Feierabend

FeierabendKlappentext:
Zusammen mit ihrer Tochter Susanne lebt Helene in einer Kleinstadt am Rande des Schwarzwalds. Die Wochenenden verbringt sie mit Marius, der am anderen Ende wohnt. Alles scheint geregelt und eingespielt. Bis bei ihr eingebrochen wird. Der Dieb stiehlt nur ein Parfüm. Aber auch Jakob Silberzahn, der jüdische Psychoanalytiker, der deportiert wurde und als Geist im Arbeitszimmer haust, ist verschwunden. Dafür taucht wenig später eine dubiose Putzfrau auf, Marius entzieht sich und Susanne führt ein Dippelleben. Unaufhaltsam schlittert Helene in eine Lebenskrise. Sie beginnt sich, mit der verdrängenden Vergangenheit zu beschäftigen. Zu der auch Brunhilde gehört – die behinderte Zwillingsschwester ihrer Mutter, die vor 70 Jahren in der NS-Tötungsanstalt Grafeneck umgekommen ist.

Meine Meinung:
Wie erzähle ich dieses Buch, denn die Geschichte ist sehr verschachtelt.
1. Helene – 2. Tochter – 3. Obdachlose – dann wird alles vermischt erzählt. Sie leben miteinander und trotzdem nebeneinander her.
In der Geschichte geht es um Helene und ihre Familie. Die Tante war behindert und wurde damals in Grafeneck getötet. Das Familiendrama wurde verdrängt, weil die Eltern die Tochter da hingegeben haben. Helene hat Schwierigkeiten mit ihrer Tochter, sie steckt in der Pubertät. Diese beschäftigt sich gerade in der Schule mit der Verarbeitung von Kriegsverbrechen. Helene ist Buchübersetzerin und befindet sich selbst in der Lebenskrise. Ihre Übersetzungen macht sie in einer alten Praxis. Eine neue Putze fängt bei ihr an. Sie arbeitet gleichzeitig in einem Büro in der Schule, den sie durch Zufall erhalten hat, denn sie ist eine Obdachlose. Deren Tochter ist verstorben. Sie erzählen sich gegenseitig Phasen aus ihrem Leben. Es stellt sich heraus, dass sie miteinander verwandt sind. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Frau im Fluss ertränkt. Helene findet Haare im Fluss von ihr. So beginnt auch die Geschichte, weil am Anfang eine Frauenleiche gefunden wird. Tatort im Schwarzwald.
Das Buch ist etwas kompliziert, aber sehr spannend. Man muss wirklich die Geschichte bis zum Ende lesen, denn sie ist sehr anspruchsvoll. Es ist kein regulärer Krimi, mehr eine Familiengeschichte. Eigentlich kann man sie auch als Nachkriegsdrama beschreiben.

4 Sterne

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8392-1178-6
Taschenbuch 327 Seiten

http://www.gmeiner-verlag.de/

Autorin: Uta-Maria Heim

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