Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen

Die besondere Traurigkeit von zitronenkuchenKlappentext:
An einem strahlenden Frühlingstag kurz vor ihrem neunten Geburtstag beißt Rose Edelstein in ein Stück Zitronenkuchen, den ihre Mutter für sie gebacken hat. Und muss feststellen, dass zwischen den frischen Zitronen, dem Zucker und der Butter, nun ja, eindeutig ein Hauch Traurigkeit liegt. Nicht besser ergeht es Rose mit dem Hühnchen und den grünen Bohnen, die die Mutter zum Abendessen reicht – und von nun an mit allen Gerichten. Der Marmeladentoast ihres Bruders Joseph schmeckt seltsam abwesend, das Roastbeef ihres Vaters nach Schuldgefühlen, ein Sandwich nach großer Verliebtheit: Jeder Bissen offenbart mehr, als Rose lieb ist – und erst im Laufe der Jahre lernt sie, mit ihrer Gabe umzugehen, bis diese sie in ein französisches Bistro führt … Aimee Benders furiose Idee, dem Alltäglichen des Essens eine magische Bedeutung zu geben, ist verführerisch und einnehmend zugleich. Voller leuchtender Sätze stellt ihr Roman die Frage, wieviel wir wirklich von unseren Liebsten wissen .

Meine Meinung:
Ein kleines Mädchen entdeckt durch den Geschmack der Lebensmittel, die Gefühle der Menschen, die sie hergestellt haben. Rose absorbiert also die Gefühle der Menschen daraus. Schockiert muss sie die innere Leere ihrer Mutter kennenlernen und entdeckt dass ihre Mutter ein Verhältnis hat. Sie ist verzweifelt und möchte am liebsten keine zubereiteten Lebensmittel mehr essen, damit sie nicht die Gefühle der Menschen aufnehmen braucht. Im Laufe der Jahre lernt sie die verschiedenen Lebensmittel zu unterscheiden, sie macht es sich zunutze und fängt in einem Restaurant an zu arbeiten. Sie isst erst vorher in dem Restaurant und erfährt damit die Lebensgeschichte. Sie fängt selbst an zu kochen.

Und dann ist noch die Geschichte mit ihrem Bruder. Hier absorbieren die Gegenstände ihren Bruder. Joseph ist ein Eigenbrötler und dann freundet er sich mit Georg an. Rose muss ihn dauernd suchen, weil er nicht in seinem Zimmer auffindbar ist. Sie findet es komisch und irgendwie unheimlich. Das erste Mal hat sie sich nichts dabei gedacht. Beim zweiten Mal war er tagelang verschwunden und wurde dann nackt in seiner Wohnung gefunden ohne Nahrung und Flüssigkeit. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Beim dritten Mal saß er auf einem Stuhl und die Stuhlbeine steckten in seinen Schuhen, weil er keine Beine mehr hatte. Er verwandelt sich in einen Stuhl.

Die Lebensgeschichte des Mädchen steht im Vordergrund. Eine Geschichte genau wie der Zitronenkuchen bittersüß. Schöner Roman, leicht zu lesen. Realitätsnah und auch fantasievoll. Die Idee allein ist sehr interessant.

Verlag: Bloomsbury Verlag Berlin
ISBN: 978-3-8270-0986-9
Autorin: Aimee Bender

4 Sterne

http://www.berlinverlag.de/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s