Bittere Sünde

Klappentext:
Als die grausam misshandelte Leiche von Erik Berggren gefunden wird, steht Kommissar Magnus Kalo vor einem Rätsel. Das Opfer führte ein einsames Leben und hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Doch ein Blick in dessen Vergangenheit bringt erste Anhaltspunkte: Eriks Vater soll zur Zeit der Militärjunta in Argentinien ein Mädchen gefoltert und vergewaltigt haben. Ist Rache das Motiv für den Mord? Je näher Kalo der Wahrheit kommt, desto größer wird auch die Gefahr für ihn und seine Familie …
Meine Meinung:
Rücklings auf den Küchentisch gefesselt erwachte Erik Berggren aus dem letzten Rausch seines Lebens. Verwirrt blinzelte er in die absolute Finsternis, die ihn umgab.
Mit diesem Anfang des Thrillers beginnt eine Geschichte um die Abgründe des menschlichen Lebens.

Als Kommissar Magnus vor der Leiche steht, hat er keine Ahnung, dass dies erst die erste Leiche ist, die ihn in der nächsten Zeit erwartet. Das Team ermittelt fieberhaft, um einen Anhaltspunkt zu finden, als die nächste Leiche auch so entstellt auftaucht. Sie stehen vor einem Rätsel, bis eine Spur nach Argentinien führt. Als der Täter sich gestört fühlt, steht nicht nur der Kommissar auf seine Liste, sondern auch seine Familie. Nur mit Glück können sie dem Feuer entkommen. Die Angst um seine Familie und die Aufklärung des Verbrechens kosten Magnus viel Kraft. Als sie endlich einen Tipp aus Argentinien bekommen, lichtet sich die Spur und sie können den Täter festnehmen. Aber Magnus ist nicht überzeugt und er muss feststellen, dass es nicht der richtige Täter ist. Da draußen läuft immer noch ein Killer rum, aber er hat immer noch keine Ahnung, wer es ist. Auch seine Frau Linn, eine Psychologin, macht sich Gedanken um den Fall. Sie versucht den Täter zu analysieren und kommt, ohne es zu wissen, dem Täter immer näher. Als sie ihren Mann überzeugt, Gunvors Nichte Annika noch einmal zu verhören, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

Die Geschichte wechselt beim Lesen die Perspektiven. Nicht der Täter und seine Beweggründe werden in den Vordergrund gestellt, sondern die Ermittlungsarbeit der Polizei. Gleichzeitig haben die Protagonisten ja auch ein Leben, eine Familie. Dies berücksichtigt die Autorin und lässt es während der Ermittlungen mit einfliesen. In dem Buch gibt es zwei Geschichten, die sich nicht wie sonst verbündeln, sondern sie stehen separat für sich. Die Autorin zeigt, welchen Einfluss die Kindheit bzw. die menschliche Psyche auf die Handlungen eines Menschen hat. Über den Täter war ich erstaunt, denn damit habe ich nicht gerechnet, da er in keiner Weise irgendwelche Auffälligkeiten in der Geschichte hervorruft.
Dennoch hat mich das Buch nicht ganz überzeugt, denn es gibt Ereignisse, die nicht richtig geklärt sind, wie z. B. der Täter auf die Familie des Kommissars kommt. Es erhöhte zwar die Spannung, aber es klingt nicht logisch.
Ansonsten kann man den Thriller gut lesen, aber so düster ist er nicht.
Dies ist das erste Buch einer neuen Reihe von dem Kommissar Magnus Kalo.

4 Sterne

Bei dem Verlag Egmont Lyx möchte ich mich recht herzlich bedanken, denn dieses Buch habe ich gewonnen als Tourmerchandise-Überraschungspaket.

http://www.egmont-lyx.de/
Verlag: LYX EGMONT Verlagsgesellschaften mbh
ISBN: 978-3-8025-9225-6
Kartoniert mit Klappe, 395 Seiten

Übersetzung: Ulrike Brauns

Autorin: Liselotte Roll wohnt mit ihrer Familie in Stockholm. Sie hat Meeresarchäologie studiert, arbeitet aber heute als freie Journalistin und Autorin.

Bittere Sünde

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