Crème Brûlée

Creme BruleeKlappentext:
Bewegend und fesselnd
Vor der Franco-Diktatur nach Südfrankreich geflohen, kämpft die junge Joëlle um den Weinguterben Victor, der sie umwirbt, verführt – und schließlich eine reiche Erbin heiratet. Sie verliert ihr ungeborenes Kind und rächt sich grausam an seiner Familie. In England erkämpft sie sich nach entbehrungsreichen Jahren Wohlstand und Ansehen. Bei einem Heimatbesuch in Südfrankreich trifft sie auf ihre alte Hassliebe. Ein verheerendes Hochwasser verhindert jedoch jegliches Entkommen …

Meine Meinung:
Ihre Arbeit in den Weinbergen wird durch den Weinguterben Victor versüßt, denn er macht Joëlle Avancen. Sie verliebt sich in ihm und glaubt an eine gemeinsame Zukunft, erst recht, als sie schwanger wird. Victor, zwar in sie verliebt, muss sich der Tradition beugen und eine Tochter aus gutem Hause zur Frau nehmen. Joëlle ist fassungslos und verliert ihr Kind. Sie kann mit der neuen Situation nicht umgehen und verlässt Frankreich, nicht ohne sich zu rächen.
Durch Freunde kann sie ihre Begabung in England umsetzen und kommt dadurch zu Reichtum. Als sie eine neue Beziehung eingeht, verliert sie diesen Mann in Südafrika. Ihre große Liebe kann sie nie vergessen, aber die Jahre vergehen.

Ich möchte euch nicht die gesamte Geschichte verraten, denn sonst verliert macht den Spaß am Lesen.

Mir persönlich hat die Geschichte gut gefallen. Die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt. Joёlle als willensstarke Frau, Victor als wankelmütiger und energieloser Mann, dem das Schicksal ebenfalls schwer zusetzt. Beide Charaktere versuchen einen Neuanfang, was allerdings nicht gelingt.
Die jeweiligen Gegenden sind sehr gut beschrieben, mann kann sich die Landschaften ebenso vorstellen, wie die Demonstration gegen ein Atomkraftwerk.
In dem Buch können wir beim Lesen reisen – nach Frankreich, Südafrika und England. Ihre Liebe zu Frankreich, dem Wein und dem guten Essen hat die Autorin gut in die Geschichte eingearbeitet.

Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen. Man verliert auch keinen Faden beim Lesen, denn das jeweilige Kapiteln beginnt mit dem betreffenden Land oder Ort. Die Briefe an Joёlle sind in Kursivschrift.
Das Rezept Crème Brȗlée kann man sogar nachkochen.
Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und man bekommt Lust auf eine Reise.

Fazit: Eine wunderbare Lektüre, um sich das Feeling Südfrankreichs in die kalten Monate einzuverleiben. Dazu verständlich und eindrucksvoll geschrieben.

5 Sterne

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8392-1572-2
282 Seiten

Autorin: Elli Sand, geboren an der deutsch-französischen Grenze, lebt heute in der Nähe von Tübingen. Neben dem Schreiben gehört ihre Liebe dem Nachbarland Frankreich, wo sie ihre Kurzgeschichten und Romane schreibt. Die Ideen hierzu erhält sie u. a. von alten Dorfbewohnerinnen in Südfrankreich, die ihr aus ihrem oft sehr bewegten Leben erzählen.
http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/963-creme-brulee.html

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