speechless (sprachlos)

speechlessKlappentext:
Nur ein Sorry reicht nicht …

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden – Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen Folgen: Ihr Freund Noah wird so zusammengeschlagen, dass er im Koma landet; die Polizei ermittelt, und Chelsea wird von allen gemieden. Um ihren Fehler nicht zu wiederholen, legt sie ein Schweigegelübde ab, genau wie der buddhistische Mönch, über den sie gelesen hat. Einen Monat will sie schweigen, in der Schule und zu Hause. Manche hassen sie dafür – aber plötzlich öffnen sich in ihrer stillen Welt Türen: zu einem wunderbaren Jungen, zu Menschen, die ihr verzeihen könnten. Vorausgesetzt, sie kann sich selbst verzeihen.
Meine Meinung:
Geheimnisse für mich zu behalten, ist nicht mein Spezialgebiet. War es noch nie.“ So beginnt eine Geschichte, die aus einem Fehler, eine Katastrophe heraufbeschwor.

Chelsea ist bei ihrer Freundin Kristin zu Gast. „Tratschen“ gehört zu ihrer Lieblingsbeschäftigung und so hält sie ihre Freundin mit Neuigkeiten auf den Laufenden. Sie stecken mitten in der Vorbereitung zur Party, die in Kristins Haus stattfindet. Alkohol und laute Musik bringen auch Chelsea in Stimmung. Immer wieder schaut sie sich nach Brendon um, denn sie ist heimlich in ihn verliebt. Kristin schmust inzwischen mit ihrem Freund Warren, als Chelsea der Alkohol zu Kopf steigt und sie einen schnellen Gang zur Toilette einschlägt. Dort findet sie zwei Typen in einer eindeutigen Situation vor. Da Chelsea einen Jungen davon kennt, hat sie nichts Eiligeres zu tun, als allen davon zu erzählen. Die Reaktion darauf hat Chelsea nicht eingeplant, denn die Jungs eilen nach draußen, um den „Schwuchteln“ eine Lektion zu erteilen. Chelsea bekommt nichts mehr mit, denn ihre Trunkenheit setzt sie außer Gefecht.
Als sie am nächsten Tag erfährt, was sie in ihrer Blindheit angerichtet hat, nimmt sie die Konsequenzen in Kauf und geht zur Polizei. Jetzt bricht die Katastrophe über sie herein, denn sie wird in der Schule von allen gemobbt und gemieden. Chelsea versucht, durch ein Schweigegelübde sich selbst und Andere zu schützen.

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, die an das Verantwortungsbewusstsein appelliert und sich für Toleranz und Rücksicht einsetzt. Ein Rachefeldzug gegen Chelsea wird zum Schlagabtausch. Direkte Gewinner und Verlierer gibt es nicht, denn jeder muss an seine Grenzen gehen. Freunde sind nicht gleich Freunde, Vergebung ist nicht leicht, aber erlernbar, Respekt muss man sich verdienen, indem man das Richtige tut – ein Lernprozess, der für Chelsea schwierig ist.
Die Autorin hat gleich mehrere markante Themen angeschnitten. Zum einen die Homosexualität, Mobbing, Vergebung und sich selbst finden. Dieses Thema finde ich genauso wichtig, denn man ist oft mit Blindheit geschlagen und kann nicht aus seiner Haut heraus. Das erlebt Chelsea, indem sie sich nicht nur mit der Katastrophe auseinandersetzen muss, sondern auch mit sich selbst. Sie denkt nicht nach, sondern handelt, ohne zu überlegen.
Eine Geschichte, indem sich die Jugendlichen in den Propagandisten erkennen können.
Klickenbildung, Party, Alkohol, Klamotten, Handy und das Tratschen über Andere – ein Symbol unserer Zeit. Das hat die Autorin gut in der Story verpackt. Tolle Geschichte – jederzeit empfehlenswert!

Dieses Buch ist aus der Reihe „Darkiss“

5 Sterne

Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-86278-848-4
Broschiert: 304 Seiten
Autorin: Hannah Harrington stammt aus Michigan, wo sie mit einem Hund und zu vielen Katzen wohnt. Wenn die junge Autorin nicht gerade schreibt, geht sie gern reiten, diskutiert über Politik, schaut sich Dokumentarfilme an und spielt – ziemlich schlecht – Gitarre.
http://www.mira-taschenbuch.de/

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