Herr Petermann und das Triptychon des Todes

Herr Petermann und das Triptychon des TodesKlappentext:
Viel Zeit für die Geliebte, Schach mit dem Nachbarn – Leo Petermann genießt die Ruhe in seinem Landhaus, als die Nachricht eines dubiosen »Todesfonds« sein friedliches Leben stört. Der perfide Erfinder dieses Fonds ist ein alter Bekannter: Quintus Heinrich, Chef der Cautio-Versicherung, den Petermann von der Uni her kennt. Ein eisiges Duell beginnt, aus dem Petermann um jeden Preis als Sieger hervorgehen will und dafür alle seine Möglichkeiten nutzt …
Der Nachfolger des für den Friedrich-Glauser-Preis nominierten Krimis um den ungewöhnlichen Herrn Petermann, der für seine wohlverdiente Ruhe alles tut …
Meine Meinung:
Als seine Freundin Magdalena belästigt wird – kümmert sich Petermann darum. Als sein Ex-Geschäftspartner ihn um Hilfe bittet – kümmert sich Petermann auch darum. Nichts ahnend, in welchem Teufelskreis er damit hineingerät. Aber Petermann ist einer Herausforderung nicht abgeneigt, auch wenn es Tote gibt. Sein ruhiges Leben ist damit vorbei. Petermann kennt keine Moral, erst recht nicht, wenn er selbst bedroht wird.

Die ganze Geschichte möchte ich nicht verraten, denn sonst ist die Spannung weg.

Das ist der zweite Band eines „Ruheständlers.“ Wie schon im ersten Teil ist der Protagonist sehr eigensinnig, zynisch und eiskalt. Die Eigenschaften hat der Autor gut rausgearbeitet und sind an dieser Figur sehr glaubwürdig. Alle anderen Personen sind zweitrangig und werden in der Erzählphase beschrieben. Ansonsten ist der Protagonist in der Ich-Phase. Mich wundert es, dass diesmal wieder der Protagonist so unbehelligt davon kommt. Bekannte oder Freunde akzeptieren seine Eskapaden, die Polizei ermittelt nicht gegen ihn. Alles läuft so, wie er es einfädelt – eigentlich passiert das nicht im Leben. Das hat mich irritiert, denn perfekt ist keiner.
Der Autor hat diesmal die Versicherungskonzerne, ebenso wie die Politik aufs Korn genommen. Die Gier nach Macht und Geld hat der Autor gut umgesetzt.
Obwohl das Cover unscheinbar aussieht, sollte man sich nicht daran stören. Einerseits passt es zur Geschichte, anderseits steckt die Dramatik in dem Geschehen.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und der Spannungsbogen ist bis zum Schluss vorhanden.

Fazit: spannend, eindrucksvoll und doch ironisch.
4 Sterne

Verlag: Bookspot Verlag GmbH
ISBN: 978-3-95669-018-1
Gebundene Ausgabe, 192 Seiten
14,80 Euro

Autor: Michael Böhm ist gelernter Schriftsetzer-Meister und war unter anderem jahrelang in der Datenverarbeitung von Großunternehmen tätigt, mittlerweile genießt er seinen Ruhestand. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Kriminalromane »Homer und der Tote vom Schlossberg« und »Homer und ein Freund aus alten Tagen«. Michael Böhm ist verheiratet und lebt in Dachau bei München.

http://www.bookspot.de/

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