Archiv | August 2015

Bella & Joy – Zwei wie Pech und Schwefel

Bella & JoyKlappentext:
Die Zwillinge Bella und Joy könnten unterschiedlicher nicht sein, doch gerade deshalb sind sie ein unschlagbares Team: gegen Zicken in der Schule, im Chaos zu Hause oder um das seltsame Verhalten der Jungen zu entschlüsseln.
Aufregung bei den Zwillingen Bella und Joy: Als Wettbewerbssiegerin soll Bella bei der Schul-Jubiläumsfeier ihr Gedicht vortragen. Aber sie ist doch so furchtbar schüchtern … Joy hingegen ist sauer: Ihr wurde der Platz in der Schulband weggeschnappt. Jetzt könnte sie allerdings prima an Bellas Stelle auftreten … Doch dann wird ein Bandmitglied krank und Joy bekommt ihre Chance. Ob Bella sich jetzt ein Herz fasst und über ihren Schatten springt?

Meine Meinung:
Bella und Joy sind Zwillinge. Sie sind nicht immer einer Meinung, aber stehen füreinander ein. In der Familie gibt es Zuwachs – eine neue Frau für Vater und ein Freund für ihre Mutter. Die Zwillinge sind davon nicht begeistert. In der Schule läuft auch nicht alles so, wie sie sich das vorstellen. Bella muss auf die Bühne und will gar nicht. Joy möchte auf die Bühne und darf nicht. Eigentlich könnten sie ja tauschen, aber ihr Plan geht nicht auf.

Die Mädchen sind zwar Zwillinge, aber jede hat ihre eigene Sichtweise. Sie sind zwar ein Team, aber sie sind eigenständige Personen, das merkt man, indem die Mädchen sich voneinander versuchen, zu lösen. Typische Zwillinge!
Ausgeprägte Charaktere der Personen, familiäre Umgänge, Schulalltag, erste Gefühle und die lustige Erzählform geben der Geschichte eine besondere Note. Die Geschichte wird hauptsächlich in der Ich-Form erzählt, abwechselnd von Bella und Joy, beides mit verschiedenen Schriftarten dargelegt. Genauso ihre Gedanken. Unterlegt ist der Vorgang mit witzigen Bildern. Im Grunde könnte man es mit einem Tagebuch vergleichen.
Das Cover passt zur Geschichte, es ist witzig und originell.

Das Buch ist auch bei Antolin verfügbar!

Fazit:
Ich finde das Buch empfehlenswert, denn die Kinder können Parallelen ziehen.

4 Sterne

Verlag: Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
ISBN: 978-3-473-40123-9
Gebunden, 224 Seiten
12,99 €
Ab 10 Jahre

Autorin: Sibylle Rieckhoff, geboren 1955, arbeitete nach ihrer Ausbildung zunächst einige Jahre als Grafikerin in der Werbebranche, bevor sie 1999 ihr erstes Buch schrieb. Obwohl ihr schon immer das Schreiben und Malen am Herzen lag, begann sie erst mit der Geburt ihrer Tochter ihre Ideen zu verwirklichen. Ihre Bücher regen die Fantasie an und wecken die Lust am Lesen. Sybille Rieckhoff lebt heute mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt Hamburg.

Illustrationen: Sabine Gutsch

https://www.ravensburger.de/shop/buecher/kinder-jugendliteratur/bella-und-joy-zwei-wie-pech-und-schwefel-40123/index.html

Die Erbin

Die ErbinKlappentext:
Keine Macht, kein Recht
Spektakulärer hätte Seth Hubbard seinen Tod nicht inszenieren können. Als sein Mitarbeiter ihn eines Morgens aufgehängt an einem Baum findet, ist die Bestürzung im beschaulichen Clanton groß. Niemand hätte mit einem Freitod gerechnet. Hubbards Familie sieht das pragmatischer und ist in erster Linie an der Testamentseröffnung interessiert. Was sie nicht weiß: Kurz vor seinem Tod hat Hubbard sein Testament geändert. Alleinige Erbin ist seine schwarze Haushälterin Lettie Lang. Ein erbitterter Erbstreit beginnt . . .
Meine Meinung:
Seth Hubbard hat von den Schmerzen die Nase voll und setzt seinem Leben ein Ende. Allerdings hat er seinen Tod vorher akkurat geplant, denn nichts hat er dem Zufall überlassen. Keiner ahnt, dass mit seinem Testament seine Haushälterin Millionen erhalten soll. Seine Kinder und Enkelkinder sollen leer ausgehen. Der Anwalt Jake Brigance soll dafür sorgen, dass sein neues handgeschriebenes Testament genau so vollstreckt werden soll. Das Testament wird von seinen Kindern angefochten und die Debatte vor Gericht beginnt. Anwälte reiben sich die Hände, denn es ist viel Geld im Spiel. Lettie Lang, seine schwarze Haushälterin, hat bei der Auseinandersetzung vor Gericht wenig Chancen. Als jedoch ein Video vorgeführt wird, wo der Bruder von Seth Hubbard eine Zeugenaussage beglaubigt hatte, ändert sich die Sachlage gewaltig.

„Sie fanden Seth Hubbard an der vereinbarten Stelle, allerdings anders als erwartet. Er hing am Ende eines Seils zwei Meter über dem Boden und schwang leicht im Wind.“

So beginnt die Geschichte um einen Rechtsstreit eines millionenschweren Nachlasses. Erst am Ende gibt das Testament einen Sinn, denn der Tote versucht damit Gerechtigkeit zu üben. Eine Wiedergutmachung für das Vergehen seiner Familie. Der Autor hat die Problematik der damaligen Zeit gut eingearbeitet. Gerade im Süden war die Rassenhetze weit verbreitet. Dies hätte ruhig noch mehr ausgearbeitet sein können, denn das ist der Aufhänger des Buches.
Man merkt in seinen Büchern, dass John Grisham Jurist ist, denn die Vorgehensweise und die Beschreibungen bei der Aufnahme des Prozesses oder im Gerichtssaal sind detailbezogen. Durch die juristischen Erläuterungen wird die Geschichte etwas monoton.
Die Charaktere der Protagonisten sind gut herausgearbeitet, am besten hat mir die Darstellung von Lucien gefallen, der aus dem Rahmen fällt. Dieses Buch ist die Fortsetzung von dem Buch „Die Jury.“
Fazit:
Ein effektives Gerichtsdrama, wo die Aufarbeitung von Schuld und Sühne eine große Rolle spielt.

4 Sterne

Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3-453-26910-1
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 704 Seiten

Autor: John Grisham hat 27 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und vier Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Übersetzung: Imke Walsh-Araya, Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter

http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Erbin/John-Grisham/e441972.rhd

Leseprobe: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Erbin/John-Grisham/e441972.rhd?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false#tabbox

Die Elenden von Lodz’

Die Elenden von Lodz´Klappentext:
„Brüder und Schwestern, gebt sie mir! Gebt mir eure Kinder…!“
Pragmatiker oder Monster? In seinem Roman über das jüdische Getto in Lodz’ stellt Steve Sem-Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung, dem Moment, in dem die Anpassung unerträglich wird. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski. Die Elenden von Lodz’ ist ein einzigartiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal.

Meine Meinung:
Das Buch beschreibt den Alltag der Juden im damaligen Getto. Die Hauptperson dieser Geschichte ist der Judenälteste Chaim Rumkowski. In vielen Einzelschicksalen wird das Leben und Sterben verschiedener Charaktere in diesem Getto beschrieben und immer ist der Dreh- und Angelpunkt der Judenälteste. Kein Buch hat mir solche Gänsehaut verursacht, wie dieses. Es ist keine leichte Lektüre und der Autor hat mit diesem Buch verschiedene Emotionen geweckt. Angefangen über Verständnislosigkeit, Verzweiflung, Schrecken und Trauer. Die Szenen in der Geschichte sind gut dokumentiert und man merkt, dass alles gut recherchiert ist. Was ist das für ein Mensch gewesen, der seine eigenen Landsleute in den Tod schickte, der von seiner Macht und seinem Dünkel so überzeugt ist. Wohltäter oder Schlächter? Chaim steckt so voller Schuld und Überheblichkeit, dass einem wirklich schlecht wird. Jeder ist sich selbst der Nächste, auch das wurde überzeugend dargestellt. Verrat oder Selbstschutz? Das Buch wühlt auf und regt zum Nachdenken an.

Das Leid und die Hoffnung vieler Tausender Schicksale ist ein Thema, was auch heute noch zeitlos ist. Zwangsarbeit, Kollaboration und Deportation waren damals nicht nur in Polen und Deutschland an der Tagesordnung, sondern auch in allen anderen Kriegsgebieten.
Vergessen kann man nie, aber vergeben, denn keiner ist frei von Schuld. Auch, wer wegschaut, ist schuldig!

Keine Frage – 5 Sterne!

Verlag: Tropen Verlag/Klettverlag
ISBN: 978-3-608-93897-5
Autor: Steve Sem-Sandberg
651 Seiten, gebundene Ausgabe

http://www.tropen.de/
http://www.klett-cotta.de

Die Eleganz des Tötens

Die Eleganz des TötensKlappentext:
Wenn ein Killer alle Zeit der Welt hat
Seit Stephen Killigan als Philosophiedozent in Cambridge angefangen hat, ist ihm kalt bis auf die Knochen. Sind es die 700jährigen Steine der ehrwürdigen Universität, die ihn frösteln lassen? Als er eines Abends auf die Leiche einer vermissten Schönheitskönigin stößt, meint er den Grund zu verstehen – und versteht nichts mehr, als die maskierte Tote kurz darauf wie vom Erdboden verschluckt ist.
Meine Meinung:
Der Dozent Stephen Killigan findet eine Mädchenleiche. Er verständigt die Polizei, aber als sie auftaucht, ist das Mädchen verschwunden. Ist er verrückt oder ist er an dem Verschwinden der Schönheitskönigin beteiligt – die Polizei rätselt. Aber nicht nur die Polizei, sondern auch Killigan will das Rätsel lösen. Dabei stößt er an Grenzen, die sein Bewusstsein sprengen. Als Leichen auftauchen und wieder verschwinden, kommt er dem Rätsel langsam näher. Die Totenmasken der Opfer zeigen ihm einen Hinweis. So unglaublich die Herausforderung ist, so unbegreiflich verschwindet Killigan auch selbst, bis er einsehen muss, nicht nur der Killer ist ein Zeitreisender, sondern auch er selbst. Der Horror beginnt für ihn selbst, als er sich entscheiden muss, welche von zwei Frauen er rettet, denn der Killer stellt ihn vor die Wahl. Killigan hat jedoch keine Chance, beide Frauen zu retten. So muss er erleben, dass seine Freundin ein Opfer des Killers wird.

Mit dieser Geschichte hat die Autorin die Grenze zwischen den Welten und der Erbarmungslosigkeit des Killers gesprengt. Ich war nicht darauf gefasst, dass dieser Thriller eine Zeitreise offenbart, aber diesmal ist es ein Mörder, der unerkannt durch die Epochen reist. Er stellt mit seinen Morden nicht nur die Polizei vor einem Rätsel. Er kann aber auch nicht gefasst werden und findet somit nicht nur seine Opfer zum Töten, sondern auch Täter, die das Töten übernehmen. Eine Sichtweise, die ich bisher noch nicht gelesen habe. Es sind verschieden Sichtweisen dargestellt, z. B. die des Professors, des Killers, der Freundin.
Mir fällt es schwer, die Geschichte einzuordnen. Die Idee ist gut, aber die Umsetzung ist zu weitschweifig. Hätte die Autorin die Geschichte gekürzt, wäre die Spannung viel besser. So wird viel belangloses Irrelevantes erzählt.
Das Cover ist passend zur Geschichte, denn die Totenmaske stellt ein Bestandteil dar. Das Buch ist anstrengend zu lesen und ich kann mich schlecht entschließen, wie viele Sterne ich vergebe.
Aber denkt daran – das ist meine Meinung. Jeder ließt ein Buch anders.

3 Sterne

Verlag: Droemer-Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-51320-0
Taschenbuch, 576 Seiten
Autorin: A. K. Benedict studierte Englische Literatur in Cambridge. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und arbeitet außerdem als Musikerin und Komponistin für Film und Fernsehen. „Die Eleganz des Tötens“ ist ihr erster Roman, dem die Presse bescheinigte, »eines der interessantesten Debüts des Jahres« zu sein.

http://www.droemer-knaur.de/buch/7784090/die-eleganz-des-toetens

Die dritte Sünde

Die dritte SündeKlappentext:
England 1838: Isobel de Burgh, die kapriziöse Tochter eines Gutsherrn, wird einem reichen Unternehmer zur Ehe versprochen. Sie will jedoch nicht auf intime Eskapaden verzichten und erpresst ihre Zofe Cathy, ihr Treiben zu decken. Isobel spielt mit dem Feuer: ausgerechnet ihr eigener Stallmeister Aaron Stutter ist das Objekt der Begierde. Skrupellos zwingt sie den äußerst attraktiven jungen Mann, ihre sexuellen Gelüste zu stillen. Als Aaron sich in Cathy verliebt, nimmt eine verhängnisvolle Me`nage a`trois ihren Lauf.

Meine Meinung:
Anstatt auf ihren Bruder aufzupassen, beobachtet die kleine Cathy die Tochter des Gutsherrn. Isobel hat Langeweile und sie könnte eine Spielgefährtin gut gebrauchen. Also überredet sie ihren Vater, das Mädchen als ihre Spielgefährtin aufzunehmen. Cathy ist froh darüber, denn sie hat Schuld an dem Unfall ihres Bruders und ihr Vater möchte sie nicht mehr sehen. Sie hat allerdings nicht mit den Launen und der Willkür von Isobel gerechnet. Von ihrer Familie verstoßen, von den Dienstboten gemieden und von Isobel terrorisiert, hat Cathy ein schweres Los. Für Isobel ist sie nichts anderes als ihr Eigentum, was sich auch nicht ändert, als aus den Kindern junge Frauen werden. Herrschsüchtig, launenhaft und ohne Skrupel versucht Isobel ihre Ziele zu verfolgen. Als ausgerechnet ihr Vater vor dem Ruin steht, bleibt ihr keine andere Möglichkeit als seinen Geschäftspartner zu heiraten. Es hat aber einen Vorteil, denn als Ehefrau kann sie endlich in den Armen des jungen Stallmeisters Aaron ihre sexuelle Erfüllung finden. Aber genau wie Isobel verfolgt ihr Ehemann Horace Havisham seine eigenen skrupellosen Ziele und jedes Mittel ist ihm dazu Recht. Obwohl er von den sexuellen Ausschweifungen seiner Ehefrau nichts ahnt, will Havisham die Eskapaden seiner Ehefrau nicht länger hinnehmen. Isobel verkuppelt sogar skrupellos Cathy mit dem Stallmeister, denn nur so hat sie eine geeignete Unterkunft für ihre Ausschweifungen. Aaron hat längst die Nase voll und bereut, dass er sich mit Isobel eingelassen hat. Seine Zuneigung und Gefühle gelten nur Cathy und für sie lässt er sich auf diesen Deal ein. Aber die tiefen Gefühle der Brautleute untereinander und die Intrigen von Isobel steuern immer mehr auf eine Katastrophe zu.

Mist! Immer wenn es spannend ist, muss man aufhören. Ich konnte das Buch nicht beiseitelegen, denn Seite um Seite hat die Autorin den Lesern ein Einblick in das victorianische England gegeben. Die gesellschaftliche Situation der Frauen, der Beginn des Kapitalismus, der Hunger und die Armut der Bevölkerung, die Stellung der Adligen und die Abhängigkeit der Landbevölkerung – alles versucht die Autorin in dieser Geschichte zu legen. Man fiebert mit den Charakteren mit und auch die erotischen Szenen sind sehr gefühlvoll beschrieben. Man merkt, dass sich die Autorin viel Mühe gegeben hat und sich mit der Geschichte im victorianischen England auseinandergesetzt hat. Im Nachwort gibt die Autorin viele historische Erläuterungen wieder. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Trilogie weiter geht. Obwohl das Buch 565 Seiten hat, lässt es sich leicht und flüssig lesen. Und eins muss ich noch sagen, es wäre eine Sünde das Buch nicht zu lesen.

Im Frühsommer 2013 kommt der 2 Band „Stadt der Schuld“, auf den ich mich schon sehr freue.

5 Sterne

Verlag: Bookspot Verlag GmbH
ISBN: 978-3-937357-70-6
Gebundene Ausgabe: 565 Seiten

Autorin: Eva-Ruth Landys studierte Sozialarbeit. Neben ihrem Beruf startete sie eine Karriere als Sängerin und Komponistin. Mit ihrem Gespür für englische Literatur kurbelte sie eine weitere Karriere als Autorin an.

http://www.bookspot.de/

Die drei!!! – Dein Style!

Dein Style!Klappentext:
Wenn die Detektivinnen Kim, Franzi und Marie gerade keine Verbrechen aufdecken, jagen sie den neuesten Modetrends hinterher. Alles, was den coolen Style der drei Kultdetektivinnen ausmacht, finden ihre Leserinnen in diesem Band.

Meine Meinung:
Die drei Mädchen aus dem Buch stammen aus der Krimireihe „Die drei.“ In diesem Werk lösen sie keine Verbrechen, sondern sie stehen für die Kreation eigener Mode zur Verfügung. Es sind verschiedene Alternativen vorgegeben, wie z. B. im Freizeitpark, am Meer oder beim Konzert. Aber man kann selbst kreativ sein und eigene Vorstellungen verwirklichen. Dazu gibt es Anziehfiguren, Schablonen, Sticker und Stoffmusterbogen. Accessoires runden das Bild dann ab. Es stehen alle Möglichkeiten offen, egal ob man malen, basteln oder nur aufkleben möchte. Es gibt keine Grenzen.
Gut finde ich, dass nicht nur die Kreativität der Kinder gefördert wird, sondern auch das Lesen. Die drei Mädchen geben Tipps, wie das Outfit kombiniert werden kann. Und vielleicht werden die jungen Leserinnen dadurch zum Schmökern einer kompletten Geschichte verführt.
Das Cover ist sehr ansprechend, genauso wie die Illustrationen in diesem Buch.

Fazit:

Kreativität kennt keine Grenzen. Lesen, Basteln und seine kreative Ader ausleben – eine super Idee für Mädchen.

5 Sterne
Verlag: Franckh-Kosmos Verlags GmbH
Versteckte Wire-O-Bindung, 110 Seiten
ISBN: 978-3-440-14076-5
Alter: ab 8 Jahre
Illustrationen: Ina Biber

Text: Annemarie Chiappetta, Franka Nickel

Autorin der Buchreihe: Mira Sol war Bankkauffrau, studierte Germanistik und arbeitete anschließend als Verlagsredakteurin. Dann erfüllte sie sich einen Traum: Sie wurde Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Mira Sol liebt Geheimnisse, Krimis, Sonnenblumen und Spanien. Deshalb schreibt sie ihre Jugendkrimis und geheimnisvollen Geschichten unter dem spanischen Künstlernamen Mira Sol (dt. „Sonnenblume“). Sie lebt mit ihrem Mann, drei anhänglichen Nachbarskatzen und vielen Büchern in Stuttgart.

http://www.kosmos.de/produktdetail-128-128/Die_drei_Dein_Style-7255/

Die Dirne vom Niederrhein

Die Dirne vom NiederrheinKlappentext:
Liebe im Krieg
Niederrhein 1642: Nach dem Sieg der französisch-schwedischen Armee ist niemand mehr seines Lebens sicher. Elisabeth, die ihre Angehörigen verloren hat, flüchtet voller Schuldgefühle und schließt sich einem Tross von Huren im Gefolge des Heeres an. Im Geschäft der käuflichen Liebe steigt sie schnell auf und begegnet nicht nur den Menschen, die für den Tod ihrer Schwester verantwortlich sind, sondern auch Maximilian, der mit ihr noch eine Rechnung offen hat …
Ein Spiel um Lust und Liebe beginnt – dem Verlierer ist der Tod gewiss.

Meine Meinung:
Nachdem Tod ihrer Familie ist, nichts mehr so, wie es war. Dazu die Schuldgefühle und das Elend lassen Elisabeth keine Ruhe. Sie will nur noch eines, und zwar sterben. Nur ein Selbstmord kann sie von ihrem Kummer und Schuld erlösen. Eine Dirne findet sie rechtzeitig. Sie kümmert sich um Elisabeth und nimmt sie in ihren Kreis auf. Elisabeth zieht mit den Huren und dem Heer weiter.
Auch Maximilian kann seine Schuld nicht verwinden. Nicht nur der Krieg hat ihm alles genommen. Maximilian will alles vergessen und das geht nur, wenn er tot ist. Von den Kämpfen, dem Krieg und seiner Schuld erschöpft, kauerte er an einem Weg. Soldaten zogen immer wieder ihres Weges und versuchten ihn zu berauben. Blutend und mit letzter Kraft versuchte er, sich vorwärts zu schleppen. An einem Kloster versagten ihm die Beine. Dort wurde Maximilian gefunden und in Obhut genommen. Maximilian wurde wieder gesund und half im Kloster den Nonnen und dem Vorsteher. Manche Machenschaften, wie die des Arztes, sind ihm zuwider, aber er versucht alles auszublenden.
Zwischen den Huren und dem General des Heeres tobte inzwischen ein Machtkampf, den sie verloren. Als Geisteskranke ließ der General die Huren in das Kloster einliefern. Dort trifft Maximilian auf Elisabeth! Er will eine alte Rechnung begleichen, denn sie trägt die Schuld an dem Tod ihrer Schwester und somit auch an dem Tod seines Bruders. Womit beide allerdings nicht rechnen – ist die Liebe!

Der Krieg, die Verwüstung und die Verzweiflung der Menschen werden von dem Autor in dieser Geschichte gut rüber gebracht. Dieses Buch schließt an dem ersten Teil – die Hexe vom Niederrhein – an. Elisabeth hat im ersten Teil ihre Schwester verloren. Sie wurde als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Aus Neid, Missgunst und Eifersucht hat Elisabeth ihre Schwester als Hexe bezeichnet, nichts ahnend, was sie damit anrichtete. Maximilian hat im ersten Teil seinen Bruder getötet, der in Elisabeths Schwester verliebt war. Beide Hauptdarsteller in diesem Buch können mit ihrer Schuld nicht leben. Für sie wäre der Tod eine Erlösung.
Wie das Leben so spielt, kommt es anders, als man denkt. Spannung verleiht die Geschichte durch den Arzt, der in dem Kloster Forschungen an angeblichen Geisteskranken vornimmt.
Der Autor hat einen historischen Roman geschrieben, der eine vollkommend andere Wendung nimmt – Drama und Liebesgeschichte! Gut gelungen! Die Geschichte liest sich flüssig, historisch nicht so gut, wie Teil 1.

3 Sterne

http://www.gmeiner-verlag.de/

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8392-1352-0
Taschenbuch, 341 Seiten

Autor: Sebastian Thiel lebt am Niederrhein. Nach einer Ausbildung als IT-Manager hat er sich eine Auszeit genommen, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er hat drei Romane bisher veröffentlicht.