Der erste Tod der Cass McBride

Der erste Tod der Cass McBrideDas Buch fängt an, als Kyle im Vernehmungsraum sitzt und in die Kamera sprechen soll. Und das macht er auch. Er fängt an, die Geschichte zu erzählen. Seine Sicht dieser Geschichte.
Ein junger Mann entführt ein Mädchen, weil sie nicht mit seinem Bruder ausgegangen ist. Das wäre noch nicht einmal schlimm, aber sie ist von sich eingenommen, wählerisch, egoistisch und kennt kein Mitleid. Es macht ihr Spaß, andere zu verletzen, so wie seinen Bruder. Das Schlimme – er nimmt sich das Leben. Kyle will sich an ihr rächen und sie soll dafür büßen. Er sperrt sie lebendig in eine Holzkiste und begräbt diese. Mit einem Funkgerät verbunden, beginnen sie eine Unterhaltung. Mehr und mehr Details kommen ans Licht. Kyle muss einsehen, dass Cass nicht die Schuldige für den Tod seines Bruders ist. Seine Mutter müsste in dieser Kiste liegen, denn sie hat diese Schuld auf sich geladen.
Bevor er jedoch Cass freilassen kann, wird er verhaftet. Die Polizei befreit Cass.

In diesem Buch werden zwei Dialoge geführt. Einmal zwischen Opfer und Täter und zwischen Entführer und Polizei. Von der ersten Seite an steht der Täter fest und sitzt schon im Revier. Und dann beginnt ein Rückblick zwischen Opfer und Täter. Und aus diesen Dialogen lernen beide. Cass, auf ihre Ich-Bezogenheit und wie selbstsüchtig und gedankenlos sie ist. Dazu muss sie einsehen, wie sie immer mehr ihrem Vater nachgeeifert hat. Genau wegen diesen Gründen hatte ihre Mutter ihren Vater verlassen. Und Kyle, wie traumatisiert sein Bruder war. Wie gedankenlos und gemein seine Mutter mit ihm umgegangen ist. Was kann ein Mensch ertragen und wie weit muss man gehen. Und dann gibt es noch den Polizisten Ben, der die Sichtweise der Polizei gut rüber bringt.

Es ist eigentlich kein richtiger Thriller, aber unter einem Krimi kann man das Buch auch nicht einordnen. Das Buch ist wirklich lesenswert, nicht nur für Jugendliche. Das Cover finde ich sehr originell, denn in dem Einband ist eine freie gezackte Lasche, wo man einen Blick auf die Holzkiste hat. Die Schrift ist groß und man hat das Buch schnell gelesen. Es ist ein analytisches Buch, weil die Jugendlichen auch davon lernen können und nicht nur sie, sondern auch die Eltern. Denn ich glaube, dass manche gar nicht wissen, was sie ihren Kindern antun.

Fazit: Kann ich sehr empfehlen.

Dieses Buch habe ich unter http://www.bloggdeinbuch.de gefunden. Allein das Cover war sehr ansprechend und ein Psychotriller lese ich nun mal sehr gern. Natürlich möchte ich mich auch bei http://www.thienemann.de/
bedanken, von denen ich dieses Rezensionsexemplar erhalten habe. Tolles Buch.

Klappentext:
Enge, gnadenlose Enge um sie herum. Holzwände. Sie kann die Beine nicht ausstrecken. Wo ist sie? Erde rieselt durch ein kleines Luftloch. Dann fordert sie jemand auf, das Walkie-Talkie zu benutzen, das neben ihr liegt. Und erzählt von seinem Bruder, den sie abblitzen ließ, und der jetzt tot ist…
Der erste Tod der Cass McBride! – Bestellung http://www.amazon.de/erste-Tod-Cass-McBride/dp/3522201264/ref=sr_1_1?s

5 Sterne
Thienemann Verlag
Autorin: Gail Giles
ISBN: 978-3-522-20126-1
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
13,90 €

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