Die azurblaue Insel

Die azurblaue InselKlappentext:
Nach dem Tod ihres Vaters sind die Schwestern Pell und Lucy Davis ganz auf sich allein gestellt. Von ihrer Mutter wissen sie nur, dass diese vor zehn Jahren die Familie über Nacht verlassen hat und seitdem auf Capri lebt, ohne jemals wieder
Kontakt zu ihren Kindern aufgenommen zu ¬haben. Kurzerhand beschließt Pell, nach Capri
zu reisen und ihre Mutter nach Hause zurückzuholen. Doch dann erfährt sie, warum die Mutter sie damals wirklich im Stich gelassen hat …

Meine Meinung:
Nach vielen Jahren sieht Lyra das erste Mal ihre Tochter Pell wieder. In ihr streiten das schlechte Gewissen und die Vorfreude. Genauso ergeht es ihrer Tochter, denn Pell weiß nicht, wie ihre Mutter reagiert oder was sie erwartet auf Capri, seitdem ihre Mutter sie damals verlassen hatte. Anstatt Jetsetleben arbeitet ihre Mutter als Gärtnerin. Ihre Schwester Lucy verknüpft allerdings mit diesem Besuch hohe Erwartungen, denn sie hofft, dass ihre Mutter wieder nach Newport zurückkehrt. Traumatische Erfahrungen müssen verarbeitet werden, bevor eine vernünftige Basis erreicht werden kann. Eine Hilfe dabei ist Max, der Nachbar ihrer Mutter und sein Enkel Rafe, zudem sich Pell hingezogen fühlt. Immer in Kontakt mit ihrer Schwester Lucy, die in Newport geblieben ist, versucht Pell eine langsame Annäherung. Als sie die Flucht nach Hause ergreifen will, verunglückt Rafe. Ihre Schwester Lucy und ihr Freund Travis spüren, dass Pell emotionale Hilfe braucht und sie fliegen gemeinsam nach Capri. Alle müssen unzählige Komplikationen und Gegensätzlichkeiten verarbeiten, bis sie eine vernünftige Beziehung herstellen können.
Eine Geschichte, die sich mit dem Thema der Depression und dem Verlassen der Familie auseinandersetzt. Meistens sind es die Väter, die ihre Familie verlassen. Diesmal geht die Mutter und hinterlässt traumatisierte Kinder. Die Wut, die Trauer und die Erinnerung an verlorene Zeiten werden gut beleuchtet. Die Frage nach dem Warum – kommt erst später auf. Dann kommen Auseinandersetzungen hinzu, wie der Umgang mit Depressionen und wie damit umgegangen wird. Schuldgefühle, tiefe seelische Konflikte, die Erwartungen der Eltern an ihre Kinder und der innere Kampf kommen gut zur Geltung. Als Mutter kann ich es nicht verstehen, warum Lyra nicht wenigstens später die Verbindung zu ihren Kindern aufnimmt, als deren Vater verstirbt. Gerade wenn man selbst ein Trauma erlitten hat, müsste sie doch darüber im Klaren sein, was ihre Kinder durchmachen. Manchmal zieht sich die Geschichte etwas dahin, zum Schluss nimmt sie jedoch Fahrt auf.

Das Cover und der Titel passen hervorragend zur Geschichte. Ein großes Plus bekommt die Beschreibung der Insel von mir. Ich könnte mich so in den Flieger setzen!

4 Sterne

Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-51325-5
Taschenbuch, 352 Seiten

Autorin: Luanne Rice hat in den USA zahlreiche Romane veröffentlicht und ist dort eine Bestsellerautorin. In Deutschland erschienen von ihr „Wo das Meer den Himmel umarmt“, „Wo die Sterne zu Hause sind“, „Wolken über dem Meer“, „Wenn du mir nur vertraust“ etc. Sie stammt aus Connecticut und lebt heute mit ihrem Mann in New York City.

http://www.droemer-knaur.de/buch/7784510/die-azurblaue-insel

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