Zerschunden

ZerschundenKlappentext:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

Meine Meinung:
Eine alte Dame wurde tot aufgefunden. Der Täter hatte eine Nachricht auf ihr hinterlassen, am Tatort keine großen Spuren. Die einzige Möglichkeit für den Rechtsmediziner wäre eine Haplotyp-Analyse. Aber ausgerechnet ein Freund von ihm, kommt als Täter in Betracht. Dazu liegt dessen Tochter im Sterben und Fred Abel muss schnell diesen Mord aufklären, damit die Kleine nicht ohne Abschied des Vaters gehen muss. Dem ungeachtet verübt der Täter noch mehr Morde und für Abel steht fest, dass der Täter nicht sein Freund sein kann. Die Zeit rennt und Abel versucht den Mörder zu finden, bevor die nächste Frauenleiche auftaucht.

Es passiert natürlich noch viel mehr, denn es sind über 400 Seiten. Aber ihr sollt ja nicht die Lust am Lesen verlieren, wenn ich euch alles vorher erzähle.

„In Gedanken schnitt er ihr bereits die Kleider vom Leib. Er würde sie beschriften, sorgfältig und langsam, jeden einzelnen ihrer Körperteile. Er hatte eine ganze Sammlung an Messern beiseitegeschafft, was nicht leicht gewesen war.“

Ihr könnt euch das bildlich vorstellen? Dann haben die Autoren eine gute Arbeit geleistet. Und das gilt für den gesamten Inhalt des Buches. Die Szenen sind alle so beschrieben, dass man – ob man will, oder nicht – eine genaue Vorstellung davon erhält.

Ein sadistischer Serienkiller, ein todkrankes Mädchen und die eigene Familie halten den Rechtsmediziner in Atem. Der Thriller ist mit vielen Einfällen veranlagt, die die Spannung beim Lesen bis zum Schluss hochhält. Dazu merkt man, dass der Autor viele Kenntnisse in der Rechtsmedizin hat, denn es ist alles detailliert beschrieben. Das Buch ist keinesfalls monoton, sondern mit vielen Details ergänzt. Es ist eine Mischung zwischen Thriller und Krimi. Die Erwartung beim Lesen des Titels stimmt mit dem Inhalt überein.

Fazit: Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, die Mischung zwischen Realität und Fantasie ist gut verwertet und die Spannung ist beträchtlich.
Detailbezogene Beschreibung aus der Rechtsmedizin sorgt für Gänsehaut.

Ich kann nur 5 Sterne dafür vergeben und die sind mehr als verdient!

5 Sterne

Das ist der Beginn einer Serie, also könnt ihr euch auf spannende Zeilen einstellen.
Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-51789-5
Paperback, 432 Seiten
€ 14,99
http://www.droemer-knaur.de/buch/8341741/zerschunden
Autoren:
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.

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Ein Kommentar zu “Zerschunden

  1. Das Buch habe ich erst diese Woche ausgelesen und kann es auch nur empfehlen. Man blickt in eine so finstere Seele und kann kaum glauben zu was Menschen fähig sind.
    Michael Tsokos hat schon mehr Bücher geschrieben, darin berichtet er von Fällen aus seiner Tätigkeit als Rechtsmediziner, auch die habe ich gelesen.

    LG Biene

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