Haus der Schuld

Haus der SchuldKlappentext:
Ein Haus an der Ostsee und ein längst vergessenes Familiengeheimnis
Als ihr Vater stirbt, übernimmt Amali die traurige Aufgabe, seinen Nachlass zu ordnen. In den Unterlagen stößt sie auf ein Schreiben, in dem ein fremder Mann ihrem Ururgroßvater mit Sanktionen droht, wenn dieser ihm nicht seine Kaffeeplantage in Afrika übereignet. Amali ist schockiert. Das ist Erpressung! Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt auf ein altes, fast verfallenes Forsthaus unweit der Ostsee.

Meine Meinung:
Der Vater ist bestattet und nun muss Amali die Wohnung auflösen. Traurig sortiert sie die Unterlagen, als sie ein Schreiben findet, indem ihr Ururgroßvater erpresst wird. Das lässt ihr keine Ruhe und Amali forscht nach. Sie findet heraus, dass nicht nur ihre Vorfahren nach Afrika ausgewandert sind, sondern auch bei einem Glücksspiel von einem Adligen betrogen wurden. Sie fährt mit ihrer Freundin an die Ostsee, um das alte Forsthaus ihrer Vorfahren zu finden. Als sie tatsächlich vor dem baufälligen Haus stehen, kann sie nur an eins denken – der perfekte Ort für einen Hofladen. Dabei lernt sie auch den Nachfahren des Gutes kennen, dessen Familie ihre Vorfahren über den Tisch gezogen hatten. Sie setzt alles daran, die Geschehnisse von damals aufzuklären und um Gerechtigkeit zu erlangen. Dabei unterstützt sie ein Rechtsanwalt, aber ein Rechtsanspruch gibt es nicht mehr, denn das Ereignis ist verjährt. Amali packt ihre Koffer und fliegt nach Afrika. Dort lernt sie einen jungen Mann kennen, indem sie sich verliebt, dessen Name mit ihrer Familie und derer von Eichenbaums verflochten ist. Sie muss jedoch bald erkennen, dass sie von ihm nicht nur getäuscht wurde, sondern dass er sie hintergeht.

Vergangenheit und Zukunft einer Familie sind in diesem Roman eng miteinander verbunden, genauso beide Erzählstränge. Gut finde ich den Kontrast zwischen Afrika und Deutschland, das jeweilige Zeitalter und die Beschreibung der Protagonisten und der Gegebenheit. Einen Minuspunkt gibt es für Amali. Sie kommt bei mir nicht so an, dass sie für Gerechtigkeit sorgen will, sondern mehr auf der Suche nach einer Geldquelle für ihren Hofladen ist. Der Werdegang ihrer Vorfahren hat mir besser gefallen, als das Geschehen um Amali.
Der Titel passt, ebenso das Cover. Das Geschehen in der Geschichte wird mit einer Überschrift gekennzeichnet, sodass man nicht den Überblick verlieren kann.

Fazit: Eine ansehnliche Geschichte einer Familie mit der Verschiedenheit der Kontinente.

4 Sterne

Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-51435-1
Taschenbuch, 416 Seiten

http://www.droemer-knaur.de/buch/7789628/haus-der-schuld
Autorin: Lena Johannson wurde 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren. Nach der Schulzeit auf dem Gymnasium machte sie zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin, bevor sie sich der Tourismusbranche zuwandte. Ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen konnte sie später in ihrem Beruf als Reisejournalistin miteinander verbinden.
Vor einiger Zeit erfüllte sich Lena Johannson einen Traum und zog an die Ostsee.

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