenden Geräusche. Es erkennt die unterschiedlichen Töne der betreffenden Fahrzeuge. Das Kind wird also beim Hören und Sehen gefördert.

Die letzte Seite ist zwar sehr dick, aber irgendwo muss ja die Technik untergebracht werden. Es gibt einen An- und Ausschalter für die Batterie.

Das Cover ist ansprechend und kindgerecht. Die Seiten sind stabil, ebenso die Knöpfe.

 

Fazit:

Ein produktives Buch für Kinder, welches den Bezug beim Hören und Sehen im Kleinkindalter fördert. Dazu sind die Illustrationen sehr schön und kindgerecht. Gut finde ich auch die Begleitgeräusche, sie stellen nochmals einen positiven Effekt dar.

 

5 Sterne

 

Verlag: arsEditition Verlag GmbH

Ab 18 Monaten / 12 Seiten
Pappebuch mit Sound
16 cm x 18,5 cm

9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 15,90

ISBN: 978-3-8458-0651-8
http://www.arsedition.de/titel-109-109/was_hoerst_du_hier_fahrzeuge_mit_soundleiste-130651/

 

Autoren und Illustrationen: Anna Räuber und Dorothea Ackroyd

Die Fliege

Die Fliege

Klappentext:

Stuttgart, Anfang Juni 2015: Der vorgezogene Sommerurlaub von Oberkommissarin Anna Benz wird an einem Montagmorgen kurz nach fünf Uhr abrupt beendet. Offenbar haben Wanderer in einem Waldstück bei Stuttgart einen Toten gefunden, dessen Zustand Rätsel aufgibt.

„Wenn so etwas möglich wäre, würde ich sagen, jemand hat versucht, ihn mehr als einmal zu töten“, urteilt die Rechtsmedizinerin nach einem ersten Blick auf die Leiche. Kurz darauf bringt die Obduktion ans Licht, dass der Mann von zahlreichen Waffen verletzt worden ist. Die Tiefe und Schwere der Wunden lässt zudem darauf schließen, dass man es offensichtlich mit mehreren – teils unentschlossenen – Tätern zu tun hat.

Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer beginnen zu ermitteln. Was steckt hinter dem brutalen Mord? Wurde der Tote Opfer eines makabren Rituals? Lief eine Mutprobe aus dem Ruder? Oder streift eine Horde mordlustiger Irrer durch die Gegend? Fragen über Fragen, die Anna und Markus schon bald in ein Labyrinth aus widersprüchlichen Fährten führen ….

Das Stuttgarter Duo ist zurück: Anna Benz und Markus Hauer ermitteln in ihrem zweiten Fall!

 

Meine Meinung:

Kaum ist der Urlaub vorbei, wartet ein neuer Fall für Anna und Markus. Der Tote ist verstümmelt und wurde vorher mehrfach schwer misshandelt. Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen beginnt. Können sie den Mörder überführen? Aber nicht nur sie, suchen die Tatverdächtigen, Bluebottle will, dass die Mörder eine gerechte Strafe erhalten, sie hat einen Plan und hackt sich ins Internet ein. Die Angst wird verdrängt, denn nur Rache ist eine Option. Währenddessen hat Anna Probleme mit ihrem Bruder. Sie kann Komplikationen vermeiden, wenn sie endlich ihren Vater kennenlernt. Also fährt sie in die Galerie, aber der Mut verlässt sie.

 

Auch der zweite Krimi aus der Feder von der Autorin ist ihr super gelungen. Wieder erzeugt sie eine hochgratige Spannung, die sich bis zum Ende hält. Die Schauplätze, ebenso die Persönlichkeiten der Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Sie haben ihre Ecken und Kanten und müssen damit umgehen. Toll finde ich auch die Verbindung zwischen reale Welt und der Cyberwelt – eine Affinität, die sich immer mehr koppelt. Dazu die Konstellation aus dem Rockermilieu – eine gut gestrickte Story und schon ist eine rasante Entwicklung des Geschehens vorprogrammiert.

„Das Gefühl, das ihn durchströmt hatte, als das harte Holz den Knochen des Gefesselten zertrümmert hatte, war unbeschreiblich. Er schmeckte Blut – als ob er wie ein Raubtier die Zähne in seine Beute geschlagen hätte.“

 

In erster Linie steht die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund. Akribisch werden alle Teile zusammengeführt, bis endlich ein Erfolg herbeigeführt werden kann. Genauso die Aktivität im Internet und wie Fachleute bis ins Einzelne die Handlungen nachvollziehen können. Man merkt beim Lesen, dass eine gute Recherche hinter dem Geschehen steckt, denn sonst könnten diese Handlungen nicht nachvollzogen werden.

Das Cover finde ich toll und es passt zur Geschichte. Warum? – verrate ich natürlich nicht. Das müsst ihr schon selbst lesen.

Die Geschichte ist in Kapiteln unterlegt, die mit Ort und Datum versehen sind. Den Faden kann man also nicht verlieren.

 

Fazit:

Eine sehr gute Recherche, falsche Fährten und hoher Spannungseffekt geben der Geschichte eine hervorragende Würze.

Bei einem Essen würde man sagen – gut gekocht!

Hier kann ich nur sagen – sehr gut geschrieben! 5 Sterne sind wohl verdient!

 

5 Sterne

 

http://blog.bookspot.de/bookshelf/die-fliege/

 

Verlag: Bookspot Verlag GmbH

Edition 211
ISBN 978-3-95669-053-2
288 Seiten, Klappenbroschur
12,95 Euro

 

Auch als E-Book erhältlich!

 

Autorin: Dr. phil. Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten Roman. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Archiven oder recherchiert vor Ort bei Kripo, LKA, SEK und der Rechtsmedizin – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.

Hör mal rein, wer kann das sein?

Hör mal rein, wer kann das sein

Klappentext:

Hör mal rein, wer kann das sein? – Bauernhoftiere

Hör mal rein, wer kann das sein?

Die Kuh macht muh, aber wie macht das Schwein? Hier kannst du es entdecken! Einmal über das Fell der Tiere streicheln und schon ertönen die Stimmen der beliebtesten Bauernhoftiere. Hochwertige Fotografien, kuschelweiche Felle und Soundmodule auf jeder Seite lassen den Bauernhof lebendig werden.

Ein erstes Buch zum Hören und Staunen mit leicht auslösbaren Sounds.


Meine Meinung:

In diesem Buch sind fünf Tierarten dargestellt. Es handelt sich um Bauernhoftiere, wie Hühner, Schafe, Kühe, Schweine und Pferde.

Ein kleiner Text stellt die Tierart vor. Dabei wird das Kind aufgefordert, das jeweilige Tier zu streicheln. Wenn man dabei fester aufdrückt, kann man den Laut der Tierart hören.

Bunte Fotografien veranschaulichen den Kindern die Spezies.

Toll finde ich daran, dass man nicht nur die Tierlaute hört, sondern auch das jeweilige Fell des Tieres streicheln kann. Es werden gleich drei Eigenschaften beim Kind gefördert – Hören, Sehen und Fühlen!

Die Kinder lernen unbeschwert die Tiere auf einem Bauernhof kennen.

„Wie macht die Kuh?“ – „Wo ist das Schwein?“- Der Kreativität ist also keine Grenze gesetzt!

Die letzte Seite ist zwar sehr dick, aber irgendwo muss ja die Technik untergebracht werden. Es gibt einen An- und Ausschalter für die Batterie.

Das Küken auf dem Cover ist sehr süß und man kann sofort „fühlen“. Die Seiten sind stabil, ebenso die Knöpfe.

 

Fazit:

Das Buch kann ich nur empfehlen, denn es sind nicht nur schöne Tierbilder zu betrachten, sondern die Kinder werden zum Hören und Erleben eingeladen. Und welches Kind streichelt nicht gern ein Tier? Hier braucht man keine Sorge zu haben – es wird nicht gebissen!

Effektvoll und staunenswert!

 

5 Sterne

 

Verlag: arsEditition Verlag GmbH

Ab 18 Monaten / 12 Seiten
Pappebuch mit Sound und Fühlelementen
19,5 cm x 19,5 cm

12,99 € [D], 13,40 € [A], CHF 20,50

ISBN: 978-3-8458-1189-5

 

http://www.arsedition.de/titel-109-109/hoer_mal_rein_wer_kann_das_sein_bauernhoftiere-131189/

 

Zersetzt

Zersetzt

Klappentext:

True-Crime-Thriller

BKA-Rechtsmediziner Dr. Fred Abel arbeitet unter Hochdruck an einem großen Fall: Ein winziger Einstich in der Kniekehle eines Toten verrät ihm, dass einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit weiterhin sein Unwesen treibt. Doch bevor Abel ihn stoppen kann, wird er in heikler Mission in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei Mordopfer identifizieren, die in Kalkfässern gelagert wurden und fast vollständig zersetzt sind. Plötzlich steht Abel im Fadenkreuz eines politischen Komplotts. Während einer mörderischen Verfolgungsjagd durch das transnistrische Grenzland muss er seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen. Und gleichzeitig kämpft in Deutschland das jüngste Opfer des Psychopathen in einem Keller um sein Leben …

 

Meine Meinung:

Bei einer Leichenschau stellte sich heraus, dass der Befund des Arztes mit der Todesursache nicht übereinstimmte. Abel stutzte, denn in seinem Kopf gab es Erinnerungen, die sich langsam an die Oberfläche drängten. Aber es gab genug andere Obduktionen, die schnellstens durchgeführt werden mussten. Zum einen die Opfer des Waterboardingthemas und dann soll Abel noch nach Transnistrien reisen, um die Identität zweier männlicher Leichen festzustellen.

Der eigentlich kurze und gefahrlose Einsatz in Transnistrien stellt den Rechtsmediziner vor einer großen Herausforderung, denn die Identität der Toten sollte mit allen Mitteln verhindert werden. Ehe Abel sich versieht, steht sein Leben auf dem Spiel.

In einem fensterlosen Kellerraum kämpft eine junge Frau um ihr Leben, denn der perverse Täter wird sie niemals freiwillig gehen lassen.

Ein weiterer Toter wurde im Abgeordnetenhaus gefunden, die Zeit drängt, denn es wird ein Serienkiller vermutet. Das Thema ist brisant, somit muss die Soko viele Ermittlungen anstellen, um den Täter zu finden.

 

Es gibt verschiedene Schauplätze, wo die Begebenheiten stattfinden. Der Kapitelbeginn wird mit Ort, Datum und Zeit aufgeführt, sodass man nicht den Überblick verlieren kann. Die Protagonisten sind gut dargestellt, ebenso das Geschehen, sodass man eine deutliche Vorstellung davon erhält.

Es gibt unterschiedliche Tathergänge, welche so bildhaft beschrieben sind, dass man Gänsehaut bekommt.

 

Plötzlich nahm Tjoma Brandgeruch wahr. Zuerst glaubte er, dass er halluzinierte, aber dann spürte er an seiner linken Brustseite erneut einen brennenden Schmerz. Es zischte und schmurgelte von verbrannter Haut und schmorendem Gewebe, als Vadik ihm die Flamme eines Handschneidbrenners dorthin hielt, wo anstelle seiner Brustwarze ein schwarzes Loch klaffte.“

„Er will dich in den Schredder stopfen. Also mach was! Sonst zerhackt er dich bei lebendigem Leib!“

 

Die Täter sind nicht nur grausam, sondern richtig bestialisch. Diese bildhafte Beschreibung der Taten und der Obduktionen setzen Kenntnisse der Rechtsmedizin voraus. Die Autoren haben eine sehr gute Ausarbeitung des Themas der Rechtsmedizin eingebracht und mit Raffinessen eines fesselnden Thrillers klassifiziert.

Der Titel stimmt mit dem Geschehen überein, der Thriller liest sich flüssig und ist spannend bis zur letzten Seite.

 

Fazit:

Die Erwartung eines hochkarätigen Thrillers wird hundertprozentig erfüllt. Der Spannungsbogen ist sehr hoch und wird jeder Annahme gerecht.

Detailbezogene Charakterisierung der Taten und Obduktionen aus der Rechtsmedizin sorgen für Entsetzen.

Es ist das zweite Buch aus dieser True-Crime-Reihe und genauso fesselnd wie das erste Buch „Zerschunden.“

Ich kann diesen Thriller empfehlen, denn mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.

 

5 Sterne

 

Verlag: Droemer-Knaur Verlag

Klappenbroschur, Knaur TB
01.04.2016, 432 Seiten
ISBN: 978-3-426-51877-9

€ 14,99

E-Book € 12,99

 

http://www.droemer-knaur.de/buch/8848235/zersetzt

 

Autoren:

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.