Wild Cards – Das Spiel der Spiele

Wild Cards
Klappentext:

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Meine Meinung:
Ein Virus hat die Menschen verändert. Es gibt immer noch normale Menschen und Menschen, die mutiert sind. Manche haben nur körperliche Veränderungen – die man Joker nennt. Andere besitzen außergewöhnliche Kräfte – das sind die Asse unter den Mutanten. Eine Fernsehshow sucht unter den Assen den Helden Amerikas. Dem Gewinner, der Casting Show winkt, viel Geld und Ruhm. Die Asse sind in verschiedene Teams unterteilt, die bestimmte Aufgaben lösen müssen. Ein Jury-Gericht bewertet den Auftrag. Das Team muss bei Nichtlösung der Aufgabe einen Kandidaten aus dem Team abwählen. Untereinander gibt es Anfeindungen, anbahnende Liebesbeziehungen und Freundschaften. Jonathan gibt in seinem Blog eine Berichterstattung der Show, deswegen hatte er daran teilgenommen. Die Konkurrenz ist groß und jeder möchte als Held hervorgehen.

In den arabischen Ländern wird ein Mordanschlag an einen Kalifen verübt. Keiner weiß, dass der britische Geheimdienst daran beteiligt ist. Den Mordanschlag hat angeblich ein Jokerterrorist verübt und so will man Rache an Jokern in den arabischen Ländern nehmen. Viele von ihnen huldigen den alten Göttern Ägyptens.

Um seine verlorenen Fähigkeiten wiederzuerlangen, bricht Fortune , Lohengrin und Jonathan Hive betrunken in das Haus Peregrines ein. Fortunes Mutter hatte ein Amulett versteckt, dass Hilfe für ihn bedeuten könnte. Der Stein jedoch wandert durch seinen Körper und John Fortune wird in eine Löwin verwandelt. Sein Körper ist zweigeteilt, denn in ihm lebt jetzt Isra – der Atem Ras. Durch sie erfährt er von den Unruhen in Ägypten und er nimmt die neue Bestimmung an – der Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Mit ihm fliegen Lohengrin und Jonathan in die arabischen Länder. Sie kämpfen gemeinsam mit den arabischen Jokern gegen die Unterdrückung, Diskriminierung und Verfolgung.

Jonathan berichtet jetzt anstatt über die Show, lieber über den Kriegsverlauf in den arabischen Ländern, denn die Unruhen sind zu einer ernsten Krise geworden. Auch die Asse in der Casting Show hören die Meldungen über den Kriegsverlauf in den arabischen Krisengebieten. Ihre Ansicht über Heldentum ändert sich und immer mehr verlassen die Show und schließen sich dem Bündnis an, um ihre Kräfte den Unterdrückten zur Verfügung zu stellen. Die Jury kürt zwar einen Sieger, aber die wahren Helden haben die Show schon lange verlassen.

Es hat etwas gedauert, bis ich mich in die Geschichte eingelesen hatte. Durch die Fülle der Protagonisten und der Faktoren ist die Handlung umfassender und weitläufiger, man verliert schnell den Überblick. Es ist eine Mischung aus X-Men und die Tribute von Panem (jedenfalls der Showeffekt, das Kennenlernen, die Teams und die Unterbringung.) Hier stirbt zwar keiner in der Show, aber später in den Kriegshandlungen. Eingebaut ist die Gefahr aus den arabischen Ländern mit ihren politischen Unruhen. Für mich gibt es zwar noch ein paar Ungereimtheiten bei dem Virus, aber es ist ja eine Fantasiegeschichte. Eine Herausforderung für jeden Leser, so stellt sich für mich das Buch dar. Ich habe das Buch in erster Linie gewählt, weil mich der Autor und sein Werk „Game of Thrones“ begeistert hat. Dieses Stück hat er allerdings nicht allein geschrieben, sondern es sind noch andere Autoren beteiligt – jeder mit bestimmten Figuren daraus, die dann miteinander verbunden wurden.
Es soll noch weitere drei Bände der Wild Cards geben, ebenso ist eine Verfilmung geplant.

Ein Fantasiespektakel der anderen Art. Fulminous und umfangreich. Das Cover passt und der Titel auch – meine Karte zeigt 4 Sterne.

Autoren: George R.R. Martin, Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, Ian Gregillis, S.L. Farrell,

Herausgeber: George R.R. Martin, 1948 in Bayonne/New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie „Twilight Zone“, ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R.R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.

Übersetzung: Simon Weinert

Verlag: Penhaligon Verlag
Paperback, Klappenbroschur, 544 Seiten,
ISBN: 978-3-7645-3127-0

http://www.randomhouse.de/Paperback/Wild-Cards-Das-Spiel-der-Spiele/George-R-R-Martin/e445191.rhd?mid=1&serviceAvailable=true#tabbox

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Ii76KIfc6vE&feature=youtu.be

Wild Cards 2

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