Die Schatten von New Orleans

Die Schatten von New OrleansKlappentext:
New York um 1870. Das hübsche Hausmädchen einer reichen Familie hat sich gefährlich verliebt: Sie plant mit dem Sohn des Hauses durchzubrennen. Doch alles kommt anders. Statt in den Armen des Liebhabers findet sich Cynthia hinter den Mauern des berüchtigten New Yorker Gefängnisses „Rabennest“ wieder. Während sie allein und verlassen den erbarmungslosen Gefängnisalltag erduldet, erkennt sie, dass viel mehr hinter ihrer fingierten Verurteilung steckt als nur eine verbotene Liebe.

Meine Meinung:
Cynthia Crane lebt und arbeitet seit ihrer Kindheit bei der reichen Familie van Buren. Sie verliebt sich in den Sohn des Hauses und auch er sich in sie. Beide beabsichtigen durchzubrennen, doch der Plan wird vereitelt, denn Cynthia wird wegen Schmuckdiebstahl festgenommen und landet im Gefängnis. Von David hört sie kein Wort. Abgestumpft und gleichgültig harrt sie auf ihr Schicksal, denn Cynthia ist unschuldig, der Schmuck wurde ihr untergeschoben. Big Nose Kay rüttelt sie aus ihrer Lethargie, als ihr bewusst wird, dass sie die nächsten Jahre im Gefängnis verbleiben muss. Beide können bei einem Feuerausbruch fliehen. Big Nose Kay nimmt sie mit in Timmy’s Taverne, dort verstecken sie sich, weil beide gesucht werden. Cynthia kann immer noch nicht begreifen, was sie im Feuer gesehen hatte – sind das übersinnliche Fähigkeiten? Auf jeden Fall will sie ihre Unschuld beweisen und macht sich auf der Suche nach den Eheleuten van Buren, die inzwischen nach New Orleans gezogen sind. Auf ihrer Suche muss sie sich mit allen Gesellschaftsschichten auseinandersetzen und bringt somit ihr Leben immer wieder in Gefahr.

Ein Muss für alle Leser, die gern abenteuerliche historische Geschichten lesen. Der Autor entführt uns nicht nur in das gesellschaftliche Leben des 19. Jahrhunderts, sondern gibt auch einen guten Einblick in die Anstrengung der Menschen, die nicht auf der begüterten Seite des Lebens stehen. Ich fühlte mich hineingezogen in die düstere Atmosphäre des Gefängnisalltages, der Hinterhöfe, Spelunken und der dunklen Seite von Voodoozauber. Wie eine Spinne hat der Autor sein Netz mit dieser Geschichte gewebt und mich als Leser darin gefangen. Super! Eine gute Mischung aus historischen Bestandteilen der amerikanischen Geschichte, Romantik, Krimi, Thriller und dem Voodoo-Mythos. Die Charaktere der Protagonisten sind überzeugend, genauso die Beschreibung der Atmosphäre und Begebenheiten.

Die Geschichte ist in Kapiteln angelegt, die Gedanken des „blinden Mannes, der alles sieht“ ist in Kursivschrift gehalten. Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, wer dieser Mann ist? Dann fehlt doch die Spannung, wenn ich alles verrate.

Jedenfalls verrate ich euch in Bezug auf Cynthia Folgendes: „Der, den du liebst, ist nicht der, den du liebst. Du bist nicht die, die du bist.“ Das Rätsel könnt ihr nur entwirren, wenn ihr das Buch lest. Ich verspreche euch – ihr werdet es nicht bereuen. Mir hat es sehr gut gefallen.

Ein überzeugend historischer Roman mit dem Mythos der kreolischen Religion.

5 Sterne
Verlag: BOOKSPOT VERLAG GMBH
ISBN: 978-3-937357-90-4
Hardcover ca. 450 Seiten
Pageturner-Thriller

Autor: Oliver Becker stammt aus Blumberg im Schwarzwald und lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main. Er schreibt Historische Romane und Kriminalromane. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählt die Trilogie um die „Krähentochter“.
http://blog.bookspot.de/bookshelf/die_schatten_von-new-orleans/

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