Tal der Träume

Tal der TräumeKlappentext:
Ein außergewöhnliches Familienschicksal vor der atemberaubenden Kulisse des Outbacks
Australien um 1900: Lucy Hamilton und Myles Oatley sind ein unzertrennliches Paar, ihre Hochzeit lange geplant. Doch als Myles’ Mutter viel zu jung stirbt, kann selbst Lucys Liebe ihn nicht trösten, und Myles sucht auf einer Europareise Ablenkung. Bei seiner Rückkehr hat sich die Situation zu Hause grundlegend verändert: Sein Vater hat erneut geheiratet – und seine Stiefmutter erweist sich als unwiderstehlich attraktiv …

Meine Meinung:
Die Hamiltons sind am Packen, denn sie wollen nach Darwin, bevor der Monsunregen einsetzt. Zack soll jedoch kurzfristig eine Herde begleiten, damit der Verkauf schnell über die Bühne geht. Zack bricht mit den Leuten und der Herde auf. Sie nehmen eine kürzere Route, um so schnell wie möglich nach Hause zurückzukehren. Nachdem sie einen Zwischenfall nicht ganz unbeschadet überstanden hatten, wird Zack auf der Rückreise von einem Speer schwer verletzt. Der Aborigine Yorkey findet ihn und bringt ihn nach Hause. Lucy muss mit ihrer Tante Maudie allein nach Darwin reisen, bevor ihre Eltern nachkommen können. Sie wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr von Myles aus England.
Als seine Frau Emily starb, hat William Oatley dies nicht verkraftet. Er verfiel dem Alkohol und auch nicht sein Sohn Myles konnte ihm nicht helfen. Als er sich endlich gefangen hatte, verliebte er sich nach ein paar Jahren in die Tochter seines Freundes. Harriet war begeistert von dem weltoffenen Mann, auch wenn sie seine Tochter hätte sein können. William heiratete die junge Frau, als sein Sohn in England weilte. Als Myles davon erfuhr, war er nicht begeistert.
Als der Aborigine Yorkey auf Black Wattle weilt, nutzt er die Gelegenheit, um mehr über seinen Vater Jimmy Moon zu erfahren. Dieser war auch bei den Hamiltons sehr geschätzt, wurde aber auf einer Wanderung von Weißen gehängt. Als er von den Tätern erfuhr, nahm Yorkey sein Pferd und machte sich auf dem Weg, um sich zu rächen.

Es sind verschiedene Handlungsstränge, die sich im Laufe des Geschehens vereinigen.
Eine spannende Geschichte, die um 1900 in Australien spielt. Man fühlt sich in eine Zeit zurückversetzt, wo sich die Menschen mit der Witterung nicht auseinandersetzen, sondern mit dem Instinkt für das Wetter leben. Die Zeitabläufe passen sich dem Klima an. Auch die Charaktere der Protagonisten überzeugen. Gleichzeitig hat die Autorin die Atmosphäre von Australien der damaligen Zeit auferstehen lassen. Man fühlt den trockenen Staub, die prasselten Regentropfen und die schwüle Hitze auf der Haut, so wunderbar hat sie die Gegebenheiten beschrieben.
Manchmal geht das Leben andere Wege, als wie man sie sich vorstellt. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Diesen Blickwinkel hat die Autorin den Lesern gut vermittelt.
Auch wenn dies der zweite Teil einer Familiensaga ist, tut dies kein Abbruch beim Lesen. Die Autorin gibt innerhalb des Geschehens einen kleinen Rückblick.

Fazit: Jeder der Protagonisten hat einen Traum – die Erfüllung jedoch, ist nicht immer realisierbar. Das Schicksal geht eigene Wege.
Wenn man sich in eine Geschichte hineinversetzen kann – so ist es ein gutes Buch. Mir hat das Buch gut gefallen.

4 Sterne

Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-50653-0
Taschenbuch, 512 Seiten
http://www.droemer-knaur.de/buch/4040147/tal-der-traeume

Autorin: Patricia Shaw wurde 1929 in Melbourne geboren und lebt heute in Queensland an der Goldküste Australiens. Über viele Jahre leitete sie das Archiv für „Oral History“ in Queensland und schrieb zwei Sachbücher über die Erschließung Australiens. Erst mit 52 Jahren entschied sie sich ganz für das freie Schriftstellerleben und hat seither 19 Romane veröffentlicht.

Übersetzung: Susanne Goga-Klinkenberg

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