Liebe auf den zweiten Klick

Liebe auf den zweiten KlickKlappentext:
Als er sich bei einem Zeitungsverlag auf die Stelle des Internet-Sicherheitsbeauftragten beworben hat, war Lincoln nicht klar, dass er hinfort die E-Mails der Angestellten auf arbeitsferne Inhalte durchforsten würde. Noch weniger war er allerdings darauf gefasst, in dem steten, äußerst offenherzigen und absolut arbeitsfernen Mailwechsel zweier Kolleginnen seine Traumfrau kennenzulernen. Nur, wie sagt man einer Frau, dass man sie leibt, wenn man sie a) noch nie gesehen hat, und b) ihre intimsten Geheimnisse kennt?

Meine Meinung:
Die Geschichte ist aus der Sicht eines Mannes geschrieben.
Lincoln wohnt bei seiner Mutter und hat endlich einen Job. Er verdient zwar nicht schlecht, aber wird auch nicht gefordert. So wie sein Leben, so passiert es ihm im Job. Keine Erlebnisse und positiven Aspekte. Bis er die Mails von Beth und Jennifer ließt. Eigentlich müsste er sie ja melden, denn das ist ja sein Job als Sicherheitsbeauftragter bei einer Zeitung. Aber die Mails sind genau das, was er eigentlich im Leben vermisst, humorvoll, ehrlich, aufbauend und witzig. Und deshalb bringen ihm die Mails zum Nachdenken. Mit der Zeit verliebt er sich in eine der Frauen, ohne sie allerdings gesehen zu haben. Aber er weiß auch, dass sie eine Beziehung hat und der Typ auch noch gut aussieht.
Ist Lincoln träge, oder zurückhaltend oder einfach lustlos, das kann man schlecht einschätzen. Er hat wenig Freunde, geht nie aus und seine letzte Freundin hatte er in der Uni. Seine Schwester Eve ist die Einzige, die ihn versucht, aus der Reserve zu locken und endlich ein eigenes Leben zu beginnen. Dann beginnt er endlich, Schritt für Schritt sich von seiner Mutter zu lösen und sich ein eigenes Leben aufzubauen.

Fazit:
Es ist zwar für eine Mutter nicht einfach, die Kinder ihren eigenen Weg gehen zu lassen. Aber diese hier, will absolut nicht ihren Sohn erwachsen werden lassen. Und der Sohn lässt es geschehen, er will es gar nicht merken, denn dann müsste er ja etwas ändern. Das Buch ist gut, denn es erzählt nicht nur eine Sohn-Mutter-Geschichte, sondern gibt auch die Sichtweise in den Büros wieder. Heute hat keiner die Zeit am Arbeitsplatz ein privates Gespräch zu führen. Hektik bestimmt das Klima im Büro. Der Kontakt findet entweder per Telefon oder wie hier per Mail statt. Und das ist eine schnelle Methode, seiner Freundin ein paar Zeilen zu schreiben, ohne dass es jemand merkt. Davon geht man ja eigentlich aus.
Ein humorvolles Buch, was man jetzt in den Wintermonaten gut auf der Couch lesen kann.
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-47420-2
Taschenbuch – 414 Seiten

4 Sterne

http://www.goldmann-verlag.de

Autor: Rainbow Rowell

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