Wir sehen uns dort oben

Wir sehen uns dort obenKlappentext:
»Ein fantastischer Roman, verblüffend und mitreißend geschrieben« Elle
Ein großes, mit dem Prix Goncourt ausgezeichnetes Buch über Freundschaft, Rachsucht und Gier: über die zwei ungleichen Freunde Albert und Édouard, die als Opfer des machtbesessenen Offiziers Pradelle in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs fast zu Tode kommen. Und über eine Gesellschaft, in der tote Helden mehr zählen als die Überlebenden.
Meine Meinung:
Édouard vom Glück begünstigt, rettet im 1. Weltkrieg einen Kameraden das Leben. Dabei wurde er allerdings vom Glück verlassen, denn er kämpft um sein Leben, als ein Granatsplitter ihn schwer verletzt. Albert steht in seiner Schuld und versucht alles, dem schwer verletzten Kameraden zu helfen. Immer wieder, versucht Offizier Pradelle ihm zu schaden. Was er nicht weiß – Édouard stammt aus einer reichen Familie. Bald gibt es Édouard nicht mehr, die Familie will den Toten überführen, was Albert vor einem Konflikt stellt. Bald stellt sich heraus, dass Offizier Pradelle die Schwester von Édouard geheiratet hat und der Offizier macht ein kriminelles Geschäft mit den toten Soldaten vom Schlachtfeld. Der Betrug kommt heraus und nicht nur der gute Name der Familie steht auf dem Spiel.

Es passiert allerhand in der Geschichte. Es ist nicht nur das Leid auf dem Schlachtfeld, was der Autor nebenbei erwähnt, sondern das Leben nach dem Krieg. Wie Menschen versuchen Fuß zu fassen, um den Irrsinn zu überwinden. Die Lebensgeschichten der Protagonisten spielen eine große Rolle, die verpassten Träume und das Geschäft mit dem Tod.
Bewegend, fesselnd und überwältigend so sind die Szenen und die Protagonisten dargestellt. Man schüttelt über soviel Unverfrorenheit den Kopf, wie Menschen sich am Leid bereichern.
Dramatik, Spannung und Neugier von der ersten Seite an – bis zum Schluss. Eine wirklich einprägsame Darstellung vom Kriegsgeschehen und den Erschwernissen nach dem Krieg.
Das Cover finde ich gut gewählt, denn es könnten die Protagonisten sein.

Ein großer Frieden bereitet sich in ihm aus. Er schließt die Augen. Dann ein Unwohlsein, sein Herz hört auf zu schlagen, der Geist erlischt, er verliert sich.

Fazit: Abwechslungsreiche, interessante und aufwühlende Geschichte von den Nachkriegswirren des 1. Weltkrieges. Super – hat mir sehr gut gefallen!

5 Sterne

Roman, aus dem Französischen von Antje Peter (Orig.: Au revoir là-haut)
4. Aufl. 2014
521 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98016-5
Verlag: Klett-Cotta-Verlag
22,95 EUR

Autor: Pierre Lemaitre, 1951 in Paris geboren, ist Autor mehrerer preisgekrönter Kriminalromane. »Wir sehen uns dort oben« wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt. Der Autor lebt in Paris.

https://www.klett-cotta.de/buch/Gegenwartsliteratur/Wir_sehen_uns_dort_oben/48873

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