Die Dirne vom Niederrhein

Die Dirne vom NiederrheinKlappentext:
Liebe im Krieg
Niederrhein 1642: Nach dem Sieg der französisch-schwedischen Armee ist niemand mehr seines Lebens sicher. Elisabeth, die ihre Angehörigen verloren hat, flüchtet voller Schuldgefühle und schließt sich einem Tross von Huren im Gefolge des Heeres an. Im Geschäft der käuflichen Liebe steigt sie schnell auf und begegnet nicht nur den Menschen, die für den Tod ihrer Schwester verantwortlich sind, sondern auch Maximilian, der mit ihr noch eine Rechnung offen hat …
Ein Spiel um Lust und Liebe beginnt – dem Verlierer ist der Tod gewiss.

Meine Meinung:
Nachdem Tod ihrer Familie ist, nichts mehr so, wie es war. Dazu die Schuldgefühle und das Elend lassen Elisabeth keine Ruhe. Sie will nur noch eines, und zwar sterben. Nur ein Selbstmord kann sie von ihrem Kummer und Schuld erlösen. Eine Dirne findet sie rechtzeitig. Sie kümmert sich um Elisabeth und nimmt sie in ihren Kreis auf. Elisabeth zieht mit den Huren und dem Heer weiter.
Auch Maximilian kann seine Schuld nicht verwinden. Nicht nur der Krieg hat ihm alles genommen. Maximilian will alles vergessen und das geht nur, wenn er tot ist. Von den Kämpfen, dem Krieg und seiner Schuld erschöpft, kauerte er an einem Weg. Soldaten zogen immer wieder ihres Weges und versuchten ihn zu berauben. Blutend und mit letzter Kraft versuchte er, sich vorwärts zu schleppen. An einem Kloster versagten ihm die Beine. Dort wurde Maximilian gefunden und in Obhut genommen. Maximilian wurde wieder gesund und half im Kloster den Nonnen und dem Vorsteher. Manche Machenschaften, wie die des Arztes, sind ihm zuwider, aber er versucht alles auszublenden.
Zwischen den Huren und dem General des Heeres tobte inzwischen ein Machtkampf, den sie verloren. Als Geisteskranke ließ der General die Huren in das Kloster einliefern. Dort trifft Maximilian auf Elisabeth! Er will eine alte Rechnung begleichen, denn sie trägt die Schuld an dem Tod ihrer Schwester und somit auch an dem Tod seines Bruders. Womit beide allerdings nicht rechnen – ist die Liebe!

Der Krieg, die Verwüstung und die Verzweiflung der Menschen werden von dem Autor in dieser Geschichte gut rüber gebracht. Dieses Buch schließt an dem ersten Teil – die Hexe vom Niederrhein – an. Elisabeth hat im ersten Teil ihre Schwester verloren. Sie wurde als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Aus Neid, Missgunst und Eifersucht hat Elisabeth ihre Schwester als Hexe bezeichnet, nichts ahnend, was sie damit anrichtete. Maximilian hat im ersten Teil seinen Bruder getötet, der in Elisabeths Schwester verliebt war. Beide Hauptdarsteller in diesem Buch können mit ihrer Schuld nicht leben. Für sie wäre der Tod eine Erlösung.
Wie das Leben so spielt, kommt es anders, als man denkt. Spannung verleiht die Geschichte durch den Arzt, der in dem Kloster Forschungen an angeblichen Geisteskranken vornimmt.
Der Autor hat einen historischen Roman geschrieben, der eine vollkommend andere Wendung nimmt – Drama und Liebesgeschichte! Gut gelungen! Die Geschichte liest sich flüssig, historisch nicht so gut, wie Teil 1.

3 Sterne

http://www.gmeiner-verlag.de/

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8392-1352-0
Taschenbuch, 341 Seiten

Autor: Sebastian Thiel lebt am Niederrhein. Nach einer Ausbildung als IT-Manager hat er sich eine Auszeit genommen, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er hat drei Romane bisher veröffentlicht.

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