Der Sternenleser

Der SternenleserKlappentext:
Ein junger englischer Astronom und eine faszinierend fremde Welt.
Als vielversprechender junger Astronom und Leutnant begleitet Daniel Rooke die erste britische Expedition nach Australien. Die neue Heimat präsentiert sich unwirtlich und feindselig, bis Rooke das Aborigine-Mädchen Tagaran kennenlernt.

Meine Meinung:
Die Schule ist ihm zu langweilig, deswegen wird Daniel Rooke als Kind für dumm gehalten. Bis endlich jemand seine Fähigkeiten erkennt und er auf die Akademie gehen darf. Dort wird er nicht gern gesehen, denn seine Eltern sind weder reich, noch gehören sie zum Adel. Seine größte Leidenschaft sind Zahlen und er würde gern als Astronom arbeiten. Nach seinem Abschluss bleibt ihm allerdings nichts anderes übrig, als sich als Soldat zu bewerben. Das Leben auf dem Schiff ist ganz passabel, seine Fähigkeit zur Navigation kommt bei den Seeleuten gut an. Die Kriegshandlungen bekümmern ihn allerdings, denn er will nichts weiter als navigieren. Als er verwundet wird, kann er nach Portsmouth zurückkehren. Nach Ende des Krieges erfährt Daniel von der geplanten Expedition nach Australien. Ein Astronom wurde für die Reise noch gesucht, denn ein Komet sollte beobachtet werden. Sein Freund Silk hatte sich für die Expedition gemeldet, denn es wurden Soldaten benötigt. Strafgefangene sollten auf die Insel gebracht werden. Daniel war einverstanden und er heuerte bei der Expedition an. Es dürstet ihm nach neuem Wissen, aber er wusste nicht, was ihm bevorstand. Die Insel war unwirtschaftlich, die Ureinwohner feindselig, die Strafgefangenen aufsässig. Bald wurden die Rationen gekürzt und kein neues Schiff legte an. Dann hatte Daniel den Zufall genutzt und baute einen Kontakt zu den Aborigines auf. Er versuchte, durch ein Mädchen die Sprache zu lernen. Er geriet in eine Zwickmühle, denn die Zivilisation und die Ureinwohner brachten in Bedrängnis. Aber seine Werte konnte er nicht verleugnen und er stellte sich gegen die Expedition.

Ausdrucksvoll wird in diesem Buch die Geschichte von einer Expedition nach Australien erzählt. Die Bedrängnis, die Überlebenschance und das Gefühl von Unrecht werden anhand eines Propagandisten erzählt, der eigentlich nichts anderes will, als sich mit seiner Leidenschaft zu Zahlen und zu den Sternen zu beschäftigen. Aber seine Wertvorstellung hindert ihn daran und er verweigert den Gehorsam, obwohl er weiß, was ihn dann erwartet. Diese Erfahrung zeigt ihm aber seinen späteren Weg und er unternimmt alles, um gegen Ungerechtigkeit vorzugehen. Es sind die kleinen Schritte, die einen Menschen formen. Das hat die Autorin gut ausgearbeitet.
Sie hat dem Thema der Neubesiedelung viel Raum gegeben. Gleichzeitig hat sie dem Leser einen Einblick in die Kultur der Aborigines gewährt. Die Autorin hat eine Geschichte verarbeitet, die es wirklich gegeben hat.
Das Buch ist in fünf Teilen unterteilt. Als Cover hätte ich ein anderes Bild gewählt, dass zu dem Titel besser gepasst hätte. Das Buch liest sich flüssig, aber mir ist der Zeitsprung von Teil 4 zu Teil 5 einfach zu groß, da fehlt mir etwas.

4 Sterne

http://www.randomhouse.de/btb/

Verlag: btb Verlag
ISBN: 978-3-442-74557-9
Taschenbuch, 320 Seiten

Autorin: Kate Grenville ist eine erfolgreiche Autorin aus Australien. Einige Bücher von ihr haben schon Auszeichnungen erhalten.

Übersetzung: Karina Of

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