Die Rebellin von Shanghai

Die Rebellin von ShanghaiKlappentext:
Shanghai 1900: Viktorias chinesische Adoptivtochter Charlotte lernt den englischen Offizier David kennen. In ihm glaubt sie, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Doch die Beziehung scheitert an gesellschaftlichen Zwängen. Charlotte muss erkennen, dass sie ihre Herkunft nicht verleugnen kann. Auf der Suche nach ihren Vorfahren gerät sie in den Bann der Boxerbewegung und schließt sich den Aufständischen an.
Auch die junge Hamburgerin Elsa Skerpov kämpft mit dem Schicksal. Als man sie des Diebstahls bezichtigt und anzeigt, flieht sie nach Shanghai. Im Haus der Huntingdons findet sie eine Bleibe. Aber die ehrgeizige junge Frau zieht es bald weiter. Sie wird Schreiberin an der deutschen Gesandtschaft in Peking. Doch dann erschüttert der Boxeraufstand die Stadt und Elsa muss um ihr Leben fürchten.
Meine Meinung:
Auf dem Heimweg von der Mädchenschule lernt Charlotte den englischen Offizier David kennen. Ihre gemeinsame Liebe hält den gesellschaftlichen Suggestionen nicht stand. Eine Heirat zwischen einer Chinesin und einem Europäer geht gar nicht, obwohl ihre Adoptiveltern genauso ungleich sind. Als sie dann von ihrer richtigen Mutter erfährt, kennt Charlotte kein Halten mehr und will sie unbedingt suchen. Shao Yu soll ihr dabei helfen und Charlotte schließt sich ihm an. Bei den Boxern findet sie ein Zuhause, aber deren Vorstellungen durchkreuzen ihre Pläne, denn Charlotte und Shao Yu sind inzwischen ein Paar. Beide geraden sie in dem Aufstand der Boxer, der schließlich Shao Yu sein Leben kostet. Charlotte will nur noch eines – nach Hause, denn sie erwartet ein Baby.
Elsa Skerpov muss Hamburg verlassen, denn sie soll einen Diebstahl begangen haben. Sie reist nach China und findet bei der Viktoria Unterschlupf. Dabei lernt sie die Adoptivtochter Charlotte kennen. Elsa lässt nichts unversucht, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie eine Stelle in der Gesandtschaft in Peking erhält, wird sie in einem Strudel von Hass, Gewalt, Mord und Nötigung hineingezogen. Und dann verliebt sich Elsa hoffnungslos und sie weiß, dass diese Liebe chancenlos ist.

Misstrauen, Vorurteile und der gesellschaftliche Status beschäftigen beide Nationen. Der Zauber eines bis dahin exotischen Landes, die Borniertheit der Menschen, die Macht der Liebenden, die reale Darstellung der Frau und der Kultur des alten Chinas. Eine fiktive Geschichte, die unglaublich detailliert beschrieben worden ist. Die Macht der Wörter lässt jede Szene glaubhaft darstellen, dazu historisch gut recherchiert. Auch beschreibt die Autorin die Brutalität des Boxeraufstandes sehr glaubhaft.
Es sind zwei unterschiedliche Frauen, die ein gemeinsames Schicksal im alten China teilen – sie lieben!
Die Geschichte ist in Kapiteln unterteilt und das Cover passt hervorragend. Dies ist der zweite Band, denn man auch lesen kann, ohne dass man das erste Buch kennt. Mir hat dieses Buch sogar besser gefallen, als der erste Band „Das Geheimnis der Jaderinge.“ Hervorragend (obwohl ich kein Fan der Thematik bin) und fesselnd bis zum Schluss!

5 Sterne

Verlag: Bookspot Verlag GmbH
ISBN: 978-3-937357-81-2
Gebunden, 688 Seiten

http://www.bookspot.de/

Autorin: Tereza Vanek wurde in Prag geboren und wuchs in München auf. Sie studierte Anglistik, Romanistik und Slawistik. Sie verbrachte einen Auslandsaufenthalt in Frankreich und England. Tereza Vanek übte verschiedene Jobs aus, bis ihre Schreibleidenschaft siegte. Seitdem veröffentlichte sie schon mehrere Bücher.

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