Die stille Frau

Die stille FrauKlappentext:
Sie sind das perfekte Paar: erfolgreich, charmant, schön. Doch hinter der Fassade ist nichts, wie es scheint. Denn er lebt ein Doppelleben – sie plant längst ihre Rache …
Raffiniert, elegant und atemberaubend spannend erzählt dieser Roman davon, wie eine Liebe auf gefährliche Abwege geraten kann.

Meine Meinung:
Jodis und Todds Leben hat keine Überraschungen parat, alles läuft seinen geregelten Gang. Der Alltag ist perfekt organisiert, genau wie die Arbeit und das Aussehen. Die einzigen Fehler begeht Todd, indem er öfters fremdgeht. Jodi duldet dies stillschweigend, denn sie möchte ihre Beziehung nicht aufs Spiel setzen. Sex ist nicht so wichtig – für Todd schon. Aber als aus einer Liebelei mehr wird und Todd die Beziehung zu Jodi beendet, bricht für sie eine Welt auseinander. Jodi hat zwar ein geringes Einkommen, aber sie könnte niemals den Lebensstandard aufrechterhalten. Die ganzen Jahre hat sie für ihren Lebenspartner auf eine Karriere verzichtet, um Todd ein perfektes Heim zu bieten. Jetzt muss sie die Wohnung verlassen, hat kein Auto und kann sich finanziell nicht über Wasser halten. Sie hat auf eine Heirat verzichtet, was sich jetzt rächt. Todd hat indes eine junge Geliebte, die sein Kind erwartet und die er schnellstmöglich heiraten will. Allerdings ist sie die Tochter von seinem besten Freund Dean, der auf Todd mächtig sauer ist. Jodi ist am Boden zerstört und zieht sich komplett zurück. Nur ihre Freundin Alison versucht sie aus ihrer Lethargie zu reißen, denn sie hat eine Idee. Was wäre, wenn Todd noch vor der Eheschließung verunglückt? Es gibt ein Testament und Jodi ist die Alleinerbin.

Eine Geschichte aus dem Leben. Eine Frau wird für eine Jüngere verlassen und steht vor den Scherben ihres Lebens. Nicht nur finanziell nicht abgesichert, sondern auch Trennungsschmerz, kein Selbstwertgefühl und Trauer bestimmen ihr Dasein. Gefühle wie Selbstmitleid, Wut, Angst, Unsicherheit, Zweifel kommen bei der Protagonistin gut rüber. Sie überlegt, ob sie um seine Liebe kämpfen soll. Der Gedanke an Rache nimmt langsam einen Platz ein. Menschlich korrekt, denn wer spielt nicht mit dem Gedanken, wenn man verlassen wird. Gleichzeitig hat die Autorin das stille Erdulden einer Frau gut beschrieben. Lieber wegsehen, als sich einem Konflikt stellen. Im Laufe der Geschichte kommt auch immer mehr die Biografie der Protagonisten zu tage. Schließlich ist Jodi Psychotherapeutin. Die Auflösung der Eliminierung war eine Überraschung, denn damit habe ich nicht gerechnet.
Die Erzählperspektive ist einmal von ihr und dann von ihm. Die Geschichte ließt sich flüssig und das Cover passt auch.
Eine gelungene Geschichte, die nicht aus der Luft gegriffen ist.
Verlag: Bloomsbury Verlag Berlin
ISBN: 978-3-8270-1207-4
384 Seiten, Klappenbroschur

Übersetzung: Juliane Pahnke

Autorin: A.S.A. Harrison hat mehrere Sachbücher verfasst, nachdem Sie mit „Die stille Frau“ ihren Debütroman schrieb. Sie arbeitete gerade an einem zweiten Spannungsroman, als sie Anfang 2013 verstarb. Sie lebte mit ihrem Mann, dem Künstler John Massey, in Toronto, Kanada.

5 Sterne

http://www.berlinverlag.de/buecher/die-stille-frau-isbn-978-3-8270-1207-4

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