Mnemophobia

Mnemophobia

Klappentext:
Nemo, zwanzig Jahre alt, lebt in einem schwarzen Leuchtturm. Der war nicht immer schwarz. Erst seit jenem Tag. Seit dem Autounfall. Der Unfall, durch den Nemo sein Augenlicht und seine Freundin Merle ihre Stimme verlor. Ein zu heißer Tag, ein zu müder Kopf, ein zu großer Baum. Nemo saß am Steuer. Seitdem versucht er zu vergessen und verschanzt sich in seinem Leuchtturm an der Küste.
Doch einige wenige Menschen lässt er noch in sein Refugium. Da ist natürlich die stumme Merle, immer in seiner Nähe, da sind Darius und dessen Freundin Luna sowie Emma, eine Zufallsbekanntschaft. Und dann ist Luna plötzlich verschwunden und die Polizei steht vor der Tür …
Meine Meinung:

Nemo lebt in einem schwarzen Leuchtturm am Meer. Seine Freundin Merle ist bei ihm, die allerdings nicht mehr sprechen kann. Er ist an dem Unglück schuld. Seit dem Unfall trägt er eine Augenbinde, denn er ist blind. Seine Freunde Darius und Luna besuchen sie öfters, bis Luna tot aufgefunden wird. Eines Tages lernt er Emma kennen, die nervig ist. Dann ist da noch Samuel, der zynische Bemerkungen hinterlässt und Nemo an seine Grenzen bringt. Nemo will sich nicht mehr an den Unfall erinnern, zu viel Leid steckt dahinter.

Eine ungewöhnliche Geschichte, die mehr verstört, als fesselnd ist. Zudem ist sie für mich trostlos, denn sie hat keine positive Atmosphäre. Aber das ist mein Empfinden und hat nichts mit schlecht geschrieben zu tun. Im Gegenteil!

Den Titel des Buches musste ich googeln, denn das Wort sagte mit nichts. „Mnemophobia – Angst vor Erinnerungen“ – der Titel passt also hervorragend, denn der Protagonist hat Angst vor seinen eigenen desaströsen Erfahrungen. Die Erinnerungen sind in Kursivschrift, so ist die Intensität deutlicher. Der Protagonist ist glaubhaft dargestellt, denn er ist unausstehlich – für mich ein unsympathischer Typ. Mann kann die Situation verstehen, denn das Erlebnis ist einschneidend, wenn man erfährt, dass man einen schlimmen Unfall verursacht hat.
Seine Freundin wird immer nur erwähnt, sodass ein direkter Bezug nicht vorhanden ist. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser die Ursache dafür.

Das Cover passt, die Schrift ist etwas größer. Die Geschichte liest sich auch flüssig, aber mich macht das Geschehen traurig.

Mir fällt es schwer, Sterne zu vergeben. Zu einem ist die Geschichte außergewöhnlich, aber für mich einfach zu deprimierend.
Fazit:
Dramatisch, doppeldeutig und befremdend ist die Stimmung in diesem Buch. Die Handlung ist überraschend und aus dem Rahmen fallend.
3-4 Sterne

Verlag: Bookspot Verlage
Edition 211
ISBN 978-3-95669-049-5
160 Seiten, Klappenbroschur
12,95 Euro
All-Age-Thriller ab 14 Jahren

Autorin: Kaja Bergmann, Jahrgang 1992, studiert derzeit Germanistik in Marburg. Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Gabriel“, erschienen 2013 bei Bookspot, präsentierte die junge Autorin mit „Der Mephisto-Deal“ einen weiteren spannenden All-Age-Thriller. Auch ihr neuer Roman „Mnemophobia“ wird Leser ab 14 Jahren mit unerwarteten Wendungen fesseln.
Link: http://blog.bookspot.de/buchtrailer-zu-mnemophobia/
Den Buchtrailer zu „Mnemophobia“ gibt es auf dem Youtube-Kanal von Bookspot!

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4 Kommentare zu “Mnemophobia

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