Die Liebe zu so ziemlich allem

Die Liebe zu so ziemlich allemKlappentext:
In einer hübschen kleinen deutschen Stadt gibt es ein Museum, das seinesgleichen sucht, so viele seltsame Exponate stehen dort herum und in geheimnisvoller Verbindung zueinander. Carlotta Goldkorn, die nette, überarbeitete Kuratorin, bereitet dort gerade die nächste Ausstellung vor und sitzt zu diesem Zweck dem Stockholmer Literaturprofessor Gösta Johansson gegenüber, der dem Museum ein Gemälde leihen will.
Ja, natürlich. Liebe auf den ersten Blick.
Und gleich darauf: eine Kettenreaktion aufwühlender Ereignisse mit (nicht gleich erkennbarem) Glückspotential: ein Paar fürs Leben, ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein riesiger Kunstfälschungsskandal, ein gerettetes Kind und mehrere Leute, die endlich zu sein wagen, wer sie sind.

Meine Meinung:
Charlotta arbeitet als Vizemuseumschefin und Kuratorin in einem Museum in Fichtelbach. Dort lernt sie den Literaturprofessor Gösta kennen, als er eine Leihgabe aus Schweden in das Museum bringt. Als hätte Amor selbst seinen Pfeil abgeschossen, der Zeitpunkt war perfekt gewählt. Vom ersten Moment an fühlen sich Charlotta und Gösta zueinander hingezogen. Als ein Bild in seinem Haus in Schweden gefunden wird, löst dies eine Kettenreaktion aus, denn nicht nur eine unentdeckte Malerin, ihre Briefe und eine scheinbare Liebe müssen enträtselt werden, sondern auch ihre Liebe zu ihren eigenen Kindern stehen auf dem Prüfstand. Als dann noch Originale im Museum verschwinden und Kopien auftauchen, steht die Ausstellung unter keinem guten Stern, schließlich steht der Name Gayette auf dem Spiel.

Der Titel des Buches passt hervorragend zum Inhalt. Die Autorin hat die Protagonisten, jede Einzelheit, Gegenstand oder Beschreibung von Schweden mit Detail und Liebe wiedergegeben. Der Anfang fiel mir etwas schwer, aber im Laufe der Geschichte wurde meine Neugier auf das weitere Geschehen geweckt. Sie hat die Verbindung zwischen Erwachsenen und Jugendlichen hergestellt, miteinander verbunden und gut gelöst, indem sie Vorbehalte und Konflikte glaubhaft dargestellt hat. Jeder hat seine Geheimnisse.
Eine gelungene Mischung zwischen Fantasie und Realität. Mitten im Leben und dennoch fantasievoll kreiert die Autorin ein buntes Allerlei mit viel Liebe zum Detail.
4 Sterne

Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-65347-
Hardcover, 464 Seiten

http://www.droemer-knaur.de/buch/7923359/die-liebe-zu-so-ziemlich-allem
Autorin: Christine Vogeley wurde 1953 im Rheinland geboren. An ihrer Klosterschule lernte sie schon früh, was echte Güte ist und was nicht, wie sich Freundschaft anfühlt und Verrat, wie man Knopflöcher näht und dass Montaigne keine Senfsorte ist. Später studierte sie Kunst und Romanistik, sang Jazz, spielte Kabarett und landete schließlich beim Schreiben. Das Rheinland hat sie längst verlassen, sie ist verheiratet und lebt heute in Berlin und an einem See in Brandenburg.

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