Das Reich des Teufelsfürsten

Das Reich des TeufelsfürstenKlappentext:
Acht Jahre sind vergangen, seit Vlad Draculea seine Geliebte Zehra von Katzenstein in der Walachei zurücklassen musste. In einem Kloster in den Karpaten harrt die junge Frau zusammen mit Vlads Sohn Carol auf die Rückkehr des Vertriebenen. Doch Vlad muss zuerst seinen Thron zurückerobern, den ihm einer seiner erbittertsten Feinde entrissen hat.
Unterdessen wird in Ulm Zehras Bruder Utz von der Gefühlskälte seiner Gemahlin Sophia aus dem Haus getrieben. Immer häufiger begibt er sich auf lange Handelsreisen und lässt Sophia und seine beiden Söhne in Ulm zurück. Doch dann trifft er eine Entscheidung, die das Schicksal seiner gesamten Familie für immer verändern könnte.

Meine Meinung:
Während Vlad erbittert um seine Rechte und den Thron kämpft, wartet seine Geliebte mit ihrem Sohn in einem Kloster auf ihn. Als er etwas gefestigt in Transsylvanien weilt, holt er Zehra zu sich ins Schloss. Sein Sohn Carol lebt schon lange bei seinem brutalen Vater. Er muss miterleben, wie Menschen gequält und ermordet werden. Als Vlad endlich seine Geliebte heiraten will, wird sie noch vor der Hochzeit brutal ermordet. Sein Hass kennt keine Grenzen und Vlad wütet erbarmungslos, um die Verantwortlichen zu finden. Sein Sohn Carol weilt indessen bei dem Bojaren Grigores. Dort erfährt er durch Zufall, dass Grigores zu den Verrätern gehört, die seine Mutter getötet hatten. Auch er ist jetzt in Gefahr und Carol flüchtet zu seinem verhassten Vater. Als er von dem Verrat erfährt, lodert sein Hass auf und er stellt den Bojaren eine Falle.
Utz von Katzenstein liebt seine Frau, aber sie verweigert ihm seine ehelichen Rechte. Die Empfindungslosigkeit seiner Frau treibt in zu anderen Frauen, die ihm in Badehäusern oder auf Reisen begegnen. Er brüskiert sie, indem er seinen Sohn Hans auf eine Handelsreise mitnimmt. Unterwegs kommen sie Vlad und seinen Reitern in die Quere. Hans wird von einem Pfeil getroffen und fällt vom Pferd. Utz gelang es in die Stadt zu reiten, bevor sich die Tore schlossen.
Sultan Mehmed hatte mit seinen Janitscharen schon viele Gebiete eingenommen. An seiner Seite ist sein Geliebter Radu anzutreffen. Mehmed hat jedoch noch ein Ziel – den Kopf von Vlad. Vlads Bruder Radu soll ihm dabei helfen. Zu ihrem Erstaunen steht eines Tages Vlads Sohn Carol vor ihnen.

„Vlads Schergen hatten der Frau die Kleider vom Körper gerissen und sie auf die Knie gezwungen, damit sie ihr grausiges Handwerk leichter ausführen konnten. Während drei der Männer sie festhielten, trieben zwei weitere ihr einen angespitzten Pfahl von hinten in den Leib. Blut rann an ihren Beinen hinab und bildete innerhalb weniger Augenblicke eine Lache zwischen den Knien.“

Erbarmungslos, abgestumpft und bestialisch wird die historische Figur des Woiwoden Vlad Draculea in dem Roman dargestellt. Er wird nicht umsonst Drakul „Der Teufel“ genannt. Belegt ist auch, dass er Tausende Menschen gepfählt haben soll und dies ist in dem Roman ein Bestandteil davon.
Drei Handlungsstränge sind vorhanden, die jeweils einzeln und dennoch zusammen dargestellt sind. Die Kapitel sind mit Überschriften der jeweiligen Handlung festgelegt. Die Geschichte ist nicht für leichte Gemüter fabriziert, denn sie beinhaltet blutrünstige Szenen, welche auch die Vorstellung über Vlad Draculea stützen.
Es müssen nicht immer Vampire sein, die den Tod über die Bevölkerung bringen. Ein Mensch kann das auch.

Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und kann nur sagen – erstklassig! Superspannend, es gibt nicht eine Seite, wo Langeweile aufkommt. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dieser historische Roman ist der zweite Teil von „Der Teufelsfürst.“ Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kommt trotzdem zurecht, denn es wird immer wieder darauf eingegangen. Aber ich kann nur empfehlen – lest auch das erste Buch, denn dieses ist genauso fesselnd.
Keine Frage der Anschlussroman ist ereignisreich, spannungsgeladen und mitreißend.

5 Sterne

Verlag: Bookspot Verlag GmbH
ISBN: 978-3937357867
Gebundene Ausgabe, 464 Seiten

Autorin: Silvia Stolzenburg wurde 1974 geboren und studierte Germanistik und Anglistik an der Universität in Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie über zeitgenössische Bestseller und fasst in dieser Zeit auch den Entschluss, selbst Roman zu schreiben. So befasst sie sich mit der Geschichte der Stadt Ulm und begann mit einer Trilogie, deren erster Teil Die Launen des Teufels 2010 bei Bookspot erschien. Der zweite Teil Das Erbe der Gräfin erschien 2011. Die Trilogie erzählt die fiktiven Schicksale der Menschen um den Ulmer Münster. Silvia Stolzenburg arbeitet derzeit als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb.

http://blog.bookspot.de/bookshelf/das-reich-des-teufelsfursten/

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