Dünentod

DünentodKlappentext:
Eine Fähre voller Urlauber, ein zu allem entschlossener Killer: An der ostfriesischen Küste findet die Polizei einen Raum voller Leichen und jagt einem Phantom nach – einem Mann ohne Fingerabdrücke. Dem Ermittlerduo Femke Folkmer und Tjark Wolf bleibt nicht viel Zeit. Denn der Unbekannte kapert eine voll besetzte Nordseefähre, um sie in die Luft zu jagen – und Tjark schafft es in letzter Sekunde, an Bord zu gelangen.

Meine Meinung:
Das Meer hatte die Farbe von Schiefer. Unter dem diesigen Himmel wirkte es geschwollen und stark. Schwere See. Fünf Meter hohe Wogen preschten gegen den Bug der schneeweißen Autofähre, ließen die Gischt zerstäuben und gegen das Glas des Steuerhauses klatschen. Dahinter saß Kapitän Maxim Ferner, genannt Charon.“

Am Anfang ist es ein Spiel am Computer, später wird es bitterer Ernst, denn Charon ist der Fährmann, der die Seelen der Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt bringt. Aber dazu müssen die Fahrgäste erstmal sterben und das ist leicht, denn Maxims Weste steckt voller Sprengstoff. Er kennt keine Gnade, denn diese wurde ihm auch nie gewährt. Sein Leben lang ausgelacht und verspottet – jetzt will sich Maxim rächen und dazu ist die voll besetzte Nordseefähre gerade richtig. Als die Ermittler auf dem Hof seiner Eltern einen Einsatz durchführen wollen, ist Maxim Ferner auf dem Weg zum Hafen. Sie finden nur die Leichen seiner Eltern. Mit Tempo ist das Ermittlerteam unterwegs, aber nur Tjark Wolf gelingt es, mit einem gewagten Sprung, auf das Schiff zu gelangen. Dass er den Täter allein stoppen kann, bezweifelt er.
Inzwischen blickt die Polizistin Ceylan im Krankenhaus der Besserung entgegen. Der Mordversuch hatte tiefe Wunden bei ihr hinterlassen. Der Täter konnte aufgrund der Beweislage nicht gefasst werden. Tjark Wolf half ein bisschen nach und so konnte die Motorradgang festgenommen werden. Aber steckt wirklich die Motorradgang dahinter oder gibt es einen Killer, der alle zwei Jahre einen Cop tötet?
Mehr wird nicht verraten!

Drogen, Waffen, Motorradbanden, Revierkämpfe und dann noch einen Täter, der eine Fähre in die Luft sprengen will. Ich wusste gar nicht, dass das beschauliche Ostfriesland so voller Gewalt steckt.
Mit diesem zweiten Krimi ist dem Autor ein wirklich guter Anschluss gelungen. Der Protagonist Tjark Wolf ist ein echt harter Kerl. Er wartet nicht, sondern hilft nach. Rau – wie die Nordsee, voller Elan und ungeduldig, aber im Inneren ein gutes Herz. Im Gegensatz dazu steht Femke Folkmer. Kühl, mit Spürsinn – aber sehr korrekt. Zwei unterschiedliche Menschen – toll beschrieben, denn man kann sie sich wunderbar vorstellen. Dazu die herbe Gegend von Ostfriesland – treffend dargestellt – wie seine Einwohner. Auch diesmal hält der Spannungsbogen bis zum Schluss. Keine Frage – der Krimi bekommt 5 Sterne von mir.

Das Cover ist genau treffend und der Text lässt sich flüssig lesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Wirklich empfehlenswert!

Verlag: Verlagsgruppe Droemer und Knaur
ISBN: 978-3-426-51441-2
Taschenbuch, 432 Seiten

Autor: Sven Koch, geboren 1969, arbeitet als Redakteur bei einer Tageszeitung. Auch als Fotograf und Rockmusiker hat er sich einen Namen gemacht. Sven Koch lebt mit seiner Familie in Detmold.

5 Sterne

http://www.droemer-knaur.de/buch/7789835/duenentod

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